Güterstand – Zur Aufteilung von Vermögen bei Scheidung

Die Frage nach dem Vermögensausgleich bei der Scheidung stellt sich unweigerlich. Vor allem besser oder allein verdienende Ehemänner machen sich Gedanken darüber: „Was bekommt die Frau bei einer Scheidung?“ Die Vermögensteilung bei der Scheidung – das „wer bekommt was“ – richtet sich danach, in welchem Güterstand die Ehegatten gelebt haben. Mit Güterstand sind die Vermögensverhältnisse der Ehepartner untereinander gemeint. Dieser regelt, wem das in die Ehe eingebrachte und während der Ehe erwirtschaftete Vermögen (also alle geldwerten Rechte, Rechtsverhältnisse und Forderungen) gehört, wer das Vermögen verwaltet und wer für etwaige Schulden einstehen muss. Es sind verschiedene Modelle für den Güterstand denkbar, z.B. eine Gütergemeinschaft.

Zusammenveranlagung nach Trennung noch zulässig?

Die Zusammenveranlagung kann für Ehegatten besonders günstige Konditionen bei der jährlichen Steuererklärung bedeuten. Doch was geschieht eigentlich, wenn sich die Ehepartner trennen? Ist die Wahlfreiheit hinsichtlich der gemeinsamen steuerlichen Veranlagung noch immer gültig? Und müssen beide Ehegatten zustimmen? Erfahren Sie mehr im Ratgeber.

Wer übernimmt bei Scheidung die Wohnung?

Wenn Ehegatten sich trennen, stehen auch zahlreiche logistische Aufgaben vor den Beteiligten. So muss vor allem auch eine Entscheidung hinsichtlich der gemeinsamen Ehewohnung getroffen werden. Wer muss nun aber aus dieser ausziehen? Und muss auch der Ausgezogene weiterhin zahlen? Wie können Sie Streitigkeiten hierüber vermeiden? Erfahren Sie mehr dazu in unserem Ratgeber.

Die Schlüsselgewalt nach § 1357 BGB bei Trennung

Bleibt die Schlüsselgewalt bei Trennung bestehen?

Nach § 1357 BGB haben die Ehegatten beiderseitig die Schlüsselgewalt - dürfen damit also Rechtsgeschäfte abschließen, für die auch der andere Gatte einzustehen hat, ohne selbst einen Vertrag unterzeichnet zu haben. Wann der Partner für die gemachten Schulden des anderen haften kann und wie sich eine Trennung auf diese Verfügungsgewalt auswirkt, erfahren Sie im Ratgeber!

Zum Versorgungsausgleich bei Scheidung

Unabhängig von anderen finanziellen und vermögensrechtlichen Fragestellung bleibt in jedem Fall der sogenannte Versorgungsausgleich. Auf den Ausgleich der in der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften haben die getrennten Eheleute stets Anspruch. Nur in wenigen Fällen ist der Ausgleich auszuschließen. Wie funktioniert der Versorgungsausgleich? Dies und mehr lesen Sie in diesem Ratgeber!

Gütertrennung – Ehe im Alleingang?

Gütertrennung bei Scheidung: Worin liegen die Unterschiede zu den anderen Güterständen?

Treten die Ehepartner bei Eheschließung in den Wahlgüterstand der Gütertrennung ein, dann bleiben sämtliche Besitztümer im Eigentum des jeweiligen Partners - Möbel, Auto, Haus, Finanzen. Im Falle einer Scheidung können Ansprüche nur bedingt gestellt werden. Und anders als bei der Zugewinngemeinschaft entfällt der sogenannte Zugewinnausgleich. Doch auch hier sind Versorgungsausgleich und Hausratsteilung nicht ausgeschlossen. Lesen Sie mehr in unserem Ratgeber!

Gesetzlicher Güterstand und Zugewinnausgleich

Die Zugewinngemeinschaft ist bei den in Deutschland geschlossenen Ehen heutzutage die Regel. Es handelt sich dabei faktisch um eine Form der Gütertrennung: Die Besitztümer der Eheleute gehen damit nicht in das Miteigentum des Partners über. Doch im Falle einer Scheidung kommt es zum sogenannten Zugewinnausgleich. Wie wird der Zugewinnausgleich durchgeführt? Dies und mehr lesen Sie im folgenden Ratgeber!

Zu Gütergemeinschaft und Gesamtgut

Die Gütergemeinschaft ist in Deutschland nur noch selten anzutreffen. Vereinbaren die Eheleute die Gütergemeinschaft, werden sämtliche Besitztümer der Ehegatten zum Gesamtgut der Ehe. Im Falle einer Scheidung kann dann sämtliches Hab und Gut der Aufteilung zum Opfer fallen. Wie funktioniert die Teilung? Dies und mehr lesen Sie im folgenden Ratgeber.

Gemeinschaftskonto bei Scheidung

Gemeinsames Konto und Scheidung? Was nun? Im Gegenzug zu getrennten Konten während der Ehe, können Gemeinschaftskonten bei einer Scheidung zu Streitigkeiten zwischen den Ex-Eheleuten führen. Erfahren Sie deshalb in diesem Ratgeber, was Sie bei gemeinsamen Konten während einer Scheidung beachten sollten und wer nach der Trennung Anspruch auf das Konto hat.

Lebensversicherung bei Scheidung

Lebensversicherungen sollen im Falle des Todes die Hinterbliebenen absichern, dienen jedoch auch der privaten Altersvorsorge. Doch was passiert mit Lebensversicherungen im Falle einer Scheidung? Bleibt der Ex-Partner nach der Trennung der Begünstigte der Lebensversicherung oder ist ein Wechsel des Begünstigten möglich? Mehr dazu erfahren Sie in diesem Ratgeber!

Rückforderung einer Schenkung

Schmuck, Kleidung, Kraftfahrzeuge - das alles können Geschenke während der Ehe sein. Doch müssen Geschenke nach der Scheidung zurückgegeben werden oder dürfen die Beschenkten ihre Geschenke behalten? Beides ist im Falle einer Scheidung möglich. Lesen Sie hier, wann Sie Geschenke behalten dürfen und welche Umstände vorliegen müssen, damit der Schenker diese zurückfordern darf.

Wer muss den Kredit bei einer Scheidung zahlen?

Kredit bei Scheidung: Wer tritt gegenüber der Bank als Schuldner auf?

Schulden können schon während der Ehe eine Belastung sein. Bei einer Trennung werden sie dann zudem häufig zum großen Streitthema. Während der Scheidung muss dann geklärt werden, wer weiterhin für den Kredit zahlen muss. Dabei spielt es eine Rolle, wer der beiden Ehepartner den Kredit aufgenommen hat oder ob beide das Darlehen gemeinsam abgeschlossen haben. Mehr zum Thema Kredit bei Scheidung erfahren Sie hier!

Wem gehört der Hund bei Scheidung?

Ob Hund oder Katze: Ein Tier kann schnell zum besten Freund des Menschen werden. Doch was geschieht, wenn sich die Herrchen trennen und scheiden lassen? Wem gehören Hund und Katze? Dürfen Sie Unterhalt und Umgang vom Ex-Partner verlangen? Wonach über den Verbleib der geliebten Vierbeiner entschieden wird und welche gesetzlichen Regelungen dabei eine Rolle spielen, lesen Sie hier!

Scheidung – Wem gehört das Auto?

Scheidung: Aber wem gehört das Auto?

Hausrat kann im Zuge einer Scheidung zu Streit führen. Wer bekommt das Sofa, wer darf die Küche behalten und wem gehört nach der Trennung eigentlich das Auto? Vieles gilt es während einer Trennung und bei der Verteilung der ehemals gemeinsamen Haushaltsgegenstände zu beachten. Doch bei der Entscheidung über das Auto gibt es besondere Fragestellungen. Welche das sind, erfahren Sie hier!

Zum Hauseigentum bei Scheidung

Besonders um gemeinsam bewohnte Immobilien entbrennen bei einer Scheidung mitunter erbitterte Kämpfe. Doch welchen Anspruch können die Partner auf das gemeinsame Haus überhaupt erheben? Wer darf das Haus behalten und wer muss gegebenenfalls ausziehen? Antworten auf diese Fragen und noch vieles mehr zum Thema Hauseigentum bei Scheidung finden Sie im folgenden Ratgeber.

Der Steuerklassenwechsel nach der Scheidung

In steuerlicher Hinsicht gilt es im Falle einer Trennung viele Vorschriften zu beachten. So findet nach der Scheidung findet häufig ein Steuerklassenwechsel der beiden ehemaligen Ehepartner statt. Wie dieser vollzogen wird, wann er beantragt werden muss und welche Steuerklassen- und -freibeträge es gibt, können Sie in diesem Ratgeber zum Steuerklassenwechsel nach Trennung und Scheidung nachlesen.

Scheidung und Schulden – Das große Streitthema

Schulden, die während der Ehezeit entstanden, sind nicht in jedem Fall auch gemeinsame Schulden. Denn im Familienrecht wird unterschieden, ob ein Ehepartner allein oder beide Ehegatten zusammen Schulden angesammelt haben. Je nachdem welcher Fall vorliegt, wird nach der Scheidung unterschiedlich mit Schulden verfahren. Wann wer für welche Schulden aufkommen muss, ist in diesem Artikel erklärt.

Scheidung und Hausrat – Wem gehört was?

Bei einer Scheidung wird der Hausrat zwischen den Parteien aufgeteilt.

Bücher, Möbel, Elektrogeräte, Schmuck: Im Laufe einer Ehe sammeln sich viele Gegenstände im Hausrat an. Doch wer hat im Falle einer Scheidung Anspruch? Welche Gegenstände können die Parteien vom jeweils anderen verlangen? Was zum Hausrat zählt, wie dieser im Falle einer Scheidung aufgeteilt wird und welcher Ehepartner Anspruch auf welche Gegenstände hat, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Überblick: Vermögensaufteilung bei Scheidung – „Was steht mir zu?“

Der Güterstand der Gütertrennung trennt die Vermögen der Eheleute

Sobald die Ehe geschlossen wird, tritt das Güterrecht der Ehegatten in Kraft, §§ 1363 bis 1563 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Insgesamt sind drei Möglichkeiten des Güterstandes denkbar:

  • Zugewinngemeinschaft
  • Gütertrennung (durch Ehevertrag)
  • Gütergemeinschaft

Gütertrennung und Gütergemeinschaft können nur durch einen Ehevertrag gewählt werden, während die Gütertrennung als Folge eines Ehevertrages entstehen kann. Liegt kein Ehevertrag vor, den den Güterstand regelt, gilt automatisch der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft, § 1363 Abs. 1 BGB.

Bei Trennung – wer bekommt was?

Folge der Zugewinngemeinschaft ist, dass – entgegen vielfach verbreiteter Irrtümer – jeder Ehegatte Eigentümer desjenigen Vermögens bleibt, welches er in die Ehe eingebracht hat und während der Ehe erwirbt. „Mein“ und „Dein“ bleiben also auch während der Ehe bestehen, so dass jeder Ehepartner sein Vermögen alleine verwalten kann. Umgekehrt haftet auch jeder Ehepartner selber für seine vor der Ehe sowie auch für seine während der Ehe entstandenen Schulden. Hiervon bestehen allerdings laut Güterrecht drei Ausnahmen:

  • Kein Ehegatte darf über sein gesamtes Vermögen ohne die die Zustimmung des anderen verfügen, § 1364 BGB.
  • Kein Ehegatte darf über seine gesamten Haushaltsgegenstände ohne die die Zustimmung des anderen verfügen, § 1369 Abs. 1 BGB.
  • Jeder Ehegatte darf bei Geschäften zur angemessenen Deckung des Lebensbedarfes (sogenannte Geschäfte des täglichen Lebens) auch den anderen zur Bezahlung verpflichten (etwa „Anschreiben“ beim Lebensmittelkauf), § 1357 Abs. 1 BGB.

So wirkt sich der Güterstand der Zugewinngemeinschaft in der Praxis aus:

 In der Praxis wirkt sich der Güterstand der Zugewinngemeinschaft wie folgt aus:

  • Gehörten zum Vermögen eines Ehegatten vor der Heirat etwa ein Grundstück oder Wertpapiere, bleibt er auch nach der Heirat deren Alleineigentümer. Der Ehegatte kann daher darüber nach der Ehe frei verfügen und Grundstück oder Wertpapiere ohne Zustimmung des anderen Ehepartners verkaufen (sofern dies nicht 85 bis 90% seines gesamten Vermögens ausmacht, denn dann wäre die Zustimmung des anderen Ehegatten erforderlich)
  • Hatte ein Ehepartner vor der Ehe Schulden, bleibt er auch nach der Ehe alleiniger Schuldner. Der andere Ehepartner haftet also nicht für diese Verbindlichkeiten.
  • Kauft ein Ehegatte während der Ehe etwa eine Ferienwohnung oder einen teuren Sportwagen, wird er deren Alleineigentümer. Er muss allerdings auch die Verbindlichkeiten alleine bezahlen.
  • Bei Bankkonten, Sparguthaben, Wertpapierdepots usw. ist Eigentümer des Guthabens derjenige Ehegatte, auf dessen Namen die Konten lauten, weil nur er Vertragspartner des Geldinstitutes ist. Ob der andere Ehegatte darauf mit eingezahlt hat, spielt keine Rolle. Umgekehrt muss der Kontoinhaber auch alleine für den Ausgleich negativer Kontostände sorgen.
  • Erbt ein Ehegatte oder gewinnt er in einer Lotterie, wird er alleine Eigentümer des Erbes bzw. des Gewinns. Der andere Ehegatte hat keine Ansprüche darauf oder Rechte daran.

Vereinbarungen zum Güterstand können auch im Ehevertrag getroffen werden

Davon zu trennen sind die Fälle, in denen die Ehegatten gemeinsam Verträge unterschreiben, etwa einen Darlehensvertrag für eine Finanzierung von Möbeln oder den Kauf einer Immobilie. Hier werden beide aus den Verträgen berechtigt und verpflichtet, haften also für die Verbindlichkeiten als Gesamtschuldner jeweils in voller Höhe für die Kreditrückzahlung. Das gilt grundsätzlich auch, wenn das Darlehen nur für einen Ehegatten bestimmt ist (etwa ein Geschäftsdarlehen) und der andere dafür eine Haftung als Bürge oder Mitschuldner übernimmt. Auch hier haften beide Ehepartner. Ausnahmsweise kann es aber sein, dass die Inanspruchnahme des Bürgen oder Mitschuldners sittenwidrig und damit nichtig ist, wenn beispielsweise sein Vermögen und sein Einkommen gar nicht dafür ausreichen, die Schulden zu begleichen, und er womöglich auch noch geschäftlich unerfahren ist. Haben die Ehegatten ein Bankkonto, Sparguthaben, Wertpapierdepot usw., welches auf den Namen von beiden geführt wird, sind auch beide daraus berechtigt und verpflichtet. Wer darauf einbezahlt hat, ist bedeutungslos. Bei negativen Kontoständen haften beide als Gesamtschuldner jeweils in voller Höhe für die Kreditrückzahlung.

Zugewinnausgleich: So funktioniert die Vermögensaufteilung bei Scheidung

Zugewinn ist der Betrag, um den sich das Vermögen der Ehegatten während der Ehe vermehrt hat. Das kann auch der Abbau von Schulden sein. Auch dies muss bei dem Güterstand berücksichtigt werden. Derjenige Ehepartner, dessen Vermögen sich stärker vermehrt hat als das des anderen Ehepartners, muss an diesen auf dessen Verlangen einen Vermögensausgleich zahlen. Der Ausgleich beträgt die Hälfte des Überschusses. Es wird also nicht das gesamte Vermögen ausgeglichen, sondern nur der Zuwachs, um den das Vermögen zugenommen hat. Gerichtet ist der Ausgleichsanspruch auf eine Geldzahlung. Berechnet wird der Zugewinnausgleich dergestalt, dass die beiden Gesamtvermögen der Ehegatten miteinander verglichen werden. Dazu muss für jeden Ehepartner der Vermögenszuwachs während der Ehe bestimmt werden, indem der Unterschied zwischen seinem Endvermögen und seinem Anfangsvermögen ermittelt wird. Anfangsvermögen ist das bei der Eheschließung vorhandene Vermögen, Endvermögen ist das bei der Beendigung der Ehe bestehende Vermögen. Der für die Beendigung der Ehe maßgebliche Stichtag ist laut Güterrecht der Tag, an dem der andere Ehegatte den Scheidungsantrag zugestellt bekommt. Wurde auf diese Weise der Zugewinn jedes Ehepartners ermittelt, werden beide Zugewinne miteinander verglichen. Derjenige, der den höheren Zugewinn hat, muss die Hälfte des Überschusses an den anderen auf dessen Verlangen bezahlen. Wer dabei mehr in der Ehe verdient oder für den gemeinsamen Lebensunterhalt bezahlt hat, spielt keine Rolle.

Praxis-Beispiel: So wird der Zugewinn ermittelt
Der Ehemann besaß vor der Heirat ein Vermögen von 15.000 Euro. Als ihm der Scheidungsantrag seiner Ehefrau zugestellt wird, beträgt sein Vermögen 25.000 Euro. Die Ehefrau hatte vor der Ehe ein Vermögen von 2.000 Euro und besitzt nun 5.000 Euro.
Folge: Zunächst ist der Zugewinn beider Ehegatten zu ermitteln. Dieser beträgt für

  • den Ehemann 10.000 Euro (25.000 Euro Endvermögen abzüglich 10.000 Euro Anfangsvermögen)
  • die Ehefrau 3.000 Euro (5.000 Euro Endvermögen abzüglich 2.000 Euro Anfangsvermögen)

Der Überschuss beträgt demnach 7.000 Euro (10.000 Euro Zugewinn des Ehemannes abzüglich 3.000 Euro Zugewinn der Ehefrau). Die Ehefrau kann daher von ihrem Ehemann die Hälfte des Überschusses – gleich 3.500 Euro – als Unterhalt verlangen.

Generell gilt für jeden Ehegatten: Je größer sein Anfangsvermögen und je kleiner sein Endvermögen ist, desto geringer ist sein Zugewinn – und damit die Wahrscheinlichkeit, hohe Ausgleichszahlungen an den anderen Ehepartner leisten zu müssen bzw. selber einen hohen Zugewinn angerechnet zu bekommen.

Diese Besonderheiten können vorliegen

"Zugewinnsausgleich bei der Scheidung

Das Anfangsvermögen ist das Vermögen, das einem Ehegatten nach Abzug der Verbindlichkeiten bei der Eheschließung gehört, § 1374 Abs. 1 BGB. Bei der Ermittlung der Summe können folgende drei Besonderheiten vorliegen:

1. Anfangsvermögen unbekannt bzw. nicht nachweisbar

Es kann vorkommen, dass einer der Ehegatten nicht mehr weiß, wie hoch sein Anfangsvermögen war oder er den genauen Stand nicht nachweisen kann, weil keine Unterlagen (etwa Sparbücher, Bankbelege, Depotauszüge o. ä.) vorhanden sind. Ist das der Fall, wird die Summe von 0 Euro zugrunde gelegt, § 1377 Abs. 3 BGB.

2. Erbschaften und Schenkungen

Da Erbschaften und Schenkungen dem jeweils davon begünstigten Ehegatten zufließen sollen, werden diese beim Zugewinnausgleich – mit Ausnahme des Wertzuwachses – nicht berücksichtigt. Erbt also ein Ehepartner während der Ehe bzw. erhält er in dieser Zeit eine Schenkung, wird das Erbe bzw. die Schenkung seinem Anfangsvermögen zugerechnet, § 1374 Abs. 2 BGB.

Praxis-Beispiel: Wie Erbschaften sich beim Zugewinn auswirken
Bei der Heirat hatte der Ehemann 25.000 Euro Schulden. Während der Ehe erbt er von nach dem Tod seiner Eltern eine Immobilie im Wert von 175.000 Euro.
Folge: Ursprünglich hatte der Ehemann bei der Eheschließung ein negatives Anfangsvermögen in Höhe von 25.000 Euro. Da das Erbe dazugerechnet wird, beträgt diese Summe aufgrund der Erbschaft nun 150.000 Euro. Dies wird bei der Berechnung vom Unterhalt berücksichtigt.

3. Schulden bei der Eheschließung

Hatte ein Ehegatte zum Zeitpunkt der Heirat Schulden oder waren diese höher als sein Vermögen, wird ein sogenanntes negatives Anfangsvermögen gebildet, § 1374 Abs. 3 BGB.

Ermittlung des Endvermögens: Was alles dazu gehört

Das Endvermögen ist das Vermögen, das einem Ehegatten nach Abzug der Verbindlichkeiten bei Zustellung des Scheidungsantrages an einen der Ehepartner gehört, § 1375 Abs. 1 Satz 1 BGB. Hier gilt im Einzelnen Folgendes:

Vorhandenes Vermögen

Grenze des Ausgleichanspruchs

Das Endvermögen umfasst das gesamte Vermögen, das bei Zustellung des Scheidungsantrages an einen der Ehegatten unter Abzug der Schulden vorhanden ist. Dazu gehören:

  • Bei der Eheschließung vorhandenes Vermögen.
  • Lebensversicherungen, die zur Vermögensbildung abgeschlossen wurden. Entscheidend ist dabei das Kriterium Vermögensbildung. Denn werden Lebensversicherungen zur Altersvorsorge abgeschlossen, fallen diese unter den Versorgungsausgleich. Als Wert für die vermögensbildenden Lebensversicherungen wird der Rückkaufswert oder bei Fortführung der zeitwert zugrunde gelegt, wobei der Wert vom Versicherer zu bescheinigen ist.
  • Lottogewinn eines Ehegatten, selbst wenn die Ehepartner schon mehrere Jahre getrennt leben (Bundesgerichtshof (BGH), Beschluss vom 16.10.2013, Az.: XII ZB 277/12).
  • Schmerzensgeld (BGH. Urteil vom 27.05.1981, Az.: IVb ZR 577/80).

Zum Endvermögen gehören auch Erbschaften und Schenkungen sowie das Vermögen, das mit dem Geld aus dem Erbe oder der Schenkung erworben wurde. Für den Zugewinn ist maßgeblich, dass das Erbe oder die Schenkung noch vorhanden ist und eine Wertsteigerung erfahren hat. Woher diese stammt, ist unerheblich – es ist für den Güterstand relevant. Bei einer Immobilie kann die Wertsteigerung aufgrund einer Renovierung oder gestiegener Grundstückspreise erfolgt sein. Anzusetzen ist im Rahmen des Zugewinns der Verkehrswert des Vermögensgegenstandes, also der Durchschnitt der zum Wertermittlungszeitpunkt im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielten oder sicher erzielbaren Preise.

Fortführung des Praxis-Beispiels: Wie Erbschaften sich beim Zugewinn und Unterhalt auswirken
Da die von den verstorbenen Eltern geerbte Immobilie im Wert von 175.000 Euro dem negativen Anfangsvermögen des Ehemannes in Höhe von 25.000 Euro zugerechnet wurde, beträgt es 150.000 Euro. Um das schadhafte Dach des geerbten Hauses zu sanieren und die veraltete Heizungsanlage auszutauschen, hat der Ehemann ein Darlehen in Höhe von 30.000 Euro aufgenommen, wovon aktuell noch 10.000 Euro offen stehen. Der Verkehrswert der Immobilie ist inzwischen auf 215.000 Euro gestiegen. Das Anfangsvermögen der Ehefrau betrug 10.000 Euro und beläuft sich nun – nach Zustellung des Scheidungsantrages an ihren Ehemann – auf 15.000 Euro. 
Folge: Zunächst ist der Zugewinn beider Ehegatten zu ermitteln. Dieser beträgt für

  • den Ehemann 55.000 Euro (215.000 Euro Verkehrswert der Immobilie abzüglich 10.000 Euro offenes Darlehen gleich 205.000 Euro Endvermögen abzüglich 150.000 Euro Anfangsvermögen)
  • die Ehefrau 5.000 Euro (15.000 Euro Endvermögen abzüglich 10.000 Euro Anfangsvermögen)

Der Überschuss beträgt demnach 50.000 Euro (55.000 Euro Zugewinn des Ehemannes abzüglich 5.000 Euro Zugewinn der Ehefrau). Die Ehefrau kann daher von ihrem Ehemann die Hälfte des Überschusses gleich 25.000 Euro verlangen. Zum vorhandenen Vermögen gehört auch das gemeinsame Vermögen der Ehegatten, jedoch nur in Höhe des eigenen Anteils. Haben also die Ehepartner während Ehe etwa noch kurz vor der Trennung eine gemeinsame Ferienwohnung zu einem Preis von 40.000 Euro gekauft, erhöht sich das Endvermögen jedes Ehegatten um 20.000 Euro.

Schulden bei der Scheidung

Ebenso wie das Anfangsvermögen bei der Heirat kann auch das Endvermögen im Zeitpunkt der Zustellung des  Scheidungsantrags an einen Ehegatten negativ sein, § 1375 Abs. 1 Satz 2 BGB.

Fiktives Endvermögen

Die Durchsetzung des Ausgleichsanspruches kann schwierig sein

Manche Trennung und Scheidung wird so erbittert geführt, dass der Ehegatte mit dem größeren Zugewinn gar nicht möchte, dass der andere daran teilhat. Daher kommt es vor, dass der ausgleichspflichtige Teile seines Vermögens grundlos verschenkt, verschwendet oder den anderen Ehepartner auf sonstige Weise benachteiligt, um weniger Unterhalt bezahlen zu müssen. Das Frage „Trennung – Wer bekommt was?“ wird zur so zu einer Machtfrage. Kann der andere Ehepartner die Verschwendung von Geldwerten nachweisen, wird der nicht mehr vorhandene Betrag trotzdem dem Endvermögen des „Verschwenders“ zugerechnet, § 1375 Abs. 2 BGB.

Wie die Inflation beim Zugewinn berücksichtigt wird

Wird der Zugewinnausgleich berechnet, ist der Wert des Anfangsvermögens vom Endvermögen abzuziehen. Problematisch dabei ist, dass das Geld „immer weniger wert wird“. Der inflationsbedingte Kaufkraftverlust muss daher beim Wert des Anfangs- und Endvermögens berücksichtigt werden. In der Praxis geschieht dies dadurch, dass das Anfangsvermögen auf den Geldwert zum Stichtag des Endvermögens umgerechnet wird. Die Summe des Vermögens wird also um den inflationsbedingten Kaufkraftverlust „hochgerechnet“. Berechnungsgrundlage sind die Verbraucherpreisindizes des Statistischen Bundesamtes, wobei regelmäßig der Jahresindex zugrunde gelegt wird.

Die Verbraucherpreisindizes ab 1991 verhalten sich wie folgt:

199170,2200389,6
199273,8200491,0
199377,1200592,5
199479,1200693,9
199580,5200796,1
199681,6200898,1
199783,2200998,9
199884,02010100
199984,52011102,1
200085,72012104,1
200187,42013105,7
200288,62014liegt noch nicht vor

Quelle: Statistisches Bundesamt (Stand: 05.08.2014)
Die Formel, mit der das Anfangsvermögen auf den Geldwert zum Stichtag des Endvermögens umgerechnet wird, lautet:

Anfangsvermögen mal Index bei Stellung des Scheidungsantrages geteilt durch Index bei Heirat gleich indexiertes Anfangsvermögen

Praxis-Beispiel: Umrechnung des Anfangsvermögens auf den Geldwert zum Stichtag des Endvermögens
Bei der Eheschließung im Jahr 1995 verfügt der Ehemann über ein Vermögen von 30.000 Euro. Nachdem die Ehe im Jahr 2013 gescheitert ist, beträgt das Vermögen des Ehemannes 150.000 Euro.
Folge:  Das indexierte Anfangsvermögen ist wie folgt zu berechnen: 30.000 Euro mal 105,7 (Index 2013) geteilt durch 80,5 (Index 1995)  gleich 39.391 Euro Damit beträgt der Zugewinn des Ehemannes keine 120.000 Euro, sondern lediglich 110.609 Euro (150.000 Euro abzüglich 39.391 Euro).

Die Grenze des Ausgleichsanspruch: Mehr als das vorhandene Vermögen gibt es nicht

Der Vermögensausgleich ist auf das tatsächlich vorhandene Vermögen des ausgleichspflichtigen
Ehegatten
beschränkt. Dieser braucht also höchstens soviel zu zahlen, wie er an Vermögen besitzt. Ist der Ausgleichsanspruch höher als das tatsächlich vorhandene Vermögen, braucht der Ausgleichspflichtige keine Schulden zu machen, um die über das vorhandene Vermögen hinausgehenden Ansprüche des anderen Ehegatten zu befriedigen, §§ 1378 Abs. 2 Satz 1, 1384 BGB. Der Anspruch auf Unterhalt ist also nicht unendlich weit ausdehnbar. In der Praxis spielt das vor allem eine Rolle, wenn der Zugewinn überwiegend in der Rückzahlung von Verbindlichkeiten bestand. Dies kann im Einzelfall sogar dazu führen, dass der Ausgleichsanspruch mangels Vermögen des Ausgleichspflichtigen vollständig wegfällt.

Praxis-Beispiel: Der Ausgleichsanspruch ist auf das vorhandene Vermögen beschränkt
Der Ehemann hatte im Zeitpunkt der Eheschließung 50.000 Euro Schulden. Als ihm der Scheidungsantrag zugestellt wird, hat er ein Vermögen in Höhe von 10.000 Euro. Die Ehefrau hat während der Ehe keinen Zugewinn erzielt.
Folge: Der Zugewinn für den Ehemann beträgt 60.000 Euro (50.000 Euro abgebautes negatives Anfangsvermögen zuzüglich 10.000 Euro Endvermögen).
Die Ehefrau könnte davon an sich die Hälfte gleich 30.000 Euro als Zugewinnausgleich verlangen. Da das tatsächliche Vermögen des Ehemannes jedoch nur 10.000 Euro beträgt, ist der Ausgleichsanspruch auf diese Summe beschränkt. Die Ehefrau kann daher statt 30.000 Euro nur 10.000 Euro verlangen. Hätte der Ehemann statt dem tatsächlichen Vermögen von 10.000 Euro gar kein Vermögen gehabt, sondern nur die Schulden in Höhe von 50.000 Euro abgebaut, wäre die Ehefrau ohne Unterhalt ausgegangen.

Scheidung: „Wer bekommt was“ – Wie der Ausgleichsanspruch durchgesetzt wird

Kommt es über den Zugewinnausgleich zu keiner Einigung unter den Ehegatten und soll dieser durchgeführt werden, muss dies beim Familiengericht beantragt werden. Kein Zugewinnausgleich findet statt, wenn

  • das von den Ehegatten nicht beantragt wird,
  • der Zugewinn zwischen den Ehepartner gleich ist (etwa eine Immobilie als einzigen nennenswerten Vermögensgegenstand, an dem die Ehepartner jeweils zur Hälfte Miteigentümer sind),
  • eine vertragliche und notariell beglaubigte Vereinbarung zwischen den Ehegatten besteht, wonach der Zugewinnausgleich abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen festgelegt ist,
  • mittels einem notariellen Ehevertrag Gütertrennung vereinbart wurde. Damit verfällt möglicherweise der Anspruch auf Unterhalt.

Vermögensaufteilung bei Scheidung

Um den Zugewinn überhaupt ermitteln zu können, muss der den Zugewinnausgleich wünschende Ehegatte vom anderen Ehegatten Auskunft über dessen Vermögen verlangen. Dieser Auskunftsanspruch erstreckt sich auf eine Übersicht über dessen Anfangsvermögen und dessen Vermögen bei der Trennung, § 1379 Abs. 2 BGB. Die Auskunftserteilung bei der Trennung bezweckt, dass zwischen Trennung und Scheidung kein Vermögen beiseite geschafft wird. Auf dieser Linie liegt auch, dass der ausgleichspflichtige Ehegatte darzulegen und zu beweisen hat, dass er kein Vermögen verschwendet oder den anderen Ehegatten nicht benachteiligt hat, wenn das Endvermögen geringer ist als das bei der Auskunftserteilung angegebene Vermögen. Besteht der Verdacht, dass bereits vor der Trennung Vermögen beiseite geschafft wurde, muss der Ehegatte auch darüber Auskunft erteilen (BGH, Beschluss vom 15.08.2012, Az.: XII ZR 80/11). Voraussetzung dafür ist aber, dass der den Ausgleich begehrende Ehegatte konkrete Tatsachen vortragen und beweisen kann, woraus sich dass illoyale Handeln des anderen Ehegatten ergibt. Die Auskunft als solche muss sich zum einen über alle Vermögenswerte des Ehegatten verhalten. Der Wert der einzelnen Vermögensgegenstände braucht zwar nicht beziffert zu werden. Es müssen aber alle sogenannten Wert bildenden Faktoren angegeben werden (also bei einem zum Endvermögen gehörenden Pkw Baujahr, Ausstattung, Laufleistung usw.). Zum anderen sind in der Auskunft alle Verbindlichkeiten und deren Höhe anzugeben. Erst wenn von beiden Ehegatten vollständige Auskünfte vorliegen, ist eine Berechnung des Zugewinnausgleichs möglich. Weigert sich der Ehegatte zur Auskunftserteilung über sein Vermögen, um der Pflicht Unterhalt zu bezahlen zu entkommen, ist eine sogenannte Stufenklage zu erheben. Dabei ist die erste Stufe der Klage auf Auskunft und die zweite Stufe auf den nach der Auskunft noch zu beziffernden Zugewinnausgleich gerichtet. Aufgrund der meist immensen Rechtsanwaltsgebühren und Gerichtkosten im Verfahren über den Zugewinnausgleich sind die scheidungswilligen Ehepartner gut beraten, wenn sie den Ausgleich einvernehmlich untereinander regeln, um diese Kosten zu vermeiden.

Der Sonderfall: Zugewinnausgleich vor der Scheidung

In der Regel erfolgt die Vermögensaufteilung bei der Scheidung. In bestimmten Fällen kann jedoch der Zugewinnausgleichsanspruch ausnahmsweise bereits vor der Scheidung geltend gemacht werden bzw. die vorzeitige Aufhebung der Zugewinngemeinschaft verlangt werden. Voraussetzung dafür ist, dass entweder:

  • die Ehegatten seit drei Jahren getrennt leben,
  • Vermögen verschwendet oder der ausgleichsberechtigte Ehegatte auf sonstige Weise benachteiligt wird und dadurch die Vermögensaufteilung erheblich gefährdet ist,
  • der andere Ehegatte längere Zeit seine wirtschaftlichen Verpflichtungen aus dem Eheverhältnis schuldhaft nicht erfüllt hat

oder

  • der andere Ehegatte die Auskunftserteilung über sein Vermögen grundlos beharrlich verweigert.

Beim Verfahren auf vorzeitigen Zugewinn ist nicht die Rechtshängigkeit des Scheidungsverfahrens, sondern die Einreichung des Antrags auf vorzeitigen Zugewinnausgleich beim Familiengericht der maßgebliche Stichtag.

Der Anspruch auf Zugewinnausgleich verjährt in drei Jahren

Nach Rechtskraft der Scheidung verjährt der Anspruch auf Zugewinnausgleich in drei Jahren. Die Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem die Scheidung rechtskräftig wurde, §§ 195, 199 Abs. 1 BGB.

Statt Güterstand der Zugewinngemeinschaft: Diese Vereinbarungen sind möglich

Die Ehegatten können notariell – abweichend vom Güterstand der Zugewinngemeinschaft – folgendes vereinbaren:

  • Güterstand der Gütertrennung

Beim Güterstand der Gütertrennung verwaltet jeder Ehegatte sein Vermögen selber, wobei ein Zugewinnausgleich im Falle einer Scheidung entfällt. Die Gütertrennung kann im Ehevertrag vermerkt sein.

  • Güterstand der Gütergemeinschaft

Bei Trennung - wer bekommt was?

Beim Güterstand der Gütergemeinschaftt bringt jeder Ehepartner sein Vermögen in das gemeinschaftliche Eigentum ein, wobei darüber beide nur zusammen verfügen dürfen. Für etwaige Schulden haften die Ehegatten in einer Gütergemeinschaft – wie der Name schon sagt – gemeinsam. Eine gemeinsame Haftung besteht nur dann nicht, wenn die Ehepartner gegeneinander einen Rechtstreit führen oder einer von ihnen eine unerlaubte Handlung (etwa eine Straftat) begeht, und somit gegen geltendes Recht verstößt.

  • Abweichende Vereinbarungen vom Güterstand der Zugewinngemeinschaft

Möglich sind auch abweichende Vereinbarungen vom Güterstand der Zugewinngemeinschaft. So können etwa die Berechnung des Zugewinnausgleiches in anderer Form als der gesetzlichen Regelung vereinbart oder als Abfindung ein pauschaler Betrag bzw. ein bestimmter Vermögensgegenstand festgelegt werden. Auch ist es möglich, dass bestimmte Vermögensgegenstände vom Zugewinnausgleich ausgenommen werden.

Vermögensaufteilung bei Trennung – „Was steht mir zu?“

Mit Ausnahme des Sonderfalls des Zugewinnausgleichs vor der Scheidung erfolgt die Vermögensteilung immer erst bei der Scheidung. Bei der Trennung bestehen daher regelmäßig keine Ansprüche auf Vermögensausgleich. Davon zu unterscheiden sind die Fragen der Verteilung des Hausrats oder der Verbleib eines Ehegatten in der vormals gemeinsamen Wohnung, die bei der Trennung zu regeln sind. Manchmal wird nach der Trennung „Wer bekommt was“ zu einem Instrument der Demütigung des früheren Ehepartners. Doch anhand zahlreicher gesetzlicher Verbindlichkeiten in Scheidungs- und Familienrecht können Ungerechtigkeiten beseitigt werden, auch wenn nicht vorher bereits ein Ehevertrag abgeschlossen wurde.

Comments

  1. Wie berechnet sich die Ausgleichszahung für den Hausrat. Wird der Neuwertpreis oder der aktuelle Restwert angesetzt?

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      angenommen wird der aktuelle Wert der Gegenstände. Ausgleichszahlungen sind jedoch in der Regel eher selten. Zumeist streben auch die Gerichte eine sachdingliche Einigung vor, das heißt eine ungefähr gleichmäßige Aufteilung der gemeinsamen Hausratsgegenstände.

      Ihr Scheidung.org-Team

  2. Ich verstehe folgendes nicht : wenn 1370 BGB abgeschafft wurde..wieso gehört dann die Waschmaschine trotzdem der Frau und wird im Hausrat nicht aufgeteilt ? Ist es also tatsächlich auch nach neuem Recht so, dass die Maschine allein bei der Frau bleibt ?
    Danke im Voraus für Ihre Antwort.
    Birgit

    • Scheidung.org says:

      Hallo Birgit,

      die Surrogatregelung findet sich auch noch in anderen Bereichen des BGB wieder (z. B. § 2019 I BGB). § 1370 wurde zugunsten der anderen Bestimmungen im BGB gelöscht. Die Regelung ist jedoch noch gesetzlich nachzuvollziehen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  3. Huber says:

    Was geschieden mit einem großen Orientteppich der seit über 20 Jshren auf Parkettfußboden liegt und ein Hochzeitdgedchenk der Mutter der Ehefrau war. Starke Bodenverfärbung

  4. Hallo,
    wie verhält es sich bei einer Trennung rechtlich, wenn während der Ehe ein Auto gekauft wurde und das Geld dafür von meinen Eltern stammte ?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Uwe,

      handelt es sich um eine Schenkung, bei der nichts anderes für den Falle der Trennung geregelt wurde, können beide Ehegatten einen Anspruch auf das Fahrzeug erheben, sofern beide Eigentümer sind oder es sich um das Familienfahrzeug handelt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  5. Birte says:

    Wenn die Ehepaar von einem Schwiegerelternteil Geld ausgeliehen haben, um die Gegenstände zu kaufen, wie teilt man solche Gegenstände?
    Danke im Voraus für Ihre Antwort.
    Birte

    • Scheidung.org says:

      Hallo Birte,

      sofern hinsichtlich des Darlehens keine weiteren Regelungen getroffen wurden und die Gegenstände zum gemeinsamen Hausrat gehören, ist eine hälftige Hausratsteilung zu vermuten.

      Ihr Scheidung.org-Team

  6. Melanie says:

    Hallo, wie kann man den Haustand gerecht aufteilen? Wie errechnet sich daß? Oder wie errechnet man die Ausgleichszahlung?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Melanie,

      bei der Hausratsteilung wird stets versucht, einen annähernden Ausgleich der Sachwerte zu erzielen. Ausgleichszahlungen sind theoretisch möglich, in der Praxis geschieht dies jedoch eher selten. Der Ausgleich soll annähernd gleichmäßig verteilt werden.

      Ihr Scheidung.org-Team

  7. Daniel says:

    Guten Tag Scheidung.org Team,

    ich hätte zwei Fragen an euch.
    Ich weiß dass meine erste Frage oben in eurem Text an sich beantwortet ist aber vielleicht habe ich es nicht richtig verstanden oder brauche es einfach nur mal in meinen Worten bestätigt.

    Szenario 1:
    Wenn ich richtig verstanden habe ist es ja so dass wenn ein Ehepartner ein Tagesgeldkonto mit einer Summe von 20.000,- € besitzt und dies vor der Eheschließung besitzt.

    Frage 1:
    Hat der andere Ehepartner der nicht das Tagesgeldkonto besitzt bei einer Scheidung Anspruch auf dieses Tagesgeldkonto?

    Szenario 2:
    Was wäre wenn ein Ehepartner sparsam lebt um sich später vielleicht eine Anzahlung für ein Haus oder ähnliches anzusparen.
    Aber der andere Ehepartner dies nicht macht und es kommt zu einer Scheidung.

    Mein Beispiel:
    Beide Ehepartner haben dieselbe Steuerklasse und verdienen auch ca. dasselbe bei Ihrem Arbeitgeber.
    Ehepartner A hat in der Beziehung dann 15.000,- € angespart.
    Ehepartner B hat nichts angespart weil dieser gerne alles ausgibt was er verdient.

    Frage 2:
    Hat der Ehepartner B bei einer Scheidung Anrecht auf das Angesparte Geld vom Ehepartner A?

    Danke im Voraus für Ihre Antwort.
    Daniel

    • scheidung.org says:

      Hallo Daniel,

      zu Frage 1: Vermögenswerte, die in die Ehe mitgebracht werden, sind nicht Teil des Zugewinns und werden nach der Ehe nicht „aufgeteilt“.

      zu Frage 2: Ein Anspruch auf die Ersparnisse des Ehepartners kann durchaus bestehen. Allerdings werden hier auch materielle Vermögenswerte mit einbezogen. Hat sich Ehepartner B also ein schickes Auto gekauft, anstatt das Geld zu sparen, so ist das Auto Teil des Zugewinns.

      Ein Anwalt kann Ihren konkreten Fall genau betrachten und entsprechende Informationen geben.

      Ihr Scheidung.org-Team

  8. Jürgen says:

    Hallo,

    ich habe insgesamt ca. 26000€ in drei Jahren durch Schenkung meines Vater in die Ehe einfließen lassen. Davon wurden Haushaltsgegenstände (TV, Sofa uvm. gekauft). Ich war der Hausmann und habe mich um die Belange des Haushaltes gekümmert. Ich habe kein Einkommen gehabt. Meine noch Frau ist arbeiten gegangen.
    Die Berechnung des Zugewinnausgleiches verstehe ich nicht?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Jürgen,

      beim Zugewinnausgleich wird der Zugewinn (von Vermögen) der beiden Ehegatten während der Ehezeit einander gegenübergestellt. Die Hälfte der Differenz kann der Berechtigte als Ausgleichszahlung verlangen.

      Mehr Informationen zum Zugewinnausgleich inklusive Beispielberechnung finden Sie auf der folgenden Seite: https://www.scheidung.org/zugewinnausgleich/

      Ihr Scheidung.org-Team

  9. Jürgen says:

    Am dem Tag der Heirat waren wir beide arbeitslos, wenn das eine Rolle spielt?

  10. Hallo,
    mein Ehemann droht mit Scheidung. Ich habe während der Ehe nur gespart, mir nichts geleistet und dieses Geld auf ein Konto, wo ich nur Zugang habe mit meinem Namen in Sparbriefe angelegt. Die Sparbriefe darf ich aber nicht auflösen, da diese erst 2020 zugeteilt werden. Man Ehemann kann nicht mit Geld umgehen. Wenn die SCHUFA aber ermittelt, muss ich alles teilen. Es kann nicht sein, dass er von meinem mühsam ersparten Geld auch noch die Hälfte bekommt, oder ?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Birgit,

      wenden Sie sich an einen Anwalt, um zu ergründen, welche Ansprüche Ihres Mannes tatsächlich begründet sind.

      Ihr Scheidung.org-Team

  11. Hallo,
    hat bei einer Scheidung der Mann keinen Anspruch auf Hausrat oder Ausgleichszahlung, wenn die Frau mit Kindern in der Wohnung bleibt? Das Gericht entscheidet zugunsten der Frau, weil die Haushaltsgegenständen für die Kinder notwendig seien?

    • scheidung.org says:

      Hallo Frank,

      die Entscheidung des Gerichts kann durch das Rechtsmittel der Beschwerde angefochten werden. Besprechen Sie diesen Schritt zuvor eingehend mit einem Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  12. Wie wird ein Guthaben gewertet, dass bereits 4 Jahre vor Ehebeginn abgetreten wurde an die darlehensgebende Bank fürs Eigenheim. Zählt das noch zum Anfangsbestand?

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      Vermögen, welches vor der Ehe bereits bestand, zählt zum Anfangsvermögen. Wenden Sie sich für eine genaue Berechnung an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  13. Hallo Scheidungs.org-Team,

    meine damalige Frau hat am Anfang der Trennung mehrere Tausend Euro vom gemeinsamen Konto abgehoben, obwohl sie ihr Gehalt mittlerweile auf ein eigenes Konto hat buchen lassen. Vermutlich hat sie von diesem Geld unter anderem sich eine neue Wohnung eingerichtet. Ich bin mit unserem Sohn im gemeinsamen Haus verblieben. Die Gegenstände, die sie in die Ehe mitgebracht hat, hat sie bereits aus dem Haus geholt. Jetzt verlangt sie die weitere Aufteilung des Hausrates. In wie fern hat sie noch Anspruch darauf und wie lässt ich das vorher abgeschöpfte Geld ausgleichen?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Tom,

      der Kontostand auf dem gemeinsamen Konto zum Zeitpunkt der Trennung kann im Nachgang noch zum Tragen kommen. Die Hausratsteilung betrifft nur gemeinsamen Hausrat, der während der Ehezeit von beiden Ehegatten genutzt bzw. erworben wurde. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Rechtsanwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  14. Hallo,

    ich hätte eine Frage zum Ablauf der Scheidung und Vermögensteilung.
    Ich habe mit meinem Noch-Ehemann schon 1 1/2 Jahre Krieg über Anwälte bezüglich Vermögensteilung. Der Zugewinnausgleich wurde mit 5.000€ beziffert und dann würde mir noch 1/4 vom Reihenhaus zustehen. Es wurde durch die Anwälte von beiden Seiten versucht, außergerichtlich eine Einigung zu erlangen, was bis jetzt in einer angemessenen Größenordnung nicht möglich war.
    Leider fühle ich mich von meinem Anwalt hier auch schlecht beraten, weil er augenscheinlich versucht alles nur zu seinem Vorteil zu regeln. Einen Kostenvoranschlag von 6.500€ habe ich schon. Und wegen meiner beiden kleinen Kinder gehe ich auch nur 6 Std. Arbeiten, so dass Geld ich nicht gerade im Überfluss habe.
    Nun hatte ich vor, bei dem Scheidungstermin auf eine Vermögensauseinandersetzung zu verzichten, um dann mit der rechtskräftigen Scheidung eine Teilungsversteigerung bei Gericht zu beantragen. Das müsste doch auch ohne Anwalt funktionieren? Für die Beantragung des Zugewinnausgleichs habe ich dann noch 3 Jahre Zeit, ist das dann beim Familiengericht zu beantragen und brauche ich dafür noch einen Anwalt? Das entsprechende Vermögen am Anfang bzw. am Ende der
    Ehe ist alles schon von den beiden Anwälten aufgelistet worden
    Oder ist das ganze nur mit zwei getrennten Verfahren einmal Scheidung und zum anderen Vermögensteilung mit jeweils einem Anwalt zu bewältigen? Würde auf jeden Fall Kosten intensiver.

  15. Zum Thema Wertpapierdepot: wenn man ein Wertpapierdepot bereits vor der Ehe pflegt, welche Ansprüche hätte der Partner im Scheidungsfall? Immerhin ist es üblich, Wertpapiere im Depot immer wieder zu verkaufen und neu dazu zu kaufen. Außerdem werden darauf Zinsen und Dividenden gezahlt. Erfolgt auch hier der normale Zugewinnausgleich oder bleibt das Depot im alleinigen Besitz des Anlegers?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Moe,

      in diesem Fall ist zumiest ausschlaggebend, wer der Inhaber des Depots ist. Allerdings ist dies ein hoch komplexes Thema, beispielsweise ist auch zu beachten, was mit den Gewinnen während der Ehe passierte. Wir können Ihnen empfehlen eine sachkundigen Anwalt zu diese Thema zu befragen.
      Ihr Scheidung.org-Team

  16. Hallo,

    Wie ist es wenn der Mann zu Beginn ein Sparkonto/Buch (weiß nicht genau was) besaß das an die 10000 Euro hatte. Die Frau hat aber ohne sein Wissen während der Ehe auf dieses Geld zugegriffen um Geschenke für Ihre Verwandten zu kaufen. So das keine 3000 Euro mehr auf dem Konto waren die dann für sein Auto ausgegeben wurden so das jetzt nichts mehr da ist

    In wie fern gilt sowas mit zum Anfangs- und Endvermögen des Mannes?

    Und kann er veranlassen das Geld wieder zu bekommen von ihr? Da sie es ihm quasi „gestohlen“ hat

    • Scheidung.org says:

      Hallo Bernd,

      Vermögen, welches vor der Ehe bereits existierte, zählt zum Anfangsvermögen und ist bei der Scheidung entsprechend zu verrechnen.
      Ihr Scheidung.org-Team

  17. Hallo, wollte mal kurz nachfragen wie hier der rechtsstsnd ist….Wir haben einen Ehevertrag mit Gütertrennung……Es wurde eine Küche gekauft…..die Küche wurde über meine noch Frau bestellt und auch die Rechnung läuft auf sie, jedoch wurde die Küche von meinem Konto bezahlt und nicht vom gemeinschaftskonto……nun die Frage…..hat meine noch Frau Ansprüche auf die Küche obwohl ich sie bezahlt habe…..

    • scheidung.org says:

      Hallo Gerald,

      nach unserem Ermessen gehört die Küche offiziell Ihrer Frau, da Sie den Kaufvertrag abgeschlossen hat. In einem Gerichtsverfahren kann dies jedoch neu beurteilt werden.

      Ihr Scheidung.org-Team

      • Hallo liebes Team, vielleicht ist das noch wichtig…wir haben eine Gütertrennung ohne zugewinnausgleich….das heiß jetzt für mich ich muss für die Küche zweimal bezahlen…….oder kann ich auch besten das die Küche fachgerecht ausgebaut werden muss und meine noch Frau diese mit nehmen muss…..

        • Scheidung.org says:

          Hallo Gerald,

          Hausrat wird regelmäßig geteilt. Insofern erhält ein Ehegatte die Küche und der andere einen entsprechenden Ausgleich. Gilt diese Regelung an dieser Stelle nicht, gehört die Küche wohl dem Vertragsunterzeichner. Wenden Sie sich hierzu an einen Anwalt, dieser kann Ihnen eine definitive Antwort geben.

          Ihr Scheidung.org-Team

  18. Hallo, wollte mal kurz nachfragen wie hier der rechtsstsnd ist….Wir haben einen Ehevertrag mit Gütertrennung ohne zugewinnausgleich….Es wurde eine Küche gekauft…..die Küche wurde über meine noch Frau bestellt und auch die Rechnung läuft auf sie, jedoch wurde die Küche von meinem Konto bezahlt und nicht vom gemeinschaftskonto……nun die Frage…..hat meine noch Frau Ansprüche auf die Küche obwohl ich sie bezahlt habe…..

  19. Guten Abend,
    Ich habe eine kurze Frage. Zum Zeitpunkt der Eheschließung hatte ich eine komplett eingerichtete Wohnung. Nun möchte ich mich trennen und mein noch Ehemann meinte der Hausstand gehoehre hälftig ihm. Obwohl er nichts mitbrachte ausser sich und Bekleidung. Für min empfinden gehört alles das, auch wenn es durch die Jahre erneuert wurde (Verschleiß, defekt) weiterhin mir, oder?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Petra,

      regelmäßig wird der Hausrat geteilt. Eine Ausnahme besteht allerdings, wenn eine Ehepartner Gegenstände mitbrachte, diese sind nicht zu teilen. Dies gilt auch, wenn Gegenstände wegen eines Defekts während der Ehe ersetzt wurden.

      Ihr Scheidung.org-Team

  20. Guten Abend.

    Wie verhält es sich , wenn der Partner sein Endvermögen
    in den Haushalt investiert, der eigentlich nicht notwendig war.
    Im konkreten Fall hat der Partner die Arbeitsplatte einer 5 Jahre alten
    Küche mit einer Granit -Platte ersetzen lassen.
    Neues Auto gekauft obwohl altes Auto erst 6 Jahre alt war.

    • scheidung.org says:

      Hallo Andrea,

      die Bewertung des Einzelfalls liegt letztlich immer beim Familiengericht. Hausratsgegenstände, die in der Ehezeit gemeinsam genutzt wurden, sind in angemessener Weise unter den Ehegatten aufzuteilen. Es ist also zunächst unerheblich, wer die Gegenstände gekauft hat (oder was sie gekostet haben). Wenden Sie sich an einen Anwalt, um Ihren konkreten Fall zu besprechen oder einigen Sie sich gütlich mit Ihrem Partner.

      Ihr Scheidung.org-Team

  21. Wie verhält es sich wenn ich ein Auto gekauft habe damit meine Frau die Kinder befördern kann etc., dies allein von meinem Geld bezahlt habe, die Papiere aber aus steuerlichen Gründen auf ihren Namen ausgestellt wurden da sie gerade eine Firma aufgemacht hat??!!

    • Scheidung.org says:

      Hallo Marco,

      da es sich um ein Familienauto handelt, darf Ihre Frau dieses behalten. Allerdings steht Ihnen dann wahrscheinlich ein entsprechender Anteil aus dem gemeinsamen Hausrat zu.

      Ihr Scheidung.org-Team

  22. Meine Frau hat vor Jahren ohne mein Wissen das gemeinsame Konto aufgelöst. Ich war danach in der Lage Tagesgeldkonten einzurichten, auf denen mein Weihnachtsgeld, meine anteilige einkommensrueckerstatungen „geparkt“ sind. Jetzt kommt die Scheidung. Frage:hat sie einen Anspruch auf einen Teil des Geldes ( ca 18000€). Zugewinngemeinschaft.

    • scheidung.org says:

      Hallo Kiowan,

      beim Zugewinnausgleich wird betrachtet, inwieweit das Vermögen der Ehegatten individuell angestiegen ist. Dihe Höhe des Tagesgeldkontos wird hierfür auch zur Berechnung herangezogen. Ihre Frau hat dementsprechend unter Umständen Anspruch auf einen Ausgleich, nicht aber auf „einen Teil des Geldes“ per se. Ein Anwalt kann Ihnen weiterhelfen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  23. Hallo,

    Wie sieht es eigtl. mit Schafen/Ziegen etc. aus? Gelten die als Haustiere oder Nutztiere?

    Mein Mann behält bei der Scheidung das Haus/den Hof, ich werde ausgezahlt. Somit muss mein Noch-Mann komplett dafür aufkommen (Futter, Tierarzt, Vers.), da ich durch die Auszahlung jegliche Ansprüche an den Hof abgetreten habe, oder?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Josi,

      regelmäßig ist es so, dass durch die Auszahlung die Rechte und Pflichten an den Auszahlenden übergehen. Ihr Mann wird also wahrscheinlich für die Kosten alleine aufkommen müssen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  24. Hallo und guten Tag,

    seit 1,5 Jahren lebe ich von meinem Mann getrennt.
    Vor der Trennung hatte mein Mann mir ein gebrauchtes Auto von seinem Gehalt gekauft. Es kostete 10.000 Euro und durch die Inzahlungnahme meines alten Auto konnte ich leider lediglich 1000 € beisteuern.Ich fuhr damit die Kinder und fuhr in die Arbeit, Familienauto.
    Beim Auszug kam das Thema Auto zur Sprache. Er wolle die Hälfte haben, da ich ja nicht nur das Auto , nein auch die Kinder mitgenommen habe. Wirkliche Sachwerte hat er alle behalten. Sprich sämtliche Elektrogeräte.
    Gerne möchte ich eine außer gerichtliche Einigung erzielen.
    Ist der aktuelle Wert des Autos Ausgangspunkt, oder der Wert als ich damals mich fluchtartig trennten musste?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Anna,

      in aller Regel ist der aktuelle Gegenstandswert zugrunde zu legen. Allerdings kann dies mit anderen gemeinsamen Hausratsgegenständen aufgerechnet werden (Elektrogeräten, Mobiliar usf.). Eine Ausgleichszahlung ist bei der Hausratsteilung in aller Regel nicht nötig. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  25. Heike H. says:

    Als mein Mann mich verlassen hat, hat er aus unserem gemeinsamen Haushalt mitgenommen, was er haben wollte. Alles andere hat er in unserem gemeinsamen Haus gelassen und mir schriftlich zugesichert, dass der gesamte Hausrat damit abschließend aufgeteilt ist. Zum Zeitpunkt der Trennung hat er sein Auto behalten, das größere Familienauto ist bei mir geblieben, da die Kinder bei mir geblieben sind.
    Nun verlangt er nach 1 1/2 Jahren die Hälfte des Wertes des Familienautos. Hat er darauf noch einen Anspruch?

    • scheidung.org says:

      Hallo Heike,

      diese Detailfrage ist schwierig zu beantworten. Es wird darauf ankommen, ob das Schriftstück seinerzeit notariell beglaubigt wurde. Jedenfalls müsste Ihr Ex-Mann im Zweifel den Weg über das Familiengericht gehen. Wenden Sie sich an einen Anwalt um die Situation zu besprechen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  26. Mein Mann hat das Sofa mitgenommen! Er ist aber ziemlich schnell zu seiner neuen Freundin gezogen und ich bin der Meinung er hat das Sofa verkauft. Darf er das eigentlich obwohl wir noch nicht geschieden sind. Steht mir da nicht die Hälfte des Geldes zu?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Nancy,

      der Hausrat ist hälftig zu teilen. Insofern steht Ihnen entweder die Hälfte des Verkaufserlöses zu oder an anderer Haushaltsgegenstand mit gleichem Wert.

      Ihr Scheidung.org-Team

  27. Hallo,
    wie ist die Regelung für Hausrat, der in einer außerehelichen Lebensgemeinschaft angeschafft wurde? Mein Mann und ich leben seit 2004 zusammen, haben aber erst 2008 geheiratet. Den Großteil unserer Möbel haben wir vor der Eheschließung gekauft. Zählen diese dennoch zum gemeinsamen Eigentum, ganz gleich wer die Möbel bezahlt hat?
    Über eine Rückmeldung wäre ich sehr dankbar …

    • Scheidung.org says:

      Hallo Liv,

      bei der Aufteilung des gemeinsamen Hausrats bei Scheidung finden in der Regel nur während der Ehezeit erworbene Gegenstände Beachtung.

      Ihr Scheidung.org-Team

  28. Hallo,
    mein Mann hat, mit seinem Anwalt, schriftlich zugestimmt welchen Sachen er haben möchte.
    Jetzt fordert er noch nachträglich Handtücher und droht mir die auch mit Anwalt oder Polizei raus zu holen.
    Kann er nachträglich noch Sachen fordern? Und vorallem hat er das Recht meine Wohnung noch zu betreten?
    Ich habe alles eingepackt was er haben wollte und besprochen war.

    • scheidung.org says:

      Hallo Yvonne,

      insofern es Ihre alleinige Wohnung ist, Ihr Mann also nicht im Mietvertrag steht, können Sie ihm den Zutritt verwehren. Die Herausgabe zusätzlicher Dinge können Sie ebenfalls verneinen; im Zweifel wird das Gericht entscheiden, wem Teile des Haushalts zustehen. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt, um Rechtssicherheit zu erlangen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  29. Guten Abend

    Ich habe eine Eigentumswohnung mit in die Ehe gebraucht. Diese ist immer als Kapitalanlage vermietet gewesen.
    Wie wird diese ETW am Ende einer Ehe ohne Gütertrennung bewertet/verrechnet?
    Derzeitige Wert minus Wert vor der Ehe? Differenz wird dann Aufgeteilt?
    Die ETW bleibt ja in meinem Besitz und muss nicht mit in die Zugewinngemeinschaft und ihre Auflösung mit eingerechnet werden?

    MfG
    Michael

    • Scheidung.org says:

      Hallo Michael,

      die Eigentumswohnung selbst fällt in das Anfangsvermögen. Jede Wertsteigerung und sämtliche durch diese generierte Einnahmen hingegen können im Zugewinnausgleich Beachtung finden und werden Ihnen als Zugewinn berechnet. Eine hälftige Teilung findet jedoch nicht automatisch statt, da die Zugewinne beider Ehegatten einander gegenübergestellt werden. Der Ehegatte mit dem geringeren Zugewinn kann dann zumeist die Hälfte der Differenz als Zugewinnausgleich einfordern. Wenden Sie sich für eine individuelle Beratung an einen Rechtsanwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  30. Claudia B says:

    Ich bin wegen häuslicher Gewalt freiwillig gegangen und habe alles im Haus zurück gelassen, bis auf das Kinderzimmer. Angefangen von Besteck, Töpfe, bis hin über komplettes Möbeliar musste ich mir neu anschaffen, ohne Unterstützung von meinem Ex Mann/ Kindsvater. Nun hat er alles an die Wand gefahren, angefangen von der Firma bishin zum Haus und dem Möbeliar, welches ich mit bezahlt habe. Welchen Anspruch habe ich gegen ihn bei der Scheidung als Ausgleich?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Claudia,

      grundsätzlich haben beide Ehegatten hälftigen Anspruch auf den gemeinsamen Hausrat. Allerdings ist eine Auszahlung hier in aller Regel nicht angedacht, sondern nur die Aufteilung der Sachgegenstände. Ob in Ihrem speziellen Fall ein Anspruch auf monetäre Leistungen entsteht, kann an dieser Stelle nicht gesagt werden. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um Ihre Ansprüche zu prüfen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  31. Meine Ex-Frau und ich streiten bereits seit 2013 um den Hausrat.
    Nachdem ich von zuhause ausgezogen bin, habe ich nur diverse Gegenstände aus der Garage mitgenommen. Bei diesen ist ungeklärt, ob sie gemeinsames Eigentum oder Alleineigentum sind.
    Meine Ex-Frau nutzt Möbel, Bettwäsche etc. seit der Trennung alleine mit dem gemeinsamen Kind.
    Ich wohnte nach der Trennung bei meiner Schwester und danach mit meiner neuen Lebensgefährtin zusammen. Außerdem hatte ich finanzielle Mittel in Höhe von 25.000€.
    Kann ich trotzdem eine Ausgleichszahlung verlangen?

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      Ausgleichszahlungen sind eher selten. Die Hausratsteilung soll auf Basis der Aufteilung der einzelnen Sachgegenstände erfolgen. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Anwalt, um mögliche Ansprüche prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  32. Hallo, lebe seit Februar 2016 getrennt. Da ich erst im April 2016 eine eigene Wohnung habe und diese neu einrichten musste zum teil hat er mir einige Gegenstände herausgegebrn. Seitdem verlange ich immer wieder meine Ptivaten Sachen die ich noch nicht erhalten habe. Durch Zufall habe ich nun erfshren das sie Sachen von mir weggeworfen bezw. Verkauft haben. Ist das rechtens?

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      über fremdes Eigentum darf in aller Regel nicht verfügt werden. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um Ihre Ansprüche gegenüber dem Schuldner zu prüfen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  33. Hallo!
    Ich habe eine kurze Verständnisfrage…
    Vor der Eheschließung bewohnte ich mit meiner Tochter eine vollausgestattete Wohnung in welche mein Mann mit lediglich zwei Kartons voll Kleidung einzog. Nach der Eheschließung kauften wir ein Haus – außer der hältigen Hauskosten habe ausschließlich ich alles bezahlt.
    Verstehe ich richtig, dass wenn ich – vereinfacht gesagt – meinen zuvor in der Wohnung befindlichen Esstisch bei Einzug ins Haus gegen einen Neuen (wenn auch gleich größeren und teureren) getauscht habe, dieser dann nicht in die Hausratsteilung geht? Gleiches gilt für jeden Teller, Topf, Vorhang, Schrank etc. bis hin zu meinem Pkw, der im Laufe der Jahre ebenfalls gegen einen Anderen tauscht wurde.
    Im Rahmen der Haushaltstrennung müsste doch alles meins bleiden – oder?
    Wie verhält es sich mit den Möbeln der zwei Kinder, welche vor Eheschließung noch nicht geboren waren?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Julia,

      letztlich müsste in jedem Fall einzeln geprüft werden, was als Surrogat gelten kann und was unweigerlich in den gemeinsamen Hausrat hineinzählt. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um etwaige Ansprüche und Forderungen prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  34. Hallo,

    wie sieht es eigentlich mit Hausratgegenständen aus, die nach der der häuslichen Trennung aber vor der Hausratsaufteilung kaputt gehen? Im konkreten Fall ist es ein teurer Kaffeevollautomat, der meiner Frau „kaputt“ gegangen ist … gibt es da eine Rechtsprechung?

    Viele Grüße und vielen Dank im Voraus,
    Tobias

    • Scheidung.org says:

      Hallo Tobias,

      sofern es sich um gemeinsamen Hausrat handelt, kann dieser Gegenstand bei der Teilung „verrechnet“ werden. Hier ist jedoch der genaue Einzelfall zu betrachten. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Anwalt, um Ihre Möglichkeiten zu prüfen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  35. Hallo! Ich bin am verzweifeln. Reicht eine bankunterfertigte Bestätigung über die Konten (guthaben) am eheschliesungstag rechtlich aus als Beweis damit es nicht in die Scheidungsmasse fällt? Weiteres werden Kredite vom „Vermögen“ abgerechnet?

    Gruß Ron

  36. Hallo,ich habe eine Frage
    Und zwar..Mein noch Ehemann und ich haben eine gemeinsame Küche gekauft gehabt,auf der Rechnung steht sein Name aber ich bezahle die Küche ab…Wer hat dann das Recht auf die Küche..Wem gehört sie dann rechtlich?

    Danke im voraus

    Mfg

    • scheidung.org says:

      Hallo Regin,

      wenn die Küche während der Ehe erworben wurde, gehört es zum gemeinsamen Vermögen bzw. Gesamtgut. Sie müssen sich also einig werden, wer von Ihnen die Küche behält.

      Ihr Scheidung.org-Team

    • Hallo
      Ich habe eine frage wegen meinem Eigentum, soviel ich weiß gehört mein Eigentum (Haus, Wohnung, Weingarten) auch nach der Scheidung mir, weil ich es auch schon vor der Ehe eingebracht habe, aber meine sorge ist die Ehe Wohnung oder Ehe Haus, muss ich dann bei einer Scheidung wirklich Angst haben das ich dann z.b. meine Wohnung verlieren kann oder auch zur Hälfte, weil meine Frau dann vielleicht Arbeit hat, aber selber keine Wohnung bzw Haus zur Verfügung hat in Österreich, weil sie asiatin ist und ein Kind hat ( was nicht adoptiert ist von mir ) ?????? ……und was wäre wenn ich z.b. meine Mutter auf meine Wohnung dazuschreiben würde, (auf das Haus ist meine Mutter schon dazugeschrieben) aber Eigentümer bin ich, könnte ich dann die Wohnung auch verlieren oder zur Hälfte verlieren ohne das meine Mutter einverstanden sein muss????
      danke im voraus 🙂

      • Scheidung.org says:

        Hallo Maxi,

        solange Sie im Grundbuch stehen, gehören Ihnen auch die Immobilien. Leben Sie in einer Zugewinngemeinschaft, steht Ihrer Frau der hälftige Zugewinn dieser Immobilien zu. Wie es sich mit dem Ehe-Haus bzw. Wohnung verhält, kommt ebenfalls auf das Grundbuch an. Ist Ihre Frau dort ebenfalls eingetragen, gehört Ihr auch die Hälfte. Wenden Sie sich bitte an einen Anwalt.

        Ihr Scheidung.org-Team

  37. Hallo,
    ich habe eine Frage bzgl. Darlehen + Zinsen zu einem Haus. Wir haben es gemeinsam vor der Ehe erworben, das Darlehen hierfür gemeinsam aufgenommen und standen gleichberechtigt (50/50) im Grundbuch. Ein Jahr später 2006 haben wir geheiratet.
    Seit Anfang 2016 sind wir getrennt.
    Das gemeinsame Haus (drei Mietparteien), wollte ich verkaufen, den Rest nach Darlehnstilgung, jew. zur Hälfte teilen.
    Mein Noch-Ehemann jedoch nicht. Er wollte das Haus weiter behalten. Daher zahlte er mich aus. Hierzu gibt es eine notariell beglaubigte Scheidungsvereinbarung. Die Umschreibung im Grundbuch ist bereits erfolgt…das Haus steht nun alleine auf seinem Namen. Die Bank hat mich daraufhin mit sofortiger Wirkung aus der Gesamtschuld entlassen und meinen Noch-Ehemann als alleinigen Darlehnsnehmer eingetragen.

    Nun fordert mein Noch-Ehemann, dass ich mich zumindest an den monatl. Zinsen beteilige, bis das Haus in ca. 20 Jahren, abbezahlt ist. Als Begründung wird der Erwerb des Hauses zu Ehezeiten bzw. aus wirtschaftlich gemeisamer Zeit genannt.

    Da unsere gemeinsamen Kinder bei mir leben (9 und 11 Jahre), arbeite ich z.Zt. halbtags.
    Sein Nettogehalt beträgt mehr als das Doppelte von meinem.
    Eine zusätzliche monatl. Mehrbelastung würde meine Existenz, trotz Kindesunterhalt, ruinieren.
    Zusatzinformation:
    Das Darlehn trägt sich mit den Mieteinnahmen selbst. Es gibt sogar einen monatl. „Überhang“ von 200 Euro.
    Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Lena

    • Scheidung.org says:

      Hallo Lena,

      in der Regel können Nichteigentümer nicht für die Belastung einer Immobilie haftbar gemacht werden. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um die Ansprüche Ihres Ehemannes prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  38. Martine D. says:

    Guten Tag
    Ich habe während der bestehenden eingetragenen Partnerschaft 2011 eine Küche gekauft für 7000€ und diese auch als alleiniger Kreditnehmer abgezahlt. Kurzzeitig hat meine damalige Partnerin mir die Hälfte der Rate in Höhe von 55.-€ dazugegeben. Nach meinem Auszug Mai 2013 noch bis das Haus auf sie überschrieben war,danach musste ich die Küche alleine abzahlen, obwohl sie diese im Haus behalten hat. Ich habe leider ein Schreiben ihrerseits beim Notar unterschrieben, das ich auf Ansprüche verzichte. Die Partnerschaft wurde 6/2015 vom Familiengericht aufgelöst, kann ich heute noch Schadenersatz für die von mir bezahlte Küche fordern und wenn ja auf welchem Weg? Familiengericht oder Zivilgericht?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Martine,

      da Sie die alleinige Kreditnehmerin sind, müssen Sie auch die Raten an die Bank begleichen. Es bestand die Möglichkeit, dies im Innenverhältnis zu klären. Da Sie allerdings damals auf Ansprüche verzichteten, besteht hier wohl keine Möglichkeit mehr, die Kosten erstattet zu bekommen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  39. Hallo,
    Wir sind seit 1993 Verheiratet. Nun will meine Frau die Scheidung. Ich habe in die Ehe das Auto, den Garten den Großteil der der Möbel und ein größeres Bargeldvermögen mitgebracht. Des weiterem bekam ich während der Ehe einen größeren Betrag aus einer Unfallversicherung und ich Erbte auch wehrend unserer Ehe. Wie werden die ganzen Gelder bei einer Scheidung aufgeteilt.
    Vielen Dank in voraus Bernd

    • Scheidung.org says:

      Hallo Bernd,

      bei Auflösung einer Zugewinngemeinschaft besteht in aller Regel nur ein Ausgleichsanspruch bezüglich der während der Ehezeit erworbenen Vermögensmassen. Ausgenommen ist hier jedoch zumeist privilegierter Erwerb.

      Wenden Sie sich an einen Anwalt, um sich über die Trennungs- und Scheidungsfolgen informieren zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  40. Andreas says:

    Meine Frau und ich leben getrennt. Die Scheidung steht bevor. Jetzt hat meine Frau sich während des Trennungsjahres die Mietwohnung für ca. 25.000 Euro neu eingerichtet (Küche, Architekten etc.)
    Werden diese Werte zu Ihrem Endvermögen gerechnet oder ist es theoretisch so, dass ich quasi zur Hälfte diese Sache mitfinanziere?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Andreas,

      als Fixpunkt beim Zugewinnausgleich ist die Rechtshängigkeit der Scheidung ausschlaggebend. Alle Vermögenswerte, die bis zu diesem Zeitpunkt hinzugewonnen werden, können somit noch in den Zugewinnausgleich fallen. Wenden Sie sich für eine Prüfung Ihres vorliegenden Falles an Ihren Rechtsanwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  41. Asalet says:

    Hallo, im Jahr 2008 hat meiner Mutter ein Auto gekauft, und es mir geschenkt. Im Jahr 2011 habe ich geheiratet.. die ratenzahlung wurde aus meinem Konto abgebucht.. kommt das Auto mit ins vermögensteilung?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Asalet,

      das ist abhängig von dem ehelichen Güterstand. In der Zugewinngemeinschaft werden bei der Vermögensaufteilung in aller Regel nur Werte betrachtet, die während der Ehezeit hinzugewonnen wurden. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um die Behandlung einzelner Vermögen bei Scheidung zu prüfen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  42. Was passiert, wenn ein Ehepartner nach gerichtlicher Anweisung Hausratsgegenstände als Alleineigentum zugesprochen bekommt, sie aber nach Abholung zur Entsorgung auf den Schrottplatz bringt? Hausratsgegenstände dürfen nicht rausgegeben werden, um sie in einer Lagerhalle unterzustellen.

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      mit Alleineigentum kann der Eigentümer verfahren, wie es ihm beliebt. Wenden Sie sich ggf. an Ihren Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  43. Hallo, die Mieteinnahme. Folgender Fall: Ehelleute leben seit Januar 2016 in Trennung im Doppelhaus. Ehemann in Trennung ist Vermieter und vermietet seine im notariell zugesprochene Haus-Hälfte. In Absprache mit der Nochfrau geht die Mieteinnahme auf das Konto der NochFrau(Ihre Bankverbindung ist im Mietvertrag eingetragen), da diese sämtliche Nebenkosten für das Doppelhaus alleine zahlt und den Anteil der Kaltmiete für ca. 1,5 Jahre als Tilgung für Scheidungskosten, Notarkosten ect. verwenden soll (mündliche Vereinbarung). Dafür wohnt der getrennte Mann noch in der Hälfte der Noch-Frau bis das Mietverhältnis beendet ist und der Exmann dort einziehen kann. Nun ist alles bezahlt, die Scheidung wenige Monate her und die vermietete Hälfte plötzlich frei geworden. Das Mietverhältnis ist also beendet und der geschiedene Exmann zieht in die ehemals vermietete Haushälfte. Jetzt fordert er genau die Summe der Kaltmiete zurück für den Zeitraum der er getrennt im HausTeil der Exfrau gelebt hat, also für 15 Monate. Bei der Scheidung war keine Rede davon, er hat es 15 Monate so gewollt und und jetzt plötzlich wittert er Geld und will von alldem nix mehr wissen. Er sagt, da er Vermieter sei und nicht ich , gehöre mir das Geld garnicht und ich müsse ich ihm zumindest die Kaltmiete wieder auszahlen. Da es ca. 5.000 Euro sind, ist es für mich garnicht machbar. Von der Absprache will er auch nix mehr wissen. Wie ist das gesetzlich zu sehen?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Viola,

      da es sich um eine mündliche Vereinbarung handelte, wird es schwierig, dies zu beweisen. Wenden Sie sich an einen Anwalt, der dies überprüft.

      Ihr Scheidung.org-Team

  44. Wolfgang says:

    Hallo, meine Frau (damals noch Freundin) ist 2008 zu mir in meine Wohnung gezogen, wir haben dann zu ihrem Einzug kleinere Renovierungsarbeiten vergenommen (neue Badfliesen,neue Wandfarbe im Schlafzimmer,Unterschranklampen in der Küche eingebaut),wo Sie damals besorgt und gezahlt hat. Nun haben wir uns Getrennt und Sie ist ausgezogen und möchte von mir das Geld dafür zurück haben. Muss ich Ihr den damaligen Neupreis zurück geben,oder nur einen Teil,oder ist das bereits abgeschrieben? Kann mir wer einen Rat geben?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Wolfgang,

      das richtet sich danach, welche wirksame Vereinbarung Sie derzeit für den Fall der Trennung getroffen haben. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um den Sachverhalt genauer unter die Lupe zu nehmen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  45. Hallo,
    ich besitze seit dem Tod meines Vaters 1990 die Hälfte meines Elternhauses. Die andere Hölfte meine Mutter. Unser Notar sagt, dass dies in unserer Scheidungsfolgevereinbarung gelistet werden muss. Die Heirat war 2008.

    Er verlangt den Brandversicherungswert des Hauses und meint, dass dies der Form halber als Altvermögen außerhalb des Zugewinns gelistet werden muss. Meiner Meinung nach ist die Aufnahme irrelevant, da die Haushälfte so oder so mir gehört und nicht aufgeteilt wird.

    Durch die Listung in der Vereinbarung steigt mein Vermögen somit erheblich und damit auch die Gebühren des Notars.

    Mein RA arbeitet mit dem Notar zusammen und hält das für erforderlich.
    Sehe ich das falsch, oder werde ich hier vom Notar unnötig ausgepresst?

    Viele Grüße

    Klaus

    • Scheidung.org says:

      Hallo Klaus,

      wir sind nicht befugt, Rechtsberatung zu erteilen. Haben Sie Zweifel an dem Vorgehen von Anwalt und Notar, holen Sie ggf. eine Zweitmeinung bei einem anderen Rechtsbeistand ein.

      Ihr Scheidung.org-Team

  46. Hallo.
    Meine noch Frau behält alles unter Verschluss, so daß ich an nichts rankomme.
    Ich hab mich im Februar getrennt.
    Möchte jetzt mein Boot, Wohnwagen und Werkzeug haben.
    Sie lässt mich aber nicht mehr ins Eigenheim und Grundstück. Gehört uns beiden.
    Was kann ich machen um diese Gegenstände zu bekommen.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Jörg,

      wenden Sie sich an einen Anwalt, um ggf. die Herausgabe auf dem rechtlichen Weg durchzusetzen. Dieser kann Ihnen auch weitere Schritte im Zuge der Trennung und Scheidung erläutern.

      Ihr Scheidung.org-Team

  47. Trennung von meinem Mann nach 33 Jahren Ehe. Er sagt, er will „nur das Auto Wert 12.000 Euro und den Fernseher Wert 2000 Euro oder er lässt es mir und ich soll ihm dann die Hälfte derWerte auszahlen. Den Rest des Haushaltes braucht er nicht. Der Haushalt Möbel und restl. Geräte sind schon alt und haben keinen großen Wert mehr. Frage :kann er e das von mir verlangen? Wie kann ich mich richtig verhalten? Müsste mir ein Auto kaufen. Alles wurde während der Ehe angeschafft.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Conny,

      der Hausrat ist bei einer Scheidung zu teilen. Wem das Auto zusteht, lässt sich pauschal nicht beantworten. Hier kommt es beispielsweise darauf an, ob es sich um einen Familienwagen handelt. Sofern Sie Ihrem Mann Wertgegenstände zugestehen, können Sie einen entsprechenden Ausgleich verlangen.
      Wenden Sie sich an einen Anwalt, der Sie beraten kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

  48. Christian says:

    Hallo,

    meine Frau hat vor 20 Jahren ein erhebliches Erbe angenommen, von dem bei unserem Kennenlernen nur noch ein Bruchteil existent war. Sie hat vorehelich einen kleinen vierstelligen Betrag für den Kauf eines gemeinsamen Schlafzimmers davon verwendet, jetzt, in der Trennung, besteht sie auf die privligierte Verrechnung dieses Betrages beim Zugewinnausgleich. Meinem Verständnis nach gilt das doch aber nur für geerbte Beträge während der Ehe, oder täusch ich mich da?

    Ein Ja, Nein auf die Frage mit dem Täuschen wäre schon klasse, danke! 🙂

    • Scheidung.org says:

      Hallo Christian,

      ein Erbe zählt immer zum Anfangsvermögen, egal ob es vor oder während der Ehe hinzukam.

      Ihr Scheidung.org-Team

  49. Hallo! Was ist denn wenn einer die Wohnung während der Abwesenheit des Ehepartners ausgeräumt und an sich nur wertloses „Zeug“ zurück gelassen hat? Was kann man da tun?

    Dankeschön

    • Scheidung.org says:

      Hallo Sara,

      es besteht u. a. die Möglichkeit, Strafanzeige zu stellen. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um die einzelnen Varianten in Ihrem Fall durchzuspielen (auch bezüglich des Kostenfaktors).

      Ihr Scheidung.org-Team

  50. Hallo,
    ich habe mal unverbindlich die Frage, was ist mit Möbeln die nach einer Trennung angeschafft wurden, fallen die in den Zugwinn?
    Bin getrennt, Mann ausgezogen und kauft neue Möbel für sich und seine neue, sind aber noch lange ncht geschieden.
    Gruss Anke

    • Scheidung.org says:

      Hallo Anke,

      in den Zugewinnausgleich fallen in aller Regel alle Vermögensmassen, die bis zum Zeitpunkt der Rechtshängigkeit der Scheidung erwirtschaftete wurden. Wenden Sie sich für eine umfassende Beratung an einen Rechtsanwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  51. Dominik L. says:

    Meine Lebensgefährtin hat sich von mir getrennt. Ich habe ein Annäherungsverbot, habe aber noch meine Sachen in der Wohnung und im Keller stehen.
    Ich habe die Anwältin meiner ehemaligen Lebensgefährtin gebeten, das ich in Beisein einer Familienhilfe meine Sachen abholen möchte, damit kein Kontakt zustande kommt. Die Anwältin oder meine ehemalige Lebensgefährtin möchte das aber nicht. Wie soll ich an meine Sachen kommen? Ich habe niemanden der die Dinge abholen kann.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Dominik,

      wenden Sie sich an einen Anwalt, der Sie in dieser Sache vertritt. Ggf. kann dieser mit Ihnen zu der Wohnung fahren.

      Ihr Scheidung.org-Team

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