Trennungsunterhalt – Wenn die Ehegatten auseinander gehen

Geht es um den Ehegattenunterhalt, ist zwischen dem Trennungsunterhalt und dem nachehelichen Unterhalt (Geschiedenenunterhalt, Scheidungsunterhalt) zu differenzieren. Trennungsunterhalt kann für die Zeit von der Trennung bis zum Eintritt der Rechtskraft der Scheidung gefordert werden. Demgegenüber entsteht der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt ab dem Eintritt der der Rechtskraft der Scheidung. Trennungsunterhalt nach der Scheidung gibt es also nicht. Sowohl der Anspruch auf Trennungsunterhalt als auch der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt müssen gesondert geltend gemacht werden. Dieser Artikel behandelt den Unterhalt nach einer Trennung, also den Ehegattenunterhalt im Trennungsjahr.

Das sind die Voraussetzungen für den Trennungsunterhalt

Sind die Ehegatten getrennt lebend, kann Unterhalt vom anderen Ehegatten in angemessener Höhe verlangt werden, wobei die Lebensverhältnisse sowie die Erwerbs- und Vermögensverhältnisse der Ehegatten maßgeblich sind, § 1361 Abs. 1 Satz 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB).

Für den Trennungsunterhalt müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Für den Trennungsunterhalt müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Damit hat der Trennungsunterhalt folgende Voraussetzungen:

  • Bestand einer Ehe
  • Getrenntleben der Ehegatten im Sinne des § 1567 BGB, wonach keine häusliche Gemeinschaft zwischen den Eheleuten bestehen darf und zumindest ein Ehegatte diese auch nicht mehr herstellen möchte. Dabei kann die Trennung laut Familienrecht auch innerhalb der gleichen Wohnung erfolgen, sofern eine Trennung in sämtlichen Lebensbereichen erfolgt
  • Leistungsfähigkeit des höher bzw. alleine verdienenden Ehegatten, wobei die Leistungsfähigkeit durch den Selbstbehalt in Höhe von 1.200 Euro monatlich begrenzt ist

Wann kein Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht

Es besteht keine Möglichkeit, den Trennungsunterhalt zu beantragen, wenn

  • beide Ehegatten keine Kinder haben und das von ihnen erzielte Einkommen etwa gleich hoch ist oder
  • die Ehepartner nur wenige Wochen zusammengelebt haben, da hier das höhere Einkommen eines Ehegatten die ehelichen Lebensverhältnisse noch nicht geprägt hat

Trennungsjahr: Unterhaltsberechtigter muss nicht arbeiten gehen

Anders als beim nachehelichen Unterhalt bzw. Scheidungsunterhalt, bei dem der Grundsatz der Eigenverantwortung gilt, braucht der während der Ehe nicht erwerbstätige Unterhaltsberechtigte zunächst grundsätzlich keiner (zusätzlichen) Arbeit nachzugehen. Denn der Berechtigte muss nach § 1361 Abs. 2 BGB seinen Unterhalt durch eine Erwerbstätigkeit nur dann selbst verdienen, wenn dies nach seinen persönlichen Verhältnissen und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Eheleute erwartet werden kann. Dabei gehört zu den persönlichen Verhältnissen insbesondere die frühere Ausübung einer Erwerbstätigkeit unter Berücksichtigung der Ehedauer.

Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht während des Trennungsjahres.

Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht während des Trennungsjahres.

Während des Trennungsjahres kann daher vom während der Ehe nicht erwerbstätigen Ehegatten grundsätzlich keine Erwerbsausübung verlangt werden. Ebenso braucht der während der Ehe nur teilzeitbeschäftigte Partner im Trennungsjahr keine Vollzeitstelle anzutreten. Denn während des Trennungsjahres soll der bisherige Status der Ehegatten aufrecht erhalten bleiben, zumal dieser Zeitraum auch für eine mögliche Versöhnung gedacht ist.

Erst nach Ablauf des Trennungsjahres beginnt regelmäßig die Verpflichtung des Berechtigten, seinen Lebensunterhalt selber zu finanzieren und sich vom Unterhalt im Trennungsjahr zu lösen. Entscheidend sind jedoch die Umstände des Einzelfalls. Bei erheblichen ehebedingten Nachteilen, bei Ehen von langer Dauer sowie höheres Lebensalter und Krankheit kommt auch über das Trennungsjahr hinaus Unterhalt in Betracht. Insbesondere haben Ehegatten, die nach der Trennung ein gemeinsames oder aus einer anderen Beziehung stammendes Kind versorgen, während der ersten drei Lebensjahre des Kindes keine Erwerbspflicht.

Umgekehrt dürfte nach Ablauf des Trennungsjahres generell oder nur in geringerer Höhe ein Anspruch auf Trennungsunterhalt bestehen, wenn nach Alter, Beruf und familiärer Situation (keine Kinder oder Kinder über 15 Jahre) die Ausübung einer Erwerbstätigkeit möglich ist. Dies kommt sogar vor dem Ende des Trennungsjahres in Betracht, wenn die Ehe kein Jahr gedauert, aus ihr keine Kinder hervorgegangen sind und der Unterhaltsbegehrende ein Lebensalter von unter 30 Jahren hat.

Wie der Unterhalt im Trennungsjahr aussieht

Der Trennungsunterhalt richtet sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen im Zeitpunkt der Trennung, also insbesondere dem diese Verhältnisse prägenden Einkommen. Gelder, die für andere Zwecke verwendet wurden (etwa Vermögensbildung), sind nicht prägend und daher nicht zu berücksichtigen.

Dabei gehören zum Trennungsunterhalt unter der Voraussetzung einer entsprechenden Leistungsfähigkeit des Pflichtigen

  • der Elementarunterhalt
  • ggf. die Kosten einer Kranken- und Pflegeversicherung, sofern die Ehefrau über den Ehemann nicht mitversichert ist (während der Trennung ist die Ehefrau in der gesetzlichen Krankenversicherung jedoch regelmäßig über ihren Ehemann mitversichert, sofern sie keine eigene sozialversicherungspflichtige Erwerbsaustätigkeit ausübt)
  • ggf. allgemeiner Mehrbedarf, etwa die Kosten einer angemessenen Schul- und Berufsausbildung, Fortbildung oder Umschulung oder aber wegen Krankheit
  • ggf. trennungsbedingter Mehrbedarf, also durch die Trennung entstehende Kosten wie etwa für den Umzug oder die neue Wohnungseinrichtung
  • sogenannter Vorsorgeunterhalt für Alterssicherung und Erwerbsunfähigkeitsversicherung ab der Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags (der Zustellung des Scheidungsantrags an den anderen Ehegatten) bis zur Rechtskraft der Scheidung

So wird der Trennungsunterhalt berechnet

Nach den Richtlinien zur Düsseldorfer Tabelle bzw. den Unterhaltsrechtlichen Leitlinien der Familiensenate in Süddeutschland (SüdL) beträgt die Höhe des Trennungsunterhalts

  • 3/7 bzw. 45% des bereinigten Nettoeinkommens aus der Erwerbstätigkeit des früheren anderen Ehegatten, sofern der geschiedene Ehegatte nicht erwerbstätig ist
  • 3/7 bzw. 45% aus der Differenz des bereinigten Nettoeinkommens aus der Erwerbstätigkeit des früheren anderen Ehegatten zum bereinigten Nettoeinkommens aus der Erwerbstätigkeit des unterhaltsberechtigten Ehegatten, sofern letzterer erwerbstätig ist
  • aus allen anderen Einkünften (etwa Vermietung, Verpachtung oder Vermögenserträge) die Hälfte

Einzelheiten hierzu erfahren Sie Sie im Artikel Ehegatten und Trennungsunterhalt berechnen.

Anders als beim nachehelichen Unterhalt kann auf den Trennungsunterhalt nicht verzichtet werden. In einem Ehevertrag oder in einer Trennungs- und Scheidungsvereinbarungen sind daher nur Regelungen möglich, die die Zahlungsweisen betreffen und/oder den Anspruch um maximal bis zu 1/5 bis 1/3 beschränken.

Der Trennungsunterhalt wird allerdings durch die Leistungsfähigkeit des unterhaltspflichtigen Ehegatten begrenzt. Dazu gehört insbesondere der Selbstbehalt (Eigenbedarf), der dem Pflichtigen verbleiben muss, damit dieser seine eigene Lebensgrundlage finanzieren kann. Der Selbstbehalt beläuft sich gegenüber dem unterhaltsberechtigten Ehegatten auf 1.200 Euro, unabhängig davon, ob der Pflichtige einer Erwerbstätigkeit nachgeht oder nicht (Anmerkungen B IV zur Düsseldorfer Tabelle, Stand: 01.01.2016).

Wann der Anspruch auf Trennungsunterhalt endet

Der Anspruch auf Trennungsunterhalt endet z.B. wenn die Eheleute wieder zueinander finden.

Der Anspruch auf Trennungsunterhalt endet z.B. wenn die Eheleute wieder zueinander finden.

Der Anspruch auf Unterhalt nach der Trennung entfällt

  • mit Rechtskraft der Scheidung, wobei ein ggf. sich daran anschließender Anspruch auf nachehelichen Unterhalt gesondert geltend gemacht werden muss
  • mit der Versöhnung der Ehegatten, sofern diese ernsthalt ist und die Eheleute wieder zusammenziehen
  • bei längerer Trennungszeit, wenn Erwerbsobliegenheit geboten ist, der Anspruchsteller dieser aber mutwillig nicht nachkommt
  • im Falle der Verwirkung aufgrund einer der Gründe des § 1371 Abs. 3 in Verbindung mit § 1579 Nr. 2 bis 8 BGB

Das ist sonst noch beim Trennungsunterhalt zu beachten

Trennungsgeld und Scheidung – diese Punkte sollten ebenfalls beachtet werden:

Geltendmachung

Um Trennungsgeld zu beantragen, muss dieses vom Ehegatten verlangt werden. Der Ehepartner sollte daher aus Beweisgründen schriftlich zur Zahlung aufgefordert werden, ggf. unter Einschaltung eines Rechtsanwalts.

Fordert der Unterhaltsberechtigte selber den Pflichtigen zur Zahlung auf, ist darauf zu achten, dass auch der Zugang des Aufforderungsschreibens bewiesen werden kann. Da der einfache Postbrief, das Einschreiben per Rückschein und das Einwurfeinschreiben ihre Tücken haben, sollte das Aufforderungsschreiben für den Trennungsunterhalt von einem Boten in den Hausbriefkasten des Unterhaltspflichtigen eingeworfen werden. Damit gilt das Schreiben als zugegangen, was der Bote im Streitfall bezeugen kann. Ist der Trennungsunterhalt aufgrund der Scheidung weggefallen und soll danach nachehelicher Unterhalt geltend gemacht werden, muss auch hier sowohl die Zahlungsaufforderung als auch deren Zugang bewiesen werden können.

Unterhalt für die Vergangenheit

Trennungsunterhalt für die Vergangenheit kann nur gefordert werden, sofern der unterhaltspflichtige Ehegatte in Verzug gesetzt wurde, also zu Unterhaltszahlungen ab einem bestimmten Zeitpunkt aufgefordert wurde. Dies gilt aber nur für den rückständigen Unterhalt von bis zu einem Jahr.

Daneben kann für die Vergangenheit ab Zustellung der Unterhaltsklage oder ab dem Zeitpunkt verlangt werden, der in einem bereits vorhandenen Urteil bzw. Beschluss, einem gerichtlichen Vergleich oder einer notariellen Vereinbarung vorgesehen ist.

Unterhaltsansprüche sollten daher generell möglichst zeitnah geltend gemacht werden.

Zahlung unter Vorbehalt der Rückforderung

Stellt sich später heraus, dass zu viel Trennungsunterhalt geleistet wurde, kann der überzahlte Betrag in aller Regel nicht zurückgefordert werden. Der Pflichtige sollte sich dennoch nicht dazu hinreißen lassen, bei der Überweisung des Unterhalts auf dem Überweisungsträger unter Verwendungszweck die Formulierung aufnehmen: „Zahlung unter Vorbehalt der Rückforderung“. Auch in diesem Fall kann der zu viel gezahlte Trennungsunterhalt nicht automatisch zurückverlangt werden.

Dies ist immer nur dann zulässig, wenn

  • es sich um eine unrechtmäßige Bereicherung handelte, der Zahlungsempfänger also dem Grunde nach gar keinen Anspruch auf die Unterhalt hatte (§ 812 BGB)
  • wenn die erhaltenen Zahlungen nicht ausgegeben wurden (§ 818 BGB)
Viel schlimmer noch: Durch diese Formulierung gibt der Unterhaltsschuldner zu verstehen, dass er den Unterhaltsanspruch nicht anerkennt. Damit kann er grundsätzlich auch auf Leistung des Unterhalts verklagt werden, obwohl er ihn eigentlich schon die ganze Zeit leistet. Sehen Sie daher von etwaigen Formeln besser ab.

Comments

  1. Frage: was hat es mit dem Begriff der relativen Sättigungsgrenze auf sich; Mir hat ein Bekannter gesagt, dass hier eine Begrenzung des Trennungsgeldes nach oben hin möglich ist;Gibt es dafür ein abgestimmtes Vorgehen , diese Sättigungsgrenze zu bestimmen?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Thomas,

      eine Sättigungsgrenze beschreibt, dass der zu zahlende Unterhalt nicht über dem Wert liegen kann, der von einem Ehegatten sinnvollerweise ausgegeben werden kann. Unterhaltsleistungen sollen nicht dazu verwandt werden, um Vermögen anzusparen, sondern vor allem Lebenshaltungskosten und den Lebensstandard weitestgehend aufrecht zu erhalten. Der monatliche Bedarf des Unterhaltsberechtigten ist dabei anzusetzen.

      Ihr Scheidung.org-Team

    • Gerald S. says:

      Frage:
      Meine Frau und ich leben getrennt. Sie mit den beiden volljährigen Kindern in dem Haus das wir zusammen vor 26 Jahren gebaut haben. Sie steht allein im Grundbuch, da sie dad Grundstück geerbt hat. Ich habe die Schulden jeden Monat bezahlt.
      Für Tochter die gerade Abi macht, weden ca 400€ Unterhalt gefordert. Das ist ok.
      Für Sie jedoch sind ca. 750€ Trennungsunterhalt gefordert. Sie hat einen Minijob und ist 48 Jahre alt. Ist das nicht zu viel? Verdiene ca.2500€ netto.Habe selbst noch Kosten, Miete, KFZ, Versicherungen…ca. 850 € im Monat. Sie behält das Haus. Sohn der voll Berufstätig ist, zahlt 300 € Kostgeld im Monat. Befürchte aber das sie ihm das Haus überschreibt damit er die Restschuld, ca.35000€ übernimmt.
      Aber der Trennungsunterhalt scheint mir viel zu hoch und eigentlich auch fraglich!
      Da bleibt mir ja kaum was übrig!

      • Scheidung.org says:

        Hallo Gerald,

        der Trennungsunterhalt bemisst sich nach den ehelichen Verhältnissen. Dabei hat der Ehegatte mit dem geringeren Einkommen häufig einen Anspruch auf 3/7 der Differenz aus beiden (bereinigten) Einkommen. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um die Ansprüche Ihrer Ehefrau prüfen zu lassen.

        Ihr Scheidung.org-Team

    • Silvia says:

      Seit Ende Juni 2017 ist mein Ehemann ausgezogen. Ich bewohne unser zur Miete zahlendes Haus mit meiner Tochter 19 Jahre. Wir haben uns geeinigt das gemeinsame Konto weiterzuführen die bessere Steuerklasse hat er und ich die schlechtere. Ein Umzug aus dem Haus ist geplant, allerdings ist dann schon fast ein Jahr die räumliche Trennung von Tisch und Bett herum. Verliere ich meinen Trennungsunterhalt wenn das eine Jahr Trennung vorüber ist und dann die Scheidung eingereicht wird? Bisher läuft ja alles weiter bis darauf das wir nicht mehr gemeinsam wohnen. Denn gerade dann wenn der Umzug ansteht bin ich ja erstmal auf den Trennungsunterhalt für mich angewiesen. Bis heute sind wir 23 Jahre verheiratet und getrennt als Paar seit Herbst 2015, aber ohne wirtschaftliche Trennung.

      • Scheidung.org says:

        Hallo Silvia,

        nicht erst die räumliche Trennung entscheidet über den Zeitpunkt der Trennung als Paar.

        Der Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht in der Regel für die gesamte Dauer. Ab dem zweiten Trennungsjahr kann jedoch die Erwerbsobliegenheit des Unterhaltsberechtigten wieder in Kraft treten. Aber auch nach der rechtskräftigen Scheidung kann ein Unterhaltsanspruch bestehen bleiben. Ausschlaggebend ist das Vorliegen eines der Unterhaltstatbestände (u. a. Erwerbslosigkeit). Wenden Sie sich bitte an einen Anwalt, um sich umfassend über die Scheidungs- und Trennungsfolgen beraten zu lassen.

        Ihr Scheidung.org-Team

  2. Nicole says:

    Hallo
    Aufgrund das mein Noch Ehemann Schulden hat weigert er sich zu bezahlen ist das denn Rechtens, ich kann doch nichts dafür das er Schulden gemacht hat!
    Er verdient nicht schlecht sodas er das doppelte des Eigenbedarfs hat.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Nicole,

      die Schuldenlast ist in der Regel für das bereinigte Nettoeinkommen heranzuziehen. Liegt das Einkommen dann unterhalb des Selbstbehalts, kann die Unterhaltszahlung ausbleiben.

      Ihr Scheidung.org-Team

  3. Dominik says:

    Meine Frau hat sich aus heiterem Himmel vor fünf Monaten von mir getrennt und ist vor drei Monaten ausgezogen. Wir leben in Gütertrennung. Sie verdient wesentlich mehr (Mieteinnahmen aus geerbten Immobilien) und kommt weiterhin für alle Kosten für Haus, Kinder und Lebensmittel auf.
    Ich habe, da ich Bedenken wegen möglicher Sorgerechtsstreitigkeinen hatte, keinen Trennungsunterhalt gefordert. Ich möchte das aber jetzt tun. Der Unterhalt liegt vorraussichtlich wesentlich über dem, was sie momentan für Haus, Kinder etc. ausgibt. Was gilt es zu beachten auch hinsichtlich des Trennungszeitpunktes?
    Vermutlich wird sie als Druckmittel anbringen, dass sie,sollte ich auf meiner Forderung beharren, die Kinder zu sich nimmt, (momentan kommt sie mehrmals die Wochen um die Kinder zu besuchen). Was muss ich hier beachten?

    Vielen Dank

    • scheidung.org says:

      Hallo Dominik,

      es ist ratsam, dass sich beide Parteien zusammensetzen und eine gemeinsame Lösung finden. Hier kann eine Mediation sinnvoll sein, über die sie hier mehr erfahren können. Desweiteren bleibt Ihnen nur der Gang zum Anwalt, welcher Ihnen konkrete Rechtsfragen beantworten kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

  4. Ahmet says:

    Hallo,
    was passiert, wenn man sich nicht scheiden läßt, schon seit Jahren getrennt lebt nun aber die Ehefrau einen Antag auf Unterhalt beim Familiengericht gestellt hat. Hat Sie recht ? Muss der Ehemann UNterhalt zahlen, wenn er leistungsfähig ist ? Nehmen wir an, das bereinigte Nettoeinkommen beträgt 1200,-€ was passiert nun ?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Ahmet,

      es kann durchaus der Anspruch auf Trennungsunterhalt bestehen. Der Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen liegt derzeit bei 1.200 Euro. Unterhaltszahlungen können diesen in der Regel nicht unterschreiten. Lassen Sie sich ggf. anwaltlich beraten.

      Ihr Scheidung.org-Team

  5. Nguyen - Stammeier says:

    Ich habe kein Komentar, sondern auch eine Frage. Ich werde dem Scheidungsteam sehr dankbar, wenn Sie mir diese Frage entgegennimmt. Meine Frage lautet: Ich bin seit mehr als 12 Jahre mit meinem Mann verheiratet. Wir leben fast nur von seiner Rente, die z.Z. 1.600, – Euro beträgt. Ich bin Hausfrau und verdient aus Gelegenheitsjob geringfügig und unregelmäßig. Seit 4 Monaten leben wir getrennt, in verschiedenen Regionen. Die ersten 2 Monate ( April und Mai) hat er mir noch ein paar hundert Euro auf unseren gemeinsamen Konto übriggelasen, als Unterhaltszahlung. Im Juni ist er unterwegs mit seinem Boot und beauftragte seiner Tochter in Nürnberg alle, was ihm betrifft, zu erledigen. Die Tochter ist im July zum Anwalt gegangen und ein Schreiben machen lassen. Aus diesem Schreiben geht hervor, dass mein Mann ab July keine Unterhaltszahlung mir gegenüber zu leisten mehr braucht. Was soll ich jetzt tun ? Denn nach meinem Kenntnisstand, ich habe den Anspruch auf Unterhaltszahlung während der Trennungszeit, mindestens 400,- Euro monatlich (1.600 – 1.200 Selbstbehalt = 400,- Euro). Genügt es, wenn ich ihm eine Zahlungsaufforderung schriftlich schicke oder soll ich einen Anwalt einschalten ?

    • scheidung.org says:

      Hallo Nguyen – Stammeier,

      Sie können auch ohne Anwalt Anspruch auf Trennungsunterhalt erheben. Wir raten Ihnen jedoch zusätzlich, einen Anwalt einzuschalten, um weitere Schritte zu besprechen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  6. Stefan says:

    Hallo,
    Meine Frau und ich leben getrennt. Sie wohnt mit den Kindern weiterhin im Haus, das uns auch weiterhin gemeinsam gehört. Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich für meine Hälfte des Hauses eine anteilige Miete von ihr bekomme, die mit dem Unterhalt gegengerechnet werden soll.
    Muss ich diese Miete beim Finanzamt als Einnahme angeben oder kann ich sie direkt mit dem Unterhalt verrechnen, sozusagen als Unterhalt in Form von Wohnrecht, sodass mir keine steuerrelevanten Einkünfte dadurch entstünden?
    Danke schon mal für Ihre Antwort!
    Stefan

    • scheidung.org says:

      Hallo Stefan,

      inwieweit Sie den Barunterhalt mit Naturalunterhalt (in diesem Fall Wohnraum) verrechnen können, kann nicht von uns ermessen werden. Da zusätzliches Einkommen jedoch die Unterhaltsansprüche beeinflussen kann, sollten Sie Regelungen zum Kindesunterhalt zuvor mit einem Anwalt besprechen. Verrechnungen auf eigene Faust bieten ihnen keine Rechtssicherheit.

      Ihr Scheidung.org-Team

  7. Nguyen - Stammeier says:

    Mein Mann und ich sind seit 6 Monate getrennt. Das bisherige Zusammenleben wurde hauptsächlich durch die Rente meines Mannes bestreicht. Seine Rente beträgt 1.600,- Euro. Wie hoch muss er mir während der Trennungszeit leisten ?
    Für Ihr Entgegenkommen möchte ich mich im Voraus bedanken !
    Nguyen – Stammeier

    • scheidung.org says:

      Hallo Nguyen – Stammeier,

      wir können und dürfen keine Unterhaltsberechnungen anstellen. Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Frage an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  8. Hallo,
    Ich habe eine Frage zum Trennungsjahr. Ab wann / welchem Zeitpunkt fängt es an?
    Ich bin aus unserem Haus ausgezogen um mich von meinen Schwiegereltern zu trennen, die mit im Haus leben. Mein Mann ist sehr abhängig von seinen Eltern, die sehr dominant und bestimmend sind. Wir haben uns bis Juni dieses Jahres regelmäßig gesehen und / oder telefoniert. Ich habe bisher nur einen 2. Wohnsitz angemeldet und auch keine Steuerklassen Änderung beantragt. Auch besitzen wir noch ein gemeinsames Girokonto. Jetzt sehe ich aber keine gemeinsame Zukunft mehr für uns so, dass ich mich trennen möchte. Könnt ihr mir Auskunft geben? Ab wann zählt die Zeit für das Trennungsjahr?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Rena,

      in aller Regel ist ein Nachweis über das genaue Trennungsdatum sinnvoll. Spätestens ab Auszug und Trennung aller gemeinsamen Grundlagen kann die Trennung als vollzogen gelten. Ein gemeinsames Konto kann diesem Vorhaben jedoch im Wege stehen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  9. Karsten says:

    Ich frage mich, wie sich das Trennungsgeld berechnet, wenn die Frau, die durch einen festen Teilzeitjob und Aufwandsausgleich für Vereinstätigkeit über Jahre hinweg etwa 1000€ netto verdient hat, während der Mann ca. 3500 netto beigesteuert hat. Jetzt will die Frau unbedingt die Scheidung mit einem größeren Ortswechsel und dadurch bedingt fallen die 1000€ weg, da sie zwangsläufig kündigen muss. Ist das nicht eine mutwillige Belastung des Ehepartners? Muss der den plötzlichen Freiheitsdrang des Partners voll finanzieren?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Karsten,

      generell besteht ein Anspruch auf Trennungsunterhalt. Wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt, um zu ergründen, wie sich die Konstellation in Ihrem besonderen Fall sich auf die Höhe des Anspruchs Ihrer Ehegattin auswirken kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

  10. Hallo!
    Werden bei der Berechnung der Unterhaltsansprüche die monatlichen Raten für mein Haus miteinbezogen oder fällt dieses unter den Selbstbehalt?
    LG

    • scheidung.org says:

      Hallo Kathy,

      bei der Bereinigung des Nettoeinkommens können auch bestimmte Kredite berücksichtigt werden. Ob Ihre Immobilie davon betroffen ist, können wir nicht beurteilen. Beim Gespräch mit einem Anwalt, können Sie Details ausbreiten und eine Antwort erhalten.

      Ihr Scheidung.org-Team

  11. Hallo,
    ich lebe seit einem Jahr von meinem Mann getrennt. Ich habe auch bisher Trennungsunterhalt von ihm erhalten. Nun ist er der Meinung, dass er beruflich kürzer treten müsste, angeblich, um ein drohendes Burnout zu vermeiden. Er hat bisher immer voll gearbeitet und hat sich jetzt mit der Arbeitszeit 5 Stunden heruntersetzten lassen. Da er nun auch deutlich weniger verdient, bekomme ich keinen Trennungsunterhalt mehr. Wir haben zusammen zwei Kinder, die bei mir leben. Ich bin selbst auch berufstätig. Geht es, dass er einfach so von sich aus mit der AZ heruntergeht, wenn es solche Auswirkungen auf die Unterhaltszahlungen hat? Müsste nicht wenigstens ein Arzt bescheinigen, dass er krank ist oder eine Erkrankung droht?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Silvia,

      der Unterhaltspflichtige hat eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit, insofern kann beispielsweise nicht einfach die Arbeitsstelle gekündigt werden. Sprechen Sie mit einem Anwalt, dieser kann z.B. ein Attest von ihrem Mann einfordern.

      Ihr Scheidung.org-Team

  12. Hallo. Ich habe da auch eine Frage. Meine Frau hat mich vor 10 Monaten für einen anderen verlassen. Sie arbeitet, verdient jedoch deutlich weniger wie ich. Wohnt aber in einem großem Haus mit ihrem neuem Freund der wesentlich mehr verdient wie ich. Es geht ihr da nicht schlecht. Es war bis jetzt alles friedlich. Jetzt jedoch will sie mir einen auswischen und will von mir Trennungsunterhalt. Hat sie da Anspruch darauf und vor allem auch rückgängig. Es sollte noch gesagt werden dass wir eine Tochter habe. Ist aber schon 21 Jahre und bald fertig mit der Ausbildung. Die Tochter ist bei mir gemeldet und wohnt auch bei mir während der Schulwoche. Hat jedoch wegen der großen Entfernung zur Ihrer Arbeitsstelle eine Zweitwohnung bei der wir uns bis jetzt an der Miete zu hälfte beteiligt haben. Ich zahle der Tochter aber nich zusätzlich dazu Kredit für das Auto auf das sie angewiesen ist. Wie auch Versicherung, Autosteuer und Telefon. Also der Betrag mit der ich die Tochter unterstütze ist wesentlich höher als die Unterstützung von der Mutter.
    Wie hoch sind die Chancen daß sie Ansprüche gegen mich erheben kann.
    Vielen Dank im Voraus

    • scheidung.org says:

      Hallo Johann,

      ob Ihre Frau Anspruch auf Trennungsunterhalt hat, können wir nicht beurteilen. Eine Nachzahlung haben Sie jedoch voraussichtlich nicht zu befürchten, wenn sie bisher keine Forderungen gestellt hat. Der Trennungsunterhalt ist erst ab dem Zeitpunkt zu zahlen, da er eingefordert wird. Die finanzielle Unterstützung des gemeinsamen Kindes (über den Kindesunterhalt hinaus), wird bei der Berechnung des Ehegattenunterhaltes jedoch regelmäßig nicht berücksichtigt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  13. Bernadette W. says:

    Hallo,
    wird der Trennungsunterhalt auf Grund der Höhe des Einkommens im letzten Jahr berechnet, auch wenn das Einkommen aktuell viel niedriger ist? In meinem Fall war das Jahreseinkommen aufgrund von Prämienzahlungen sehr hoch, ist für das aktuelle Jahr jedoch nicht so zu erwarten. Ist es vielleicht möglich eine monatliche Zahlweise des Trennungsunterhalts aufgrund der aktuellen Abrechnung zu beantragen?
    Gruß Bernadette

    • scheidung.org says:

      Hallo Bernadette,

      eine Neuberechnung für den Unterhalt ist prinzipiell auf Antrag möglich. Zunächst wird aber das zu erwartende Einkommen herangezogen. Sie werden Sich an einen Anwalt wenden müssen, da nur ein solcher Anträge beim Familiengericht stellen kann. Dieser kann Sie auch eingehend beraten.

      Ihr Scheidung.org-Team

  14. Fuhrmann J. says:

    Lebe in Trennung bzw im Scheidungsjahr. Ich kann und darf aus gesundheitlichen Gründen nur Teilzeit arbeiten gehen und verdiene ca 700€ bis 700€ netto. Mein nochehemann ist vor einer Woche in die Schweiz ausgewandert und verdient dort richtig gutes Geld. Laut seiner Aussage 4800€ brutto. Haben bis dato von Harz IV Aufstockung gelebt. Er hat aus einer früheren Beziehung zwei Kinder ( 11 und 9 Jahre alt ). Er kündigt mir immer wieder an, das er mir für mich keinen Cent geben will. Meine Frage ist nun, wie stehen meine Chancen generell Trennungsunterhalt zu bekommen und wie wird das dann berechnet? Denn das Jobcenter hat mir jetzt erstmal die Gelder zu gemacht. Zur Zeit bin ich auch noch Obdachlos und mit meinem kleinen Gehalt kann ich selbstverständlich keine Wohnung bezahlen.

    • scheidung.org says:

      Hallo Frau Fuhrmann,

      Sie werden einen Anwalt konsultieren müssen, um Ihren Anspruch auf Ehegattenunterhalt durchzusetzten. Prinzipiell steht Ihnen ein solcher offenbar zu, wobei zu prüfen ist, nach welchem Recht Ihre Ehe geschieden wird. Reichen Sie den Scheidungsantrag in Deutschland ein, so wird auch deutsches Recht zur Anwendung kommen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  15. Marie-Jeanne says:

    Hallo…habe eine Frage. Wir sind seit 2013 verheiratet, keine gemeinsamen Kinder, mein Nochmann lebt seit 2011, gemeinsam mit mir in meinem Einfamilienhaus, für dessen Unterhalt ich alleine aufkommen muss (Strom, Wasser, Öl, Versicherungen, Steuern etc.) lediglich beteiligt er sich zu ca. 3/4 an den Kosten zu Lebensmittel. Kann ich nachträglich dazu Zahlungen von ihm verlangen? Oder war das mein Eigenverschulden / Dummheit? Das Geld das er dazu hat, trägt er lieber in Gaststätten oder andere Damen .

    • Scheidung.org says:

      Hallo Marie-Jeanne,

      im Nachhinein lässt sich eine solche Aufrechnung kaum bewerkstelligen. Ein wesentlicher Vorteil ist, sofern Ihr Mann nicht im Grundbuch eingetragen ist, dass ein Anspruch seinerseits auf das Haus dadurch möglicherweise ausgeschlossen ist. Wenden Sie sich an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  16. Wie sieht es mit dem Selbstbehalt aus, wenn beide Rentner sind. Meines Erachtens werden die Renten doch zusammengerechnet und dann geteilt für den Trennungsunterhalt. Greift da der Selbstbehalt überhaupt?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Roswitha,

      Renten werden als Einkommen gewertet. Der Selbstbehalt liegt bei 1.200 Euro monatlich.

      Ihr Scheidung.org-Team

  17. Andreas says:

    Hallo liebes Team,

    wie verhält es sich mit dem Trennungsunterhalt wenn zum Zeitpunkt der Trennung – also dem Beginn des Trennungsjahres – beide Ehepartner etwa gleich viel verdienen, das Einkommen eines der beiden Ehepartner während der Trennung aber erheblich steigt?

    Kann dann der Trennungsunterhalt auch während des bereits laufenden Trennungsjahres beantragt/eingefordert werden?

    Vielen Dank und
    mit freundlichen Grüßen

    • Scheidung.org says:

      Hallo Andreas,

      Trennungsunterhalt kann im Laufe der Trennungszeit eingefordert werden. Wenden Sie sich im Zweifel bitte stets an einen Rechtsanwalt. Dieser kann Sie hinsichtlich der Modalitäten beraten.

      Ihr Scheidung.org-Team

  18. Guenther says:

    Sie schreiben: „Umgekehrt dürfte nach Ablauf des Trennungsjahres generell oder nur in geringerer Höhe ein Anspruch auf Trennungsunterhalt bestehen, wenn nach Alter, Beruf und familiärer Situation (keine Kinder oder Kinder über 15 Jahre) die Ausübung einer Erwerbstätigkeit möglich ist.“ Ist dieses besagte Kindesalter nicht über 13 Jahre?

    • scheidung.org says:

      Hallo Guenther,

      es kann hier keine pauschale Antwort gegeben werden. Unterhaltsfragen sind immer stark einzelfallabhängig. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  19. Guenther says:

    Sie schreiben: „bei Ehen von langer Dauer sowie höheres Lebensalter und Krankheit kommt auch über das Trennungsjahr hinaus Unterhalt in Betracht.“ Welche Dauer in Jahren entspricht „von langer Dauer“ und ab welchem Alter gilt hier „höheres Lebensalter“.
    Vielen Dank.

    • scheidung.org says:

      Hallo Guenther,

      letztlich ist bei Unterhaltsfragen immer der Einzelfall zu betrachten. Erfahrungsgemäß gelten jedoch Ehen von kürzer als drei Jahren als „kurz“. Für den Unterhaltsanspruch wegen Alters spielt oftmals das Renteneintrittsalter eine Rolle.

      Ihr Scheidung.org-Team

  20. Cathrin R. says:

    Hallo,
    Ich habe auch eine Frage.
    Ich bin mit meinen Kindern aus unserem gemeinsamen Haus ausgezogen.
    Jetzt hat mein Mann gesagt, mir steht kein Trennungsunterhalt zu, weil mein Freund sporadisch bei mir übernachtet.
    Er hat eine eigene Wohnung und wir leben nicht zusammen.
    Mein Mann meint aber, schon eine Übernachtung reicht um keinen Trennungsunterhalt zu bekommen. Ist das richtig?
    Vielen Dank

    • scheidung.org says:

      Hallo Cathrin,

      nach Paragraph 1579 Nr. 2 BGB ist eine „verfestigte Lebensgemeinschaft“ des unterhaltfordernden Partners ein Grund zur „Beschränkung oder Versagung“ des Unterhalts. Wann eine solche Lebensgemeinschaft besteht, ist am Einzelfall zu entscheiden. Wenden Sie sich daher an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team.

  21. Guenther says:

    Muss die Miete,Telefon, Strom, Hausratversicherung vom Trennungsgeld bezahlt werden?
    Meine Frau wohnt nun seit über 1 Jahr alleine mit Kind in der gemeinsam angemieteten Wohnung, ich wohne seit dem in einer anderen sehr kleinen Wohnung. Ich zahle seit dem die 2 Mieten plus Nebenkosten und Telefon, Strom, Hausratversicherung usw. Muss meine Frau die Miete für die gemeinsame Wohnung plus die Kosten für e.g. Telefon, Strom Hausratversicherung eigentlich selbst vom Trennungsgeld bezahlen? Vielen Dank für die Antwort.

    • scheidung.org says:

      Hallo Guenther,

      im Trennungsjahr gibt es keine festen Regelungen, Vereinbarungen sollen möglichst einvernehmlich verlaufen. Besprechen Sie die Situation mit Ihrer Frau und im Zweifel mit einem Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  22. Hallo 2 fragen! Spielt es eine Rolle von wem die Trennung ausging? zB bei Fremdgehen(sie)! Und muss mir mein noch angetraute nach 3 Jahren Ehe vorher 14 Jahre zusammen Trennungsgeld bezahlen da sie ja locker das 3 fache von mir verdient und in der Wohnung bleibt und ich erstmal wieder bei meinen Eltern sitze? Und auch noch Schulden habe und mir trotz gutem Einkommen nix eigenes leisten kann zZ!

    • Scheidung.org says:

      Hallo Erich,

      möglicherweise haben Sie Anspruch auf Trennungsunterhalt, ein Anwalt kann Ihnen genaueres sagen und eine Berechnung vornehmen. Von wem die Trennung ausging, spielt in aller Regel keine Rolle.

      Ihr Scheidung.org-Team

  23. Mein Mann hat sich von mir nach 32 Ehejahren getrennt. Ich habe während unserer Ehe nur geringfügig als Dozentin gearbeitet und verdiene ca.500 Euro im Monat , während mein Mann 10 000 Euro verdient. Er hat die gemeinsame Wohnung im April verlassen, die ich nun alleine mit meinen volljährigen aber in Ausbildung befindlichen Kindern Bewohner. Meine Anwältin meint , da sich die Miete auf 1200 Euro beläuft , würde diese auf meinen Unterhalt berechnet und mir Stände kaum mehr weiterer Unterhalt zu. Ist das so richtig ?

    • scheidung.org says:

      Hallo Anett,

      wenn Sie den Aussagen Ihrer Anwältin keinen Glauben schenken, steht es Ihnen frei, eine andere Rechtsvertretung aufzusuchen. Oder lassen Sie sich die Rechtsgrundlage der in Zweifel stehenden Auskünfte erläutern. Wir können hier keine weiteren Ergänzungen machen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  24. Ich habe mal eine Frage zu einem Wiederspruch (?) in dem Text oben; Sie schreiben, …“Gelder, die für andere Zwecke verwendet wurden (etwa Vermögensbildung), sind nicht prägend und daher nicht zu berücksichtigen.“

    Bei der Berechnung schreiben Sie: …“3/7 bzw. 45% aus der Differenz des bereinigten Nettoeinkommens aus der Erwerbstätigkeit des früheren anderen Ehegatten zum bereinigten Nettoeinkommens aus der Erwerbstätigkeit des unterhaltsberechtigten Ehegatten, sofern letzterer erwerbstätig ist“.

    Bedeutet „bereinigtes Nettoeinkommen“, dass dies nur der Anteil am Einkommen ist, der für die gewöhnliche Lebensführung eingesetzt wurde?

    Danke für eine Klarstellung.
    HaPe

  25. Hallo, habe auch eine Frage, wenn ein Trennungstermin vereinbart ist, wie wird der Trennungsunterhalt berechnet? Welches Datum ist maßgeblich? Gilt das Einkommen vor dem Trennungstermin oder während des Trennungsjahres? Und was, wenn ich im Trennungsjahr Einnahmen aus geerbten Wohnungen habe?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Gertrud,

      Bei der Berechnung des Trennungsunterhalt werden die Einnahmen auf beiden Seiten berücksichtigt. Der Unterhaltspflichtige hat 3/7 seines Nettoeinkommens bzw. 3/7 des Differenzeinkommens (wenn beide arbeiten) an den Berechtigten zu zahlen. Maßgeblich ist dabei das festgesetzte Datum der Trennung. Bemessungsgrundlage ist das Einkommen zum Zeitpunkt der Trennung. Ändern sich während des Trennungsjahres die Einkommensverhältnisse, kann eine Anpassung des Unterhalts vorgenommen werden.

      Ihr Scheidung.org-Team

  26. Einen schönen guten Tag!

    Angenommen: Ich habe einen Ehevertrag – Gütertrennung. Ich habe kein Einkommen, meine Frau ca 1500 Euro netto. Wir trennen uns – ich ziehe in eine eigene Wohnung und bekomme plötzlich 5000 Euro pro Monat Gewinnbeteiligung aus einem Unternehmen, in das ich einst investiert habe.
    Muß ich auch hier 3/7+ des Nettoeinkommens dieser Auszahlung als Trennungsunterhalt abgeben oder ist eine Abgabe nichtig, da das Einkommen nicht zu den ehemals ehelichen Verhältnissen zählt?

    Vielen, vielen Dank für Ihre Antwort und Ihre Mühen!

    • Scheidung.org says:

      Hallo Andreas,

      beim Ehegatten- und Trennungsunterhalt sind in aller Regel nur die ehelichen Lebens- und Vermögensverhältnisse ausschlaggebend. Letztlich bedarf es aber in jedem Einzelfall einer gesonderten Prüfung. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Rechtsanwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  27. Alexander says:

    Wie wird beim Trennungsunterhalt der ggf. mietwerte Vorteil verrechnet, wenn der eine Partnern vorerst in der gemeinsamen Eigentumswohnung verbleibt und der andere ausszieht?

    Der Ausgezogene muss Trennungsunterhalt leisten, kann für sich aber den mietwerten Vorteil in Anspruch nehmen. Wie genau sieht hierfür die Bemessung aus?

    LG
    Alex

    • scheidung.org says:

      Hallo Alexander,

      dies ist vom Einzelfall abhängig und kann beispielsweise von Ihrem Anwalt errechnet werden. Die Miete, die für den Berechtigten wegfällt, wird unter Umständen vom Unterhaltsanspruch abgezogen. Hierfür können beispielsweise Mietspiegel der betreffenden Stadt analysiert werden. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  28. einen schönen guten Abend
    meine ,,noch“ Ehefrau lebt seit dem Tag unserer Trennung vor 4 Jahren in einer neuen Lebensgemeinschaft ( gemeinsame Wohnung, gemeinsames Auftreten in der Öffentlichkeit,gemeinsame Urlaube,…..) wegen der bevorstehenden Scheidung fordert sie jetzt Trennungsunterhalt…wird das ,,hohe“ Einkommen Ihres neuen Lebenspartners mit herangezogen bei der Berechnung???

    vielen Dank im voraus für Ihre Antwort

    • scheidung.org says:

      Hallo Micha,

      ob das Einkommen des neuen Lebenspartners bei der Berechnung des Ehegattenunterhalts eine Rolle spielt, ist im Zweifel Ermessenssache des Familiengerichtes. Grundsätzlich ist dies nicht der Fall. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um dies zu besprechen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  29. Hallo, mein Mann hat sich im Februar von mir getrennt und weigert sich bis heute trennungsunterhalt zu zahlen. Zudem haben wir ein gemeinsames Kind (1 Monat) den Unterhalt dafür zahlt er aber. Ich arbeite nicht und bekomme nur vom Job Center Geld.
    Nun meine Frage, muss er mir trennungsunterhalt zahlen bzw. muss er es auch nachzahlen?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Melek,

      Rückwirkend kann der Unterhalt nur eingefordert werden, wenn Sie Ihren Anspruch gegenüber Ihrem Mann auch eingefordert haben. Kontaktieren Sie einen Anwalt, der Ihren Anspruch durchsetzen kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

  30. hallo ich hätt da mal ne frage
    meine frau hat so gut wie nix gearbeitet-seit 2005 kriegt sie gar nix mehr
    ich stämme nu mittlerweilei seit fast 30 jahren alles allein
    muß ich ihr im fall der scheidung unterhalt zahlen?
    danke

    • scheidung.org says:

      Hallo Uwe,

      nach Ihrer Darstellung ist es wahrscheinlich, dass ab dem Zeitpunkt der Trennung ein Unterhaltsanspruch seitens Ihrer Frau besteht.

      Ihr Scheidung.org-Team

  31. Hallo, ich bin unmittelbar vor der Geburt unseres Kindes in das Haus des Vaters eingezogen, obwohl ich eine eigene Wohnung hatte. Er wollte unbedingt, dass ich zu ihm ziehe und meine Sachen aufgebe, weil er ja alles hatte. Kaum war unser Kind auf der Welt, sollten wir beide wieder ausziehen. Ich hatte leider keine Möbel mehr. Ist der Vater dann an der Neuanschaffung für Waschmaschine, Herd, Kühlschrank, Kinderbett usw. als Umzugskosten (Sonderbedarf) zu beteiligen? Die Sachen mussten ja nicht turnusmäßig erneuert werden, sondern weil wir sonst gar nichts gehabt hätten. Danke.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Elena,
      am besten kontaktieren Sie einen Anwalt, der Ihre Situation überprüft und unter Umständen Forderungen an den Vater des Kindes stellen kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

  32. Hallo,

    im Fall einer Trennung ohne künftige Scheidung.
    Bei 25 Ehejahren, die letzten 20 Jahre Alleinverdiener, keine Kinder.
    Klar muss ich Trennungsunterhalt zahlen.
    Aber für immer voll? Oder kann ich doch mal Eigenverantwortung vom Unterhaltsempfänger erwarten? Ab wann?
    LG

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      in aller Regel kommt die Erwerbsobliegenheit des Unterhaltsbedürftigen frühestens nach dem ersten Trennungsjahr zum Tragen, d.h. er muss sich erntshaft darum bemühen, selbst den eigenen Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Krankheit und andere Unterhaltstatbestände können diese Verpflichtung aber aufheben. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um Ihren Fall prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  33. Hallo,
    bin total durcheinander. Jahrelange psychische Belastung haben mich zermürbt, mein Mann hat eine diagnostizierte narzistische Verhaltensstörung. Zusätzlich belastet mich auch die Tatsache, daß er seit längerer Zeit höhere Geldbeträge verschwinden lässt (von seinem Konto ca. 17 000 €) u Nun hat er auch noch einen Neuwagen BMW gelieste (49 000 €) und dafür seinen BMW (Wert 16 800€) in Zahlung gegeben. Das alles ohne mIt mir zu reden oder überhaupt zu informieren. Die Grenze ist erreicht, ich möchte mich trennen! Nun meine Fragen:
    1. Ist er berechtigt, diese Geschäfte ohne meine Einwilligung abzuschließen?
    2. Könnte er die Liesingraten von seinem Einkommen abziehen?(Stichwort bereinigtes Netto)
    3. Er erhält eine Rente wegen Erwerbsfähigkeit, Rente wegen einer Berufskrankheit und Rente aus der Schweiz und regelmäßige Zahlungen von unserem Sohn(Rückzahlung eines privaten Kredites mindestens noch 3 Jahre)
    Zählt das alles zum Einkommen?

    Ergänzung: Entschuldigung, ich meinte Rente wegen ErwerbsUNfähigkeit.

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      ob Ihr Mann Sie über solche Ausgaben informieren muss, richtet sich danach, in welchem Güterstand Sie leben. In einer Zugewinngemeinschaft kann jeder über sein Vermögen frei verfügen. Erst wenn er über sein „Vermögen im Ganzen“ verfügen möchte, benötigt er Ihre Zustimmung. Eine Verfügung im Ganzen liegt vor, wenn Ihrem Ehemann weniger als 10 – 15 % seines Gesamtvermögens bleiben.

      Meist werden beim bereinigten Nettoeinkommen alle regelmäßigen Zahlungen beachtet, allerdings muss dabei das Verhältnis gewahrt bleiben. Ob also die Leasingraten abgezogen werden können, kann Ihnen ein Anwalt sagen.

      Zum Einkommen zählen alle regelmäßigen Zahlungseingänge. Wir können Ihnen raten, sich von einem Anwalt umfassend beraten zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  34. Hallo, ich bin seit Dez. 2014 getrennt und lebe seit Juni 2015 mit meinen beiden Kindern in einer Mietwohnung. Er lebt in seinem Haus, muss also keine Miete bezahlen. Da er selbständig ist hat er für 2015 ein sehr niedriges Einkommen angegeben (angeblich weniger wie ich als Teilzeitkraft). Wir haben noch ein gemeinsames, bisher nicht bewohnbares Haus, für dessen Kredit ich alleine aufkomme und welches er teilweise nutzt (Möbel abstellen, Leitung der Heizung zu seinem Haus gelegt, Stellplätze usw). Die Miete und der Kredit entsprechen meinem Einkommen. Von Unterhalt und Kindergeld leben wir. Eine Aufforderung zur Zahlung des Ehegattenunterhaltes hat er bereits bekommen, weigert sich aber strikt, bzw. hat nicht darauf reagiert. Wie berechnet sich hier der Unterhalt, Wohnwertvorteil usw.

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      wenden Sie sich an einen Anwalt, der Ihnen sagen kann, ob Sie noch Anspruch auf Trennungsunterhalt haben. Dieser besteht regelmäßig nur ein Jahr lang. Sofern Sie einen Anspruch haben, kann Ihnen dieser auch den Unterhalt berechnen und Ihren Anspruch durchsetzen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  35. Hallo, folgenden Fall.
    Frau verdient als 3/4 Kraft 870, -Euro.
    Mann verdient 4600,- Euro und arbeitet 70km weit weg.
    Mann zahlt alle Belastungen von 2450,- Euro.
    Mann zahlt Hausnebenkosten von 360,- Euro.
    Beide sind Hauseigentümer je 50/50.
    Frau zieht aus in eine Wohnung für 600,- Euro.
    Mann bleibt zunächst im Haus und bekommt einen Wohnwertvorteil von 400 Euro angerechnet.
    Trennungsunterhaltsforderung sind 600,- Euro die die Frau erhält.
    Mann zieht nun auch aus und wohnt für 550,- Euro weil es näher (20km statt 70km) zur Arbeitsstelle liegt.
    Im Haus verbleibt das erwachsene Kind, was Vollzeit arbeitet.
    Zwei Fragen:
    Erhält die Frau noch Trennungsunterhalt?
    Gibt es keinen Verhinderungsgrund vom Gesetzgeber für den Auszug des Mannes?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Tana,

      dem Unterhaltsberechtigten steht während des gesamten Trennungsjahres Trennungsunterhalt zu. Üblicherweise kann Ihnen nicht untersagt werden, aus dem Haus auszuziehen. Wenden Sie sich an einen Anwalt, dieser kann Ihnen bei der Berechnung des Trennungsunterhalts helfen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  36. Guten Tag
    Wir sind seit 23 Jahren verheiratet und haben zwei Kinder ( 18 in Ausbildung und 21 im Arbeitsverhältnis ) leben mit diesen in dem Haus meiner Mutter und bezahlen nur die Nebenkosten. Nun möchte ich mich erstenmal räumlich trennen und werde mir auf dem Dachboden ein Zimmer herrichten. Ich habe vor meinen Mann in unserer jetzigen Wohnung wohnen zu lassen damit er sich selbst um alles kümmern muss. Da aber der Dachboden über kein Bad und keine Küche verfügt muss ich die Wohnung in seiner Abwesenheit nutzen. Nun würde ich gerne wissen ob dies im Falle einer Scheidung schon zum Trennungszeitraum gezählt werden kann. Ich habe nicht vor für ihn zu waschen,putzen, einzukaufen oder zu kochen. Da ich dies aber für meine Töchter tun werde kann er sich ja dann auch daran bedienen.
    Ich möchte jetzt eigentlich noch keinen Trennungsnterhalt beantragen da ich immernoch die Hoffnung habe dass er merkt das es so nicht weitergehen kann.

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      wichtig ist, dass während des Trennungsjahres kein gemeinschaftlicher Haushalt mehr geführt wird. Weiter dürfen keine persönlichen Beziehungen mehr bestehen. Ein gemeinschaftliches Bad bzw. eine Küche stehen dem Erfüllen der Voraussetzungen nicht unbedingt im Wege. Wichtig ist, dass Sie Ihren Mann nicht versorgen und keine gemeinsame Haushaltskasse o.ä. führen. Wenden Sie sich an einen Anwalt, der Ihre häusliche Situation beurteilen kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

  37. Ich bin meiner Frau gegenüber im Trennungsjahr unterhaltspflichtig,
    da ich Alleinverdiener bin und meine Frau ohne Einkommen war bzw. ist.
    Unsere 17-jährige Tochter (Schülerin) bleibt bei mir wohnen.
    Wir wirkt sich das aus bei der Berechnung des Unterhaltes im Trennungsjahr?
    Welche Aufwendungen kann ich von meinem Netto-Einkommen anrechnen?

  38. Ich bin frühverrentet und beziehe eine Rente von 2300€. Mein Mann hat ein mtl. Netteinkommen von ca. 7500€. Ich wohne in dem eigenen Haus und man rechnet mir einen Wohnwert von 1400€ an. Besteht hier noch Anspruch auf nachehelichem Unterhalt?

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      ob Ihnen noch nachehelicher Unterhalt zusteht, kommt auch verschiedenste Faktoren an. So ist beispielsweise zu klären, wie lange die Scheidung bereits her ist und wie lange Sie verheiratet waren. Wenden Sie sich dazu bitte an einen Anwalt, der Ihnen diese Frage umfassend beantworten kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

  39. Paula B. says:

    Mein geschiedener Ehegatte will mir meinen Unterhalt nicht mehr bezahlen. Wir waren 30 Jahre Verheiratet und war angestellte bei unserer Firma. Mir wurde gekündigt und ich verdiene nichts mehr. Ich habe jetzt einen Freund und er will mir den Unterhalt nicht mehr bezahlen. Er hat mir einen einfachen Bref geschickt um mir das zu sagen. Was doll ich tun

    • Scheidung.org says:

      Hallo Paula,

      wenden Sie sich an einen Anwalt. In der Regel ist es nicht zulässig, zuvor rechtswirksam vereinbarte Zahlungszusagen ohne Weiteres aufzuheben.

      Ihr Scheidung.org-Team

  40. Guten Abend
    Meine Frage…Meine Nochmals und ich sind seit Februar 2017 getrennt.
    Jeder wohnt allein zur Miete.Nun meint seine Anwältin, ob mir überhaupt Trennungsunterhalt zusteht wäre abzuwarten, weil wir unser Barvermögen…Etwa je 50000Euro hätten.
    Ich bin Rentnerin mit voller Erwerbsminderungsrente von 880 Euro.
    Mein Nochmals verdient ca 4100Eueo netto.
    Seine Anwältin schreibt was von Verwertung des Vermögensstammes…Was heisst das? Und geht das?
    Achja, wir waren 10 Jahre verheiratet.
    Liebe grüße Ursula

    • Scheidung.org says:

      Hallo Ursula,

      bei der Verwertung des Vermögensstammes kommen Vermögenswerte zur Anrechnung (Immobilie, Kapitalanlagen und -erträge usf.), die sich auf die Leistungsfähigkeit des Schuldners und die Bedürftigkeit des Berechtigten auswirken können. Wenden Sie sich selbst an einen Anwalt, um Ihren Anspruch auf Trennungsunterhalt prüfen und sich auch zu weiteren Scheidungsfolgen beraten zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  41. Und wie gibt man als Empfänger des Trennungsgeldes das in der Steuererklärung an?
    Ich finde nur Informationen für den Zahler.

    Viele Dank im Voraus für die Antwort.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Anja,

      die Unterhaltsleistungen können als sonstige Einkünfte in der Steuererklärung angegeben werden. Wenden Sie sich an Ihren Steuerberater.

      Ihr Scheidung.org-Team

  42. Ich versuche, 2013-2015 / 26 Monate zu erhalten, Trennungsunterstützung von meiner Exfrau in Württemberg.
    Sie hat dann ein Gehalt von 2500 Euro pro Monat plus Bareinkommen aus anderen Quellen verdient. Ich was Selbständig.
    Sie hatte vor 2013 alle unsere Eigentum, Mietverträge, Sparkonten, usw. in ihrem Namen und ich vertraue darauf, dass solche immer gleichermaßen geteilt werden würde.
    Im Jahr 2013 die Eingangs Türschloss in unsere Wohnung wurde von ihr plötzlich geändert, und ich hatte keinen Zugang mehr zu dem, was mir gehörte.
    Dann war ich mit ein paar Taschen mit einigen meiner Kleidung auf sie von ihr gelassen.
    Ich bin jetzt über 65 Jahre alt und habe kein Einkommen. Als Folge von meinem Schock war ich ernsthaft krank und kann seitdem nicht arbeiten.
    Meine Ex-Frau hatte für einige Monate die Miete und Strom meiner Wohnung bezahlt. Freunde von mir haben mich mit Darlehen in dieser Zeit unterstützt. Das muss ich zurück bezahlen.
    Was ist der minimal monatliche trennungsunterhalt, den ich unter deutschem (auch in Württemberg?) Gesetz von meiner Ex-Frau erhalten muss, sobald die Abzüge von dem, was sie in Miete und Strom bezahlt gemacht wird, und der 5 %? + 1/10? andere standard gesetzliche Abzüge von 2500 Euro Einkomme auch abgezogen werden?.

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      als nachehelichen Unterhaltsanspruch kann ein Ex-Ehegatte 3/7 der Einkommensdifferenz geltend machen (unter Berücksichtigung des zustehenden Selbstbehalts des Zahlungspflichtigen). Das Wort „muss“ ist in diesem Fall nicht angebracht, denn generell ist bei der Anspruchsbegründung jeder Einzelfall entscheidend – allgemeingültige Regelungen, die sich immer anwenden lassen, gibt es im Familienrecht nur sehr wenige. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um Ihre Forderung zunächst entsprechend prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  43. Christopher says:

    Meine Frau (Heirat: 14.08.2015) und ich haben letztes Jahr gebaut und stehen beide im Grundbuch wegen der Schulden in Höhe von 280.000 EUR.
    Im Grundbuch steht, dass das Grundstück im Falle einer Trennung oder Scheidung zurück an meinen Vater geht.
    Bisher kann man noch von keinem Zugewinnausgleich sprechen, da das Haus noch komplett mit Schulden belastet ist. Alle Raten werden ausschließlich von meinem Konto gezahlt. Meine Frau hat bisher noch keine Zahlungen dazu geleistet.
    Im Dezember 16 sind wir eingezogen und haben uns vor 4 Wochen getrennt.

    Nun möchte aus dem Grundbuch entfernt werden. Das ist auch voll kommen in Ordnung, weil ich das Haus alleine bewohnen und bezahlen werde.

    Jetzt fing Sie auf einmal an mit Trennungsunterhalt. Soweit ich weiß, ist die monatliche Darlehensrate in Höhe von 1.050 EUR davon abzugsberechtigt, genauso wie 5% meines Bruttogehaltes für berufliche Aufwendungen.
    Für unseren 19 Monate alten Sohn zahle ich ganz normal den Unterhalt laut Düsseldorfer Tabelle. Kann meine Frau Trennungsunterhalt von mir verlangen, wenn ich dann unter den Selbstbehalt rutschen würde?

    Meine Frau war bis Jan. 2017 in Elternzeit und arbeitet seit März 2017 wieder als Teilzeitkraft. (Gehalt ca. 800 EUR netto im Monat)
    Mein Verdienst liegt bei 2.780 EUR netto im Monat.

    Kann mir jemand beantworten, was ggfs. auf mich zukommt?

    LG
    Christopher

    • Scheidung.org says:

      Hallo Christopher,

      die Unterschreitung des Selbstbehaltes ist nur in seltenen Ausnahmefällen anzusetzen (meist erst bei Selbstverschulden des Unterhaltspflichtigen). Im Falle einer kurzen Ehe kann der Anspruch auf Unterhalt zudem ggf. gänzlich entfallen. Dies ist jedoch auch vom Einzelfall abhängig zu machen. wenden Sie sich bitte an einen Anwalt, um Ihren Fall genau prüfen zu lassen und sich über die Trennungs- und Scheidungsfolgen umfassend und fallbezogen zu informieren.

      Ihr Scheidung.org-Team

  44. ich bin seit 6 Monaten verheiratet, verdiene 3400€ netto (Lstkl.. 3) meine Frau verdient 700€ (Lstkl.5)
    sie hat ein Kind aus erster Ehe.
    wieviel Unterhalt muss ich bei einer Trennung / Scheidung bezahlen und wie lange ?

    Danke

    • Scheidung.org says:

      Hallo Frank,

      der Anspruch auf Unterhalt kann bei kurzer Ehedauer auch entfallen. Dies ist jedoch in jedem Einzelfall zu prüfen. Die Höhe des Unterhalts richtet sich nach den Einkommensverhältnissen. Dabei kann ein Ehegatte häufig 3/7 der Einkommensdifferenz (bereinigtes Netto) gegenüber dem berufstätigen Ausgleichspflichtigen einfordern. Die Dauer der Unterhaltsleistungen wird individuell bestimmt. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um die Sachlage prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  45. Anuschka says:

    wir sind seit 5 Jahren verheiratet und haben getrennte Konten. Mein Mann verdient sehr viel mehr als ich ( ca. 4200 netto, Steuerklasse 3 ) Ich verdiene (durch Steuerklasse 5) 1300 netto im Teilzeitjob und unterhalte derzeit noch meinen studierenden Sohn . Die Wohnung, in der wir beide getrennt wohnen derzeit, bezahlt mein Mann und hat noch eigene Konten mit Vermögen. Kann mein Mann mich zwingen in Vollzeit zu arbeiten? Wie wäre es, wenn er ausziehen würde, müsste ich die Wohnung alleine bezahlen? Wird beim Trennungsunterhalt auch auf die Sparkonten meines Mannes zurückgegriffen?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Anuschka,

      inwieweit Ihr Mann von Ihnen verlangen kann, in Vollzeit zu arbeiten, ergibt sich aus den ehelichen Lebensumständen. Wenn Ihr Mann aus der Wohnung auszieht, müssen Sie alleine für diese aufkommen. Ggf. haben Sie aber Anspruch auf Unterhalt. Bei der Unterhaltsberechnung werden die Erträge aus dem Vermögen als Einkommen beachtet. Ob auch das Vermögen als solches zur Berechnung herangezogen wird, hängt davon ab, wofür dieses gedacht ist. Beispielsweise Altersabsicherungen bleiben unangetastet. Suchen Sie einen Anwalt auch, der Sie beraten kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

  46. Auch eine Frage von mir:
    Ich lebe seit über einem Jahr getrennt von meiner Frau, Scheidung ist noch nicht eingereicht. Wir haben keine gemeinsamen Kinder. Sie hat ein 15jähriges Kind das bei ihr lebt und noch zur Schule geht. Mein Kind lebt bei mir und ist in einer Berufsausbildung. Sie lebt mietfrei in der gemeinsam gekauften Immobilie, ich habe mir eine neue Wohnung gesucht. Weil sie nur halbtags arbeitet und entsprechend wenig verdient, haben wir uns bei der Trennung privat auf eine Unterhaltszahlung geeinigt, um Anwalts- und Gerichtskosten zu sparen. Jetzt stelle ich mir die Frage, ob ich überhaupt unterhaltspflichtig bin, da ich keinen Grund sehe, warum sie nicht auch in Vollzeit arbeiten soll. Sie hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und könnte meiner Meinung nach sehr gut selbst für sich sorgen. Und sie hat jetzt über ein Jahr Zeit gehabt, sich etwas zu suchen.

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      wenden Sie sich an einen Anwalt, um die Unterhaltsansprüche Ihrer Frau genauer beziffern und prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  47. Hallo…
    Ich habe eine frage wegen meinem Bruder er lebt auch in Scheidung seine Frau hat ihn verlassen mein Bruder hatte kurz vor der plötzlichen trennung der Frau ein Haus gebaut für seine Familie sie haben 2 gemeinsame Kinder Tochter 4 Jahre Sohn 2 Jahre… Die Kinder sind allerdings bei meinem Bruder… Sie haben aber das gemeinsame Aufenthaltsbestimmungsrecht und Sorgerecht… Die Frau arbeitet noch nicht … Das trennungsJahr ist jetzt um und die Scheidung ist auch mein Bruders seits eingereicht… Mein Bruder verdient auch gut allerdings muss er das Haus auch abbezahlen und die Kinder sind auch bei meinem Bruder… Meine Frage muss mein Bruder trotzdem trennungsjahrunterhalt zahlen obwohl er diverse Zahlungen hat?
    Vielen Dank im voraus..
    LG
    Filiz

    • Scheidung.org says:

      Hallo Filiz,

      Trennungsunterhalt steht der Frau meist zu, allerdings können regelmäßige Ausgaben abgezogen werden. Wenden Sie sich an einen Anwalt, der Ihnen bei der Berechnung helfen kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

  48. Ich lebe seit Mai letzten Jahres von meinem Mann getrennt. Wir haben eine gemeinsame Tochter in Ausbildung für die er einen freiwilligen Unterhaltsbetrag zahlt. Er hat nun gegen meinen Willen die Scheidung eingereicht. Frage: Kann ich dennoch Trennungsunterhalt beantragen und bekommen, wenn ich der Scheidung nicht zustimme aber das Trennungsjahr um ist?

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      stimmt der Antragsgegner der Scheidung nicht zu, kann diese oftmals erst nach drei Jahren auch gegen dessen Willen geschieden werden. Nach Ablauf des ersten Trennungsjahres kommt für den Unterhaltsberechtigten die Erwerbsobliegenheit zum Tragen, sodass der Anspruch auf Trennungsunterhalt ggf. eingeschränkt sein kann. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um Ihre Ansprüche prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  49. Guten Abend,
    ich bin seit 9 Monaten getrennt von meinem Mann und erhalte eine (freiwillige) Unterhaltszahlung in Höhe von 1500,- € für mich und die gemeinsame Tochter (er nannte das vorläufiger Unterhalt). Ich war beim Anwalt und die Berechnung des tatsächlichen Unterhalts dauerte sehr lange. Der nun berechnete Unterhalt beträgt 2100,- €, also habe ich 600,-€ zu wenig bekommen. Kann ich nun diese 600,- € rückwirkend für die letzten 9 Monate einfordern?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Sannah,

      die rückwirkende Forderung ist nur ab dem Zeitpunkt der Geltendmachung oder der Einforderung entsprechender unterhaltsrelevanter Unterlagen möglich. Wenden Sie sich für weitere Auskünfte an Ihren Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  50. Hallo,

    Ich in vom Anwalt meiner Frau zur Zahlung von Trennungsunterhalt aufgefordert worden. Sie fordert rückwirkend für 3 Monate (ab dem Datum der Aufforderung der Unterlagen). In der Zwischenzeit hat sie jedoch weiter über das Konto verfügt um weiter ihren Lebenshaltungsunterhalt zu bestreiten. Meine Frage nun, darf ich die Abhebungen mit dem geforderten Trennungsunterhalt für den 3 Monatszeitraum als Naturalunterhalt verrechnen, da es such ja um den gleichen Sachverhalt handelt?

    Vielen Dank

    • Scheidung.org says:

      Hallo Max,

      wenden Sie sich bitte an einen Anwalt, um eine mögliche Verrechnung prüfen zu lassen. Wir können an dieser Stelle keine Rechtsberatung erteilen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  51. Hallo, meine Frau ist fremd gegangen und aus der gemeinsamen Mietwohnung vor 1 Monat ausgezogen.
    Der Mietvertrag läuft auf meinen Namen.
    Sie sagte es sei nun die Trennung.
    Wir haben 2 Kinder. 1Kind (13 Jahre alt) ist mit ihr ausgezogen. Das andere Kind (11 Jahre alt) ist bei mir geblieben. Meine getrennte Frau arbeitet Teilzeit und verdient monatlich zwischen 700-800€ netto. Bis heute arbeitete ich Vollzeit und habe einen Verdienst von monatlich ca 1800-1900€ netto.
    Aufgrund meiner 11 jährigen Tochter müsste ich nun Teilzeit arbeiten. Angepasst an die Betreuung und dem Stundenplan der Schule.
    Frage 1: Darf ich in Teilzeit wechseln wegen meiner Tochter?
    Frage 2: wenn ja, wird ein möglicher Trennungsunterhalt von dem bisherigen Vollzeit Verdienst berechnet oder von dem künftigen Verdienst in Teilzeit?
    Bis jetzt hat sie keinen Trennungsunterhalt gefordert.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Max,

      zu 1) Sie dürfen selbst entscheiden, ob Sie in Vollzeit oder in Teilzeit arbeiten. Allerdings kann bei dem Alter der Kinder davon ausgegangen werden, dass Sie beide auf Dauer Vollzeit arbeiten gehen könnten.
      zu 2) Im Trennungsjahr steht Ihrer Frau Trennungsunterhalt zu. Dieser berechnet sich am aktuellen Netto, abzüglich aller regelmäßigen Ausgaben. Ein Anwalt hilft Ihnen dabei, alles weitere zu regelen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  52. Dieter K. says:

    Hallo,meine Frau will mit einen anderen Mann zusammen ziehen.Sie suchen schon gemeinsam eine Wohnung.Wenn meine Frau auszieht hat Sie dann Anspruch auf Trennungsgeld?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Dieter,

      ob ein Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht, richtet sich nach den ehelichen Verhältnissen und den Einkünften beider Ehegatten. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um mögliche Ansprüche Ihrer Ehefrau prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  53. Jörg S. says:

    Guten Tag,

    meine Frau will sich trennen und aus unserem gemeinsamen Haus in eine Wohnung ziehen. Unsere 10-jährige Tochter soll bei mir wohnen bleiben. Ich arbeite Vollzeit. Meine Frau Teilzeit. Spielt es beim Trennungsunterhalt nun eine Rolle ob unsere Tochter bei mir oder bei meiner Frau wohnt? Muss meine Frau Kindesunterhalt zählen, wenn unsere Tochter bei mir wohnen bleibt?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Jörg,

      der Trennungsunterhalt wird nicht direkt von dem Aufenthalt der gemeinsamen Kinder beeinflusst. Allerdings ist der familienferne Elternteil zur Leistung von Barunterhalt an die Kinder regelmäßig verpflichtet. Hat er dabei Anspruch auf Trennungsunterhalt, ist dieser als zusätzliches Einkommen zu werten und fließt damit in die Kindesunterhaltsberechnung mit ein. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt, um mögliche Vorabberechnungen erstellen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  54. Andreas says:

    Hallo,
    Aus Ihren sehr informativen Seiten habe ich folgendes entnommen:
    Um den Kindesunterhalt (und das Trennungsgeld) zu berechnen, ist bei allen Einkunftsarten jedoch der Abzug berücksichtigungsfähiger Schulden möglich, also etwa bei einem Auszug aus der Ehewohnung die Kreditkosten für die Einrichtung der neuen Wohnung, soweit dies in einem angemessen bescheidenen Rahmen erfolgt.
    Ich stehe nun vor der Notwendigkeit eine neue Wohnung und deren Einrichtung zu finanzieren, möchte aber keinen Kredit dafür aufnehmen.
    Meine Fragen dazu: Können die Kosten der Einrichtung trotzdem berücksichtigt werden?
    und 2tens kann die Miete der neuen Wohnung berücksichtigt werden oder bestreite ich die aus dem Mindestunterhalt, bzw. dem Restgehalt?
    Vielen Grüße

    • Scheidung.org says:

      Hallo Andreas,

      angerechnet werden können regelmäßige und wiederkehrende Leistungen (Kreditraten usf.). Mehr Informationen hierzu finden Sie auf der folgenden Seite: https://www.scheidung.org/bereinigtes-nettoeinkommen/ Die Mietkosten fallen in der Regel in den Selbstbehalt. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um die Berechnung auf Ihren jeweiligen Einzelfall anzupassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  55. Guten Tag, ich bin Erwerbslosenrentnerin und muss mich trennen, was kommt auf ihn und mich zu?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Anna,

      welche Ansprüche und Kosten für die Scheidung entstehen werden, richten sich nach dem jeweiligen Einzelfall. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um sich über sämtliche Scheidungsfolgen in Kenntnis setzen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  56. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe eine Frage bezüglich des Trennungsunerhalts:

    Meine Eltern haben mir ein Auto während der Trennung von meinem Ehemann zur Verfügung gestellt. Das Auto habe ich bei der Versicherung auf mich angemeldet. Wird mir das bei der Berechnung des Trennungsunterhaltes zum Nachteil? BZW. sollte ich das Fahrzeug lieber auf meinen Vater als Zweitwagen ummelden?

    Freundliche Grüße

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      wenden Sie sich bitte an einen Anwalt, um mögliche Vorgehensweisen zu evaluieren. Wir sind an dieser Stelle nicht befugt, Rechtsberatung zu erteilen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  57. Ich habe mich von meiner Frau getrennt. Sie bezog Leistungen aus H4, ich hatte eine Vollzeitstelle. Obwohl sie selbst auf Trennungsunterhalt verzichten wollte, musste ich neben Kindesunterhalt für ein Jahr für sie an das Jobcenter Unterhalt zahlen, die Scheidung zog sie kurz vor Ablauf des Jahres zurück, wir sind weiter verheiratet, aber getrennt lebend. Falls meine Frau jetzt nochmal die Scheidung in Gang bringen sollte, kann das Amt nochmal auf ein Jahr Trennungsunterhalt bestehen?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Jens,

      der Trennungsunterhalt kann während der gesamten Trennungszeit verlangt werden, selbst dann, wenn keine Scheidung anhängig ist. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um die Ansprüche des Jobcenters gegen Sie genau prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  58. Thomas says:

    Hallo, Wir waren 3 Monate verheiratet zusammen. Haben uns dann getrennt. Nun ist das Trennung Jahr vorüber. Bei Kostenrechnung für Scheidung würde es knapp 1000€ für mich kosten. jedoch möchte sie die Scheidung beantragen. Sie wohnt bei ihren Eltern und möchte die Kosten über einen beratungsschein decken. Sie bezieht und will keinen Trennung Unterhalt von mir. Frage: falls sie die Scheidung beantragt muss sie Trennungsunterhalt von mir einfordern oder kann sie verzichten und wenn ja für welche Dauer? Rückwirkend für dieses Jahr wahrscheinlich nicht…oder?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Thomas,

      bei kurzer Ehedauer kann im Zweifel die Unterhaltsverpflichtung auch entfallen. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt, um sich umfassend beraten zu lassen. Wir sind an dieser Stelle nicht befugt, Rechtsberatung zu erteilen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  59. Carlos says:

    Hallo Scheidungsteam,

    Meine (Noch)Ehefrau haben uns am 01.02.17 Freundschaftlich (!!!) getrennt und leben in getrennten Wohnungen. Und haben weiterhin sehr guten Kontakt und wollen es weiterhin so behalten ( von beiden Seiten). Ich zahle Unterhalt für sie. Muss dazu sagen, dass wir uns auf einem Betrag geeinigt haben. Leider lebt sie vom Hart IV ( Krankheitsbedingt). Sie weiß nicht ob sie wieder arbeiten kann. Eher leichte arbeit. Mir hat die Arbeitsagentur ( förmlich und Diplomatisch ausgedrückt :-D) angeschrieben und ich sollte mehr Unterhalt zahlen weil ich dazu in der Lage bin. Leider wird beim der Arbeitsagentur die Miete, Strom usw. nicht angerechnet( was ich absolut nicht nachvollziehen kann)!!!
    Meine Frage ist: Wie lange muss ich an meine (Noch)Ehefrau Unterhalt zahlen? Wenn die Scheidung Rechtlich vollzogen ist?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Carlos,

      auch nach rechtskräftiger Scheidung kann ein Anspruch auf Unterhaltszahlungen weiterbestehen. Dies richtet sich danach, ob einer der Unterhaltstatbestände erfüllt ist (Erwerbsunfähigkeit, Erwerbslosigkeit usf.). Wie lange dieser Anspruch besteht, lässt sich nicht pauschal festlegen, sondern richtet sich stets nach dem jeweiligen Einzelfall. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um die Ansprüche Ihrer Frau beziffern und bewerten zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  60. Reiner says:

    Hallo
    Ich bin alleiniger Eigentümer eines Einfamilienhauses mit 1 grosser Wohnung (Eltern) und einer kleinen Wohnung und einer Dachgeschosswohnung (Ehewohnung).
    Meine Ex Frau möchte nun Trennungsunterhalt und in der Berechnung des Unterhalts soll die kleine Wohnung als Mieteinnahme mit eingerechnet werden.Die kleine Wohnung war aber in unserer Ehezeit nie vermietet.Kann das nun dazu führen das man verlangt etwas zu vermieten nur damit der Ex Partner mehr Unterhalt bekommt?Meiner Ansicht nach sind doch die Verhältnisse prägend die während der Ehe waren oder?

    VG

    • Scheidung.org says:

      Hallo Reiner,

      bitte wenden Sie sich an Ihren Anwalt, um die Ansprüche Ihrer Frau auf Vermietung der Einliegerwohnung prüfen zu lassen. Pauschal lässt sich dies an dieser Stelle nicht beantworten.

      Ihr Scheidung.org-Team

  61. Guten Tag.Ich habe mich am 01.03.2017 von meinem Mann getrennt und wohne seitdem mit unserer gemeinsamen 14 jährigen Tochter in einer Mietwohnung.Er wohnt in einem Haus was er noch abbezahlen muß.Ich stehe nicht im Grundbuch,Ich habe monatelang versucht durch das Jugendamt und andere Ämter Unterhalt zu bekommen für unsere Tochter.Hat nicht geklappt und so habe ich im Juni einen Anwalt eingeschaltet um Kindesunterhalt einzuklagen.Den Anwalt mußte ich selbst bezahlen. Ich verdiene leider nur ein mikriges Gehalt(Steuerklasse 5 da ich ja erst nächstes Jahr wechseln kann) und mein Chef beutet mich aus und zahlt nicht das ganze Gehalt,nur soviel das ich gerade Miete zahlen kann.Jetzt meine Frage mein Anwalt hat gesagt das ich den Kindesunterhalt von März bis Juni nicht einklagen kann stimmt das?Und lohnt es sich für mich Unterhalt nachträglich einzuklagen,obwohl mein Mann das nicht zahlen will?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Uta,

      die rückwirkende Einforderung von Unterhalt ist in der Regel nur bis zu dem Zeitpunkt der erstmaligen Zahlungsaufforderung oder Geltendmachung gegenüber dem Schuldner möglich. Ihr Anwalt, kann Sie in Ihrem Fall hierzu entsprechend beraten.

      Ihr Scheidung.org-Team

  62. Hallo,

    besteht ein Anspruch auf Trennungsunterhalt, auch wenn der nicht-erwerbstätige Partner ein erhebliches Vermögen besitzt? (mehrere Hunderttausend Euro bar)

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      bei Unterhaltsleistungen werden in der Regel nur regelmäßige Einkünfte berücksichtigt. Zu diesen können auch Zuwächse durch das Vermögen zählen (Mieteinnahmen, Zinsen usf.). Der Vermögensstamm selbst jedoch ist hierbei oftmals nicht zu berücksichtigen. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um mögliche Ansprüche prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  63. Hallo!
    Meine (Ex-)Frau ist der Verdienende Part in unserer Ehe gewesen, da ich noch studiere.
    Sie hat dann aufgrund eines Fehlers beim Bafög-Amt noch ein Darlehen ausgezahlt bekommen, das ihr gar nicht zustand. Das Geld hat sie ausgegeben und muss es jetzt natürlich in Raten von 700Euro zurück zahlen.
    Dafür zahlt sie an mich keinen Trennungsunterhalt. Den Unterhalt habe ich bereits im Dezember mit einem Anwalt geltend gemacht.
    Die Ratenzahlung für das Bafög-Amt ist jetzt abgeschlossen, trotzdem zahlt sie keinen Unterhalt an mich.

    Wann kann ich die Zahlungen einklagen, wie lange dauert so etwas? Wie bekomme ich einen Titel?
    Mir steht das Wasser bis zum Hals und irgendwie scheint das keinen Anwalt zu interessieren.

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      1. Sie können über Ihren Anwalt bei Zahlungsausbleiben einen entsprechenden Antrag bei dem zuständigen Familiengericht stellen.
      2. Kommt das Gericht zu dem Schluss, dass ein Ehegatte an den anderen Unterhalt zahlen muss, kann ein entsprechender Beschluss bereits als Titel fungieren.
      3. Die Dauer solcher Verfahren lässt sich nicht pauschal festlegen. Dies richtet sich nach den jeweiligen Umständen im Einzelfall (zu erteilende Auskünfte, Auslastung des Gerichts, Kooperation des Antragsgegners u. v. m.).

      Ihr Scheidung.org-Team

  64. Hallo, ich habe eine Frage zum Geltend machen: per Anwaltsbrief wurde mein Mann aufgefordert, alle nötigen Unterlagen zur Berechnung vorzulegen (was er aber nicht tun will) – gilt bereits dieser Brief als Beantragung des Trennungsgeldes? Oder erst die Aufforderung eine bestimmte Summe zu zahlen?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Judith,

      bereits das Auskunftsersuchen kann ggf. den Zeitpunkt der Geltendmachung bestimmen. Wenden Sie sich an Ihren Anwalt, um dies in Ihrem Fall bewerten zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  65. Hallo liebes Team,

    mein Mann und ich haben uns getrennt. Wir wohnen noch gemeinsam. Meine Anwältin sagt das mir kein Unterhalt zusteht, da er sich im Krankengeld befand aber mittlerweile wieder arbeiten geht. Dies würde keine Rolle spielen, da die Berechnung sich nur auf die Zeit bis zur Trennung bezieht.

  66. Ich und meine Frau haben geheiratet als wir Studenten waren. Nach 15 Monaten Ehe haben wir entschieden uns zu trennen. Während diesen 15 Monaten habe ich als Werkstudent gearbeitet und die gesamten Kosten wie Miete, Einkauf, Strom etc. alleine bezahlt. SIe ist weiterhin Studentin und ich habe in den Letzten 2 Monaten vor Trennung angefangen Vollzeit zu arbeiten. Jetzt verlangt Sie unterhalt in höhe von 1000€! Ist das berechtigt? nach 15 Monate Ehe und vor allem nur weil ich die letzten 2 Monate angefangen habe Vollzeit zu arbeiten? Ich könnte niemals die 1000€ Unterhalt zahlen. Gibt es keinen Ausweg?

    • Scheidung.org says:

      Hallo John,

      ein Anspruch auf Trennungsunterhalt kann bei unterschiedlichen Einkommensverhältnissen regelmäßig bestehen. Zudem kann auch ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt durch eine Ausbildung begründet sein. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt, um prüfen zu lassen, inwiefern die Forderung Ihrer Ehefrau der Höhe und der Gründe nach angemessen ist.

      Ihr Scheidung.org-Team

  67. Hallo,

    Ist es richtig das die Berechnungsggrenze ebenfalls bei 1200 Euro liegt, wenn ich Trennungsunterhalt bezahlen soll, auch wenn die Kinder bei mir wohnen?

    Ich habe ja schon einen erhöhten Selbstbehalt und gehe demnächst in die Insolvenz.

    Vielen Dank für eine Antwort

    • Scheidung.org says:

      Hallo Erik,

      der Selbstbehalt gegenüber Ehegatten liegt in aller Regel stets bei 1.200 Euro. Bitte wenden Sie sich an Ihren Anwalt, um prüfen zu lassen, inwiefern sich auch angesichts der drohenden Insolvenz Unterhaltsansprüche ergeben.

      Ihr Scheidung.org-Team

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*