Wenn Unterhalt rückwirkend für die Vergangenheit gezahlt werden soll

Kommt es zu Trennung und Scheidung, stehen häufig Unterhaltsansprüche im Raum. Dies gilt sowohl für den Ehegattenunterhalt als auch den Kindesunterhalt. Dabei muss beim Ehegattenunterhalt zwischen dem jeweils gesondert geltend zu machenden Trennungsunterhalt und dem nachehelichen Unterhalt (Geschiedenenunterhalt, Scheidungsunterhalt) differenziert werden. Diese jeweiligen Unterhaltsansprüche sollten schnellstmöglich geltend gemacht werden, da Unterhalt für die Vergangenheit grundsätzlich nicht gefordert werden kann. Aber auch, wenn eine Vereinbarung oder ein Urteil bzw. Beschluss über die jeweiligen Unterhaltsansprüche besteht und der Berechtigte den Unterhalt nicht einfordert, können die Ansprüche verwirken.

Grundsatz im Familienrecht: Unterhalt für die Vergangenheit gibt es nicht

Wird rückwirkend Unterhalt gefordert, ist es meistens zu spät. Denn Unterhalt kann regelmäßig erst ab dem Zeitpunkt gefordert werden, ab dem er ausdrücklich verlangt wird.

Praxis-Beispiel: Unterhalt rückwirkend einfordern funktioniert nicht

Ein Ehepaar lässt sich im Februar rechtskräftig scheiden. Aufgrund des sehr guten Einkommens des Ehemannes steht der Ehefrau Unterhalt für eine Ausbildung zu, da diese ihre Lehre wegen der Ehe abgebrochen hatte. Der Ehemann zahlt jedoch keinen nachehelichen Unterhalt und vertröstet die Ehefrau ständig. Erst im Mai entschließt sie sich Ehefrau, ihren Unterhaltsanspruch mit anwaltlicher Hilfe einzufordern. Der Anwalt fordert den Ehemann noch im selben Monat zur Unterhaltszahlung auf.

Folge: Da der Unterhalt erst im Mai ausdrücklich verlangt wurde, hat die geschiedene Ehefrau auch erst ab diesem Zeitpunkt Anspruch auf den nachehelichen Unterhalt. Diesen Unterhalt rückwirkend geltend zu machen, ist nicht möglich. Ihren Unterhaltsanspruch hat die frühere Ehefrau also für die Monate Februar, März und April verloren. Unterhalt rückwirkend einklagen ist ebenfalls nicht möglich.

Diese Ausnahmen vom Grundsatz bestehen beim Ehegattenunterhalt

Bei den Juristen bedeutet „Grundsatz“ oder „grundsätzlich“, dass es Ausnahmen gibt. In folgenden vier Fällen kann daher rückwirkend Unterhalt unter (geschiedenen) Eheleuten verlangt werden:

1. Der Unterhaltspflichtige wurde bereits zur Auskunft über sein Einkommen aufgefordert

Unterhalt rückwirkend geltend zu machen, ist in der Regel nicht möglich.

Unterhalt rückwirkend geltend zu machen, ist in der Regel nicht möglich.

In der Praxis wird der Unterhaltspflichtige vom Rechtsanwalt zunächst zur Auskunft über seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse aufgefordert. In diesem Fall kann rückwirkend Unterhalt ab dem Monat gefordert werden, in dem das Auskunftsverlangen erfolgte.

Fordert also der eingeschaltete Rechtsanwalt etwa im Mai die Auskunft über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Pflichtigen an und gehen ihm diese Unterlagen erst im Juli zu, kann der aufgrund der Unterlagen nun bezifferte Unterhaltsanspruch rückwirkend ab Mai verlangt werden.

2. Der Unterhaltspflichtige befindet sich mit den Unterhaltszahlungen in Verzug

Verzug des Unterhaltspflichtigen kann auf dreierlei Weise eintreten:

Der Pflichtige wurde zur Zahlung des Unterhalts gemahnt

Eine Mahnung setzt voraus, dass der Gläubiger ab einem bestimmten Zeitpunkt bzw. einer gesetzten Frist einen festgelegten Geldbetrag verlangt. Dabei ist es unterhaltsrechtlich unschädlich, wenn zu viel verlangt wird. Fordert die Unterhaltsberechtigte also etwa „ab dem 01.10 jeweils monatlich 600 Euro nachehelichen Unterhalt“ und ergibt sich später, dass ihr nur 400 Euro zustehen, kann sie trotzdem rückwirkend Unterhalt in Höhe von 400 Euro fordern bzw. diesen Unterhalt rückwirkend einklagen.

Mahnt der Unterhaltsberechtigte selber den Pflichtigen, sollte dies aus Beweisgründen stets schriftlich geschehen. Darüber hinaus muss der Berechtigte den Zugang der Mahnung beim Pflichtigen beweisen können. Dazu reicht ein einfacher Postbrief nicht aus. Demgegenüber ist ein Einschreiben per Rückschein problematisch. Denn ist der Pflichtige nicht zu Hause und holt sich das Einschreiben per Rückschein auch nicht bei der Post ab, gilt es als nicht zugegangen. Aber auch bei einem Einwurf-Einschreiben besteht das Problem, dass der Beleg über die Versendung dieses Einschreibens keine wirksame Urkunde ist. Daher sollte der Berechtigte einen Bekannten bitten, sich die Mahnung anzusehen, einzukuvertieren und in den Postbriefkasten des Pflichtigen einzuwerfen. Damit gilt die Mahnung als zugegangen, was der Bekannte im Streitfall als sogenannter Bote vor Gericht bekunden kann.

Soll Unterhalt rückwirkend geltend gemacht werden, muss es einen Beweis über den Mahnungszugang geben - mit einem Rückschein ist das problematisch

Soll Unterhalt rückwirkend geltend gemacht werden, muss es einen Beweis über den Mahnungszugang geben – mit einem Rückschein ist das problematisch

Wichtig ist, dass der Berechtigte zwischen dem Trennungsunterhalt und dem nachehelichen Unterhalt differenziert. Denn da es sich um rechtlich eigenständige Ansprüche handelt, müssen beide Unterhaltsansprüche jeweils gesondert gemahnt bzw. gefordert werden. Dabei beginnt der Anspruch auf Trennungsunterhalt mit der Trennung der Ehegatten und der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt mit der Rechtskraft des Scheidungsurteils, sofern für beide Unterhaltsansprüche die sonstigen Voraussetzungen vorliegen.

Der Pflichtige erhält eine sogenannte Überleitungsanzeige

Zahlt der Pflichtige keinen Unterhalt und beantragt der Unterhaltsberechtigte daher Arbeitslosengeld II, erhält der Pflichtige von der Sozialbehörde eine sogenannte Überleitungsanzeige (Rechtswahrungsanzeige), wonach die Behörde nun Gläubiger des Unterhaltsanspruches ist. Diese Überleitungsanzeige steht einer Mahnung gleich.

Es besteht eine feste Zahlungsvereinbarung

Wurde zwischen den Ehegatten nachweislich vereinbart, dass Unterhalt zu zahlen ist (etwa „bis zum Dritten eines jeden Monats 500 Euro Trennungsunterhalt im Voraus“) und zahlt der Unterhaltspflichtige nicht, gerät er auch ohne Mahnung in Verzug.

3. Der Unterhaltspflichtige wurde verklagt

Wurde eine Klage auf Unterhaltzahlungen gegen den Pflichtigen eingereicht, kann ab dem Zeitpunkt der Klagezustellung Unterhalt rückwirkend geltend gemacht werden.

Nachehelicher Unterhalt kann jedoch trotz einer bereits früher erfolgten Mahnung höchstens ab ein Jahr vor der Klageerhebung verlangt werden, § 1585b Abs. 3 BGB. Fordert also der Berechtigte den Pflichtigen am 01.05. zur Unterhaltszahlung auf und reicht erst am 01.10. des Folgejahres Unterhaltsklage ein, kann der Unterhalt für die Vergangenheit nur ab dem 01.10. des Vorjahres gefordert werden. Der Unterhalt im Vorjahr für die Monate Mai, Juni, Juli, August und September ist daher verloren.

4. Es wird Sonderbedarf geltend gemacht

Sonderbedarf kann der geschiedene Ehegatte (etwa wegen einer Ausbildung bzw. Fortbildung oder wegen Krankheit) bis zu einem Jahr rückwirkend verlangen, § 1585b Abs. 1 in Verbindung mit § 1613 Abs. 2 Nr. 1 BGB.

Wann Kindesunterhalt rückwirkend gefordert werden kann

Soll Kindesunterhalt für die Vergangenheit gefordert werden, gelten zunächst dieselben Ausnahmen wie beim Ehegattenunterhalt. Den Kindesunterhalt rückwirkend geltend machen ist also möglich

Es gibt Ausnahmen, um Kindesunterhalt rückwirkend einzufordern.

Es gibt Ausnahmen, um Kindesunterhalt rückwirkend einzufordern.

  • ab dem Zeitpunkt, in dem der Unterhaltspflichtige zur Auskunft über seine Einkommen- und Vermögensverhältnisse aufgefordert wurde
  • ab dem Zeitpunkt, in dem sich der Unterhaltspflichtige in Verzug befindet, weil er zur Kindesunterhaltszahlung gemahnt wurde oder eine Überleitungsanzeige der Unterhaltsvorschusskasse erhalten hat oder einer festen Vereinbarung nicht nachgekommen ist
  • ab dem Zeitpunkt, in dem der Unterhaltspflichtige auf Kindesunterhalt verklagt wurde
  • bei der Geltendmachung von Sonderbedarf für das Kind nach § 1613 Abs. 2 Nr. 1 BGB, also einen plötzlichen, nicht vorhersehbaren unregelmäßigen und außerordentlich hohen Bedarf, wie etwa nicht von der Krankenkasse übernommene Arztkosten oder Nachhilfe über einen kürzeren Zeitraum

Darüber hinaus kann der Unterhalt ans Kind rückwirkend verlangt werden, wenn eine rechtzeitige Geltendmachung aus

  • rechtlichen Gründen oder
  • tatsächlichen Gründen, die in den Verantwortungsbereich des Unterhaltspflichtigen fallen,

nicht möglich war, § 1613 Abs. 2 Nr. 2 BGB.

Unmöglichkeit aus rechtlichen Gründen ist etwa gegeben, wenn die Vaterschaft eines nichtehelichen Vaters noch nicht anerkannt oder festgestellt wurde. Demgegenüber ist eine vom Unterhaltspflichtigen tatsächliche Unmöglichkeit gegeben, wenn sich dieser ohne Mitteilung seines Aufenthaltsorts ins Ausland absetzt, um sich vor den Unterhaltszahlungen zu drücken.

Achtung – der Unterhaltsanspruch kann verwirken

Die Unterhaltsansprüche, also Trennungsunterhalt, nachehelichen Unterhalt und Kindesunterhalt, können verwirken, wenn sie länger als ein Jahr nicht geltend gemacht werden. Das gilt selbst dann, wenn der Anspruch tituliert ist, das heißt etwa ein Urteil bzw. Beschluss über den Unterhalt vorliegt oder der Unterhaltspflichtige sich in einer Scheidungsfolgenvereinbarung wegen des Unterhalts der sofortigen Zwangsvollstreckung unterworfen hat (so für den nachehelichen Unterhalt: Oberlandesgericht (OLG) Hamm, Beschluss vom 17.03.2014, Az.: 6 UF 196/13).

Es ist daher stets darauf zu achten, dass Unterhaltsansprüche zeitnah geltend gemacht werden. Liegt ein Titel über den Unterhalt vor, sind notfalls zügig Zwangsvollstreckungsmaßnahmen zu ergreifen.

Sollte trotzdem die Verwirkung durch Zeitablauf eintreten, gilt diese nur für die Vergangenheit. Für die Zukunft kann Unterhalt verlangt werden, sofern die Voraussetzungen dafür vorliegen.

Comments

  1. Daniela says:

    Ich bin seid 5 Jahren geschieden und habe aus Unwissenheit, Schuldgefühlen usw. für mich als Ehefrau kein Trennungsgeld und auch kein nachehelichen Unterhalt eingefordert (u.a. hat mir mein damahliger Ehemann auch noch gedroht). Kann ich ab dem heutigen Tag doch noch zumindest für die nächsten Jahre den Unterhalt einklagen?? (meine 2 Kinder waren am Tag der Scheidung 21 J. und 19 Jahre alt, ich war aber arbeitslos zu dem Zeitpunkt)
    Vielen Dank für Ihre Auskunft

    • Scheidung.org says:

      Hallo Daniela,

      der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt kann auch verfallen und ist nicht automatisch auf alle Ewigkeit ausgelegt. Sofern Sie keinen Anspruch begründen können und konnten, erscheint dies an dieser Stelle schwierig. Lassen Sie sich jedoch dahingehend anwaltlich beraten, um Gewissheit zu erlangen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  2. Katrin says:

    Hallo !

    Ich lebe seit 10 Jahren offiziell getrennt und möchte mich jetzt scheiden lassen,hat mein Noch-Ehemann ein Anrecht auf Unterhaltsforderungen ?
    MfG K.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Katrin,

      sofern Ihr Ehemann keinen Trennungsunterhalt in Anspruch genommen hat, kann der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt entfallen, wenn er diesen Anspruch nicht begründen kann. Letztlich handelt es sich im Zweifel stets um Einzelfallentscheidungen. Lassen Sie sich anwaltlich beraten.

      Ihr Scheidung.org-Team

  3. Antonio says:

    guten tag,endschuldigung meine gramatik,habe eine frage,op eine anwalt notwentig were,bin seid über 6 jare geschiden,war damals arbeitlos,bis ietz,2017 gehn ich in rende,da ich ca 1370 netto bekomen sacht meine frau ab dan werde ich eine anwalt neme und gerischtlisch underhaltung verlangen,daf sie das oder kahn?bitte um eine andwort,vilen dank,Ciao

    • scheidung.org says:

      Hallo Antonio,

      ob Ihrer Frau Unterhaltsansprüche geltend machen kann, hängt von vielen individuellen Faktoren ab, die wir an dieser Stelle nicht einsehen können oder dürfen. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um hier Klarheit zu erlangen. In einem ersten Gespräch können oftmals bereits viele Fragen geklärt werden.

      Ihr Scheidung.org-Team

  4. Katharina says:

    Hallo. Ich bin seit 2015 geschieden habe 2 Kinder (11 und 15) mein exmann hat von 2011-2014 in der Zeit unserer Trennung nur 400 Euro belegbar für beide Kinder gezahlt. Kann ich rückwirkend den Rückstand einfordern?
    Danke für Ihre Antwort

    • Scheidung.org says:

      Hallo Katharina,

      haben Sie den Kindesvater in Zahlungsverzug gesetzt, kann der Kindesunterhalt auch rückwirkend geltend gemacht werden. Dies ist jedoch nicht ewig möglich, denn in der Regel verfällt der Anspruch nach spätestens einem Jahr, in dem keine Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen erfolgte. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Rechtsanwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  5. Guten Tag!!
    Mein Kind ist jetzt 10 Jahre alt. Als sie 2 wurde haben ich und ihr Vater uns getrennt ( wir waren nicht verheiratet). Ich habe direkt bei dem Jugendamt einen Antrag auf Unterhalt gestellt. Er wollte es nicht zahlen und hat sich zahlungsunfähig gemacht. Also Harz 4. Das ewige hin und her schreiben zwischen ihn und Jugendamt zur nix gebracht. Jetzt sind es 8 Jahre vergangen und ich frage mich ist das echt alles?? Es ist auch sein Kind wieso kann ihn keiner verpflichten den Unterhalt rückwirkend zu erstatten und weiter kosten für eigenes Kind zu tragen? Ist es der Frau gerecht? Danke für Antwort.

    • scheidung.org says:

      Hallo Olga,

      es ist möglich, den Kindesunterhalt rückwirkend geltend zu machen – ab dem Zeitpunkt da Sie erstmalig einen Anspruch begründet haben. Bei Unwillen des Kindesvaters ist dies allerdings nur durch ein Urteil beim Familiengericht möglich. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um weitere Schritte zu besprechen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  6. Hallo,

    mein Ex-Mann zahlt, wenn überhaupt, schon immer zu wenig Unterhalt. Ich habe seit Jahren einen Titel, doch muss ich das Geld für den Gerichtsvollzieher vorlegen. Mir hat man gesagt, dass ich das tun muss, da die Summe zu hoch ist…. Ist der Unterhalt nun verfallen oder nicht?

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      Unterhaltsforderungen können durch den Titel in der Regel auch noch bis zu drei Jahre nach dem Inverzugsetzen eingefordert werden. Wenden Sie sich ggf. an einen Anwalt, um zu ergründen, wie Sie die offenen Forderungen geltend machen können.

      Ihr Scheidung.org-Team

  7. Hallo .
    Meine Gesichte ist evtl etwas komplizierter . 2004 ist meine Mutter mit meinen zwei Schwestern, meinen Bruder und mir von meinen Vater abgehauen. Damals hat er keinen unterhalt gezahlt und meine Mutter hat nur für ein Jahr für meine kleine Schwester unterhalt Vorschuss bekommen . Wir drei anderen waren „zu alt “ (12,13&15).
    Jedoch hat meinen Mutter ein Titel gegen ihn bekommen.
    Allerdings saß mein Erzeuger bis März dieses Jahres im Knast. Er saß ca 8 Jahre. Nun haben wir raus bekommen das er wie es aussieht einen eigenen kleinen Laden hat
    Meine Frage ist können wir ihn rückwirkend auf unterhalt anklagen und wie würde das ablaufen? Danke im voraus

    • Scheidung.org says:

      Hallo Lisa,

      wenn im Titel Rückstände aufgeführt werden, können diese noch 30 Jahre später geltend gemacht werden. Für alle anderen Ansprüche gilt zumeist eine Verjährungsfrist von drei Jahren.

      Ihr Scheidung.org-Team

  8. Hallo!
    Mein Mann ist seit 14 Jahren geschieden und seit 4 Jahren neu verheirater. Er hat eine 16 jährige Tochter. Die Mutter hat bei der Scheidung absichtlich keinen Unterhalt für das Kind eingefordert, weil Sie ihren E-Mann auf einen Berg von Schulden sitzen lassen hat und seine Konten geplündert hat und fremd ging.
    Meine Frage wäre, könnte Sie nach fast 17 Jahren auf einmal Unterhalt für das Kind einklagen?
    Mein Mann hat sich um sein Kind gekümmert so wie ich auch. Seit einem Jahr ist der Kontakt leider abgerissen (Pubertät, erster Freund, Neid der Ex Frau….)

    • Scheidung.org says:

      Hallo Beate,

      grundsätzlich können solche Vereinbarungen unwirksam sein, da den Kindern stets Unterhalt zusteht. Daher besteht auch die Möglichkeit, dass nun trotz bestehender Vereinbarung entsprechende Forderungen erfolgen können. Wenden Sie sich an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  9. Katharina says:

    Hallo,
    ich befinde mich gerade im Scheidjngsverfharen und habe erfahren dass mein Mann monatlich knapp 60 Euro zu wenig kindesunterhalt bezahlt. Die 60 euro sind bereits angefordert durch meine Anwältin. Kann ich aber auch rückwirkend etwas einfordern?

    • scheidung.org says:

      Hallo Katharina,

      wie Sie unserem Ratgeber entnehmen können, ist dies unter Umständen möglich. Besprechen Sie die Einzelheiten mit Ihrer Rechtsanwältin.

      Ihr Scheidung.org-Team

  10. Olivera says:

    Hallo,

    ich bin seit 14 Jahre geschieden,meine Kinder sind mittlerweile 22 und 24. Am Anfang habe ich Unterhaltsvorschuss von Jugendamt bekommen , danach kam von meinem ex Man nichts. Kann ich nach so viel Zeit noch rückwirkend Unterhalt anfordern

    • Scheidung.org says:

      Hallo Olivera,

      regelmäßig verwirkt der Unterhaltsanspruch nach einem Jahr, wenn er nicht geltend gemacht wurde. Dies gilt auch, wenn der Anspruch tituliert wurde. Kontaktieren Sie am besten einen Anwalt, dieser kann die Details genauer prüfen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  11. Hallo,
    Ich bin 18 aber gehe noch zur Schule (Abitur). Habe auch den Titel um das Geld einfordern zu können.
    Wie muss so eine Zahlungsaufforderung aussehen? Ist ein Schreiben von einem Anwalt zwingend erforderlich oder reicht ein selbst Formulierter Brief? oder vielleicht auch schon eine Whatsapp Nachricht?

    LG

    • Meine Eltern sind getrennt und geschieden. Lebe bei meinem Vater und möchte das Geld von meiner Mutter einfordern.

      • Scheidung.org says:

        Hallo Normen,

        die Vollstreckung eines Unterhaltstitels kann im Zweifel durch einen Gerichtsvollzieher erfolgen, sollte der Zahlungspflichtige sich nicht willig zeigen. Im Zweifel kann sogar die Lohnpfändung beim Arbeitgeber durchgesetzt werden.

        Ihr Scheidung.org-Team

  12. Hallo Scheidung.org Team!
    Ich bin seit 1999 verheiratet und habe einen 15 jährigen Sohn. Seit der Geburt unseres Sohnes wird die Ehe nicht mehr vollzogen. Seit mind. 8 Jahren schlafen wir getrennt (getrennte Betten), aufgrund der Räumlichkeiten aber in einem Raum. Die Finanzen laufen noch über ein Konto. Seit etwa drei Jahren finden kaum mehr gemeinsame Essen statt. Und Urlaube seit etwa 6 Jahren nicht mehr. Vor 6 Jahren haben wir bereits über Trennung gesprochen, die nicht durchgeführt wurde. Das Verhältnis zwischen meinem „Mann“ und mir hat sich seither stetig verschlechtert, so dass es mittlerweile gesundheitliche Auswirkungen auf mich hat.
    Ich habe jetzt einen Mann kennengelernt mit dem ich mir eine gemeinsame Zukunft vorstellen kann. Was sollte ich beachten damit ich meinen Unterhaltsanspruch nicht verliere, wie lange stünde er mir ggf. zu? Was ist mit meinem Rentenanspruch?
    Bzgl. des „neuen“ Mannes – Auftreten in der Öffentlichkeit, zusammenziehen (ist derzeit noch nicht in Aussicht)?
    Verwirke ich gar meinen Anspruch, wenn mein „Mann“ Kenntnis gelangt?
    Wie kann ich am Besten für mich vorgehen?
    Werde ich Unterhaltspflichtig, wenn mein Sohn bei meinem Mann bleibt?
    Das Nettoeinkommen meines „Mannes“ ist mehr als doppelt so hoch wie das meinige.
    Vielen Dank!

    • Scheidung.org says:

      Hallo Anne,

      während des Trennungsjahres steht Ihnen der sogenannte Trennungsunterhalt zu. Ob und wie lange Ihnen nach der Scheidung noch Unterhalt zusteht, lässt sich aus der Ferne schwer beurteilen. Grundsätzlich sind nach der Scheidung beide Ehepartner für sich selbst verantwortlich und unterliegen einer erhöhten Erwerbsobliegenheit. Nur wenn Sie dieser z. B. wegen Krankheit nicht nachkommen können, steht Ihnen nachehelicher Unterhalt zu.
      Die Rentenanwartschaften aus der Ehezeit werden im Rahmen der Scheidung beim Versorgungsausgleich verteilt.
      Ihre Unterhaltsansprüche gelten dann als verwirkt, wenn Sie eine neue verfestigte Lebensbeziehung führen.

      Wir raten Ihnen dazu, einen Anwalt aufzusuchen. Dieser kann Sie umfassend beraten.

      Ihr Scheidung.org-Team

  13. Susanne says:

    Der Unterhaltsbetrag ist zu niedrig trotz Titel werden keine 128% bezahlt , kann da rückwirkend gefordert werden ??

    • Scheidung.org says:

      Hallo Susanne,

      grundsätzlich ist es möglich, Unterhalt rückwirkend einzufordern, allerdings sind die mehrere Voraussetzungen zu beachten. Es ist beispielsweise wichtig, dass Sie den Unterhaltspflichtigen in Verzug gesetzt haben, darüber hinaus ist meist eine dreijährige Frist zu beachten. Sind die Rückstände im Titel aufgeführt, gilt eine Verjährungsfrist von 30 Jahren. Kontaktieren Sie am besten einen Anwalt, welcher sich Ihren Fall genauer anschauen kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

  14. Guten Tag,

    ich habe in diesem Jahr (2016) einen Unterhalt für meine Tochter in Höhe von 429 ,-€ bezahlt. Meine Ex Frau möchte nun Rückwirkend die Differenz nachbezahlt haben da ich Ihrer Meinung zu wenig gezahlt habe, da ich netto deutlich mehr verdient habe, lt. aktuellem Stand rutsche ich in der Düsseldorfer Tabelle auf die Stufe, das ich monatlich 510,-€ zaheln müsste. Muss ich nun die Differenz nachträglich zahlen?

    • scheidung.org says:

      Hallo Timo,

      es kommt bei der Nachforderung des Kindesunterhalts darauf an, zu welchem Zeitpunkt der Unterhaltsschuldner erstmalig zur Offenlegung seiner Einkünfte aufgefordert wurde. In der Regel kann bis dahin keine Nachforderung gestellt werden.

      Ihr Scheidung.org-Team

  15. Hallo!

    Ich bin seit 6 Jahren geschieden (09.2010). Der nacheheliche Unterhalt wurde bei unseren Scheidung kein Thema – ich wollte das nicht, weil:

    a/ich keine Basis für den Anspruch auf nachehelichen Unterhalt sah (und damit zusätzliche Scheidungskosten – ich habe die Scheidung eingereicht – vermeiden wollte), da
    b/ wir keine gemeinsame Kinder haben und
    c/ zum Zeitpunkt der Scheidung hatte ich eine SVpflichtige Stelle (fast 7 Monate)

    Ich werde demnächst einen ALG II-Antrag (im Anschluss auf ALG I) stellen müssen.
    Frage. Kann das Jobcenter mich dazu zwingen, den nachehelichen Unterhalt (für die Zukunft) einklagen? Für die Antwort danke im Voraus.

  16. Hallo, ich habe den Kindsvater zur neuberechnung des Unterhalt am 20.10.2016 aufgefordet. Es kam bis heute noch nichts, wielange muss ich noch abwarten?

    • Scheidung.org says:

      Hallo Cindy,

      in solchen Angelegenheiten ist es immer ratsam eine Frist zu setzen, damit beide Parteien wissen, wie viel Zeit zur Verfügung steht. Sie haben nun die Option, den Kindsvater nochmals mit einer Frist um die Auskunft zu bitten oder Sie gehen gleich zu einem Anwalt, der dies für Sie übernimmt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  17. Hallo.Ich habe seid letzten Jahr August die Erhöhung des Unterhalt Kind nicht gezahlt. Bzw ich wusste es auch nicht.Im Februar 2016 habe ich mein Kind zur Adoption freigegeben.Sprich das der neue Mann meiner Ex es adoptieren darf.Im Juli 2016 kam das es Vollzogen wurde. Ich habe die Erhöhung nicht gezahlt und ab Oktober nicht den Unterhalt da meine Ex mir von da an anbot wegen der Adoption . Und das ich bei einwilligen nicht mehr zahlen muss.Jetzt geht seit September die Diskussion los wegen dem Geld. Ich soll von August 2015 bis Februar 2016 nachzahlen.Besteht da noch Recht dazu?
    Mein Anwalt sagte das ich zahlen soll.Ich sehe es nicht ein die 1700 Euro zu zahlen da sie mich Verarscht haben.
    Und dann habe ich noch eine Frage wegen dem Kindergarten Beitrag.Meine Ex hat mir nie eine Rechnung gezeigt. Wurde aber vom Gericht damals zu 110 Euro Kindergarten Beitrag verdonnert. Kann ich diese Steuerlich geltend machen? Ich denke das diese Mehrbelastung meine Ex Steuerlich geltend gemacht hat.Obwohl sie mir zusteht.Was kann ich da machen? Zum Finanzamt gehen? Es fordern / überprüfen lassen?

    Danke schonmal für eine Aufklärende Antwort

    • Scheidung.org says:

      Hallo Patrick,

      wenden Sie sich an Ihren Anwalt, um Ihre spezielle Situation zu klären. Wir sind an dieser Stelle nicht befugt, Rechtsberatung zu erteilen. Nur so viel: Grundsätzlich können Unterhaltsrückstände beim Kindesunterhalt auch nachträglich eingefordert werden.

      Ihr Scheidung.org-Team

  18. Hallo, ich habe dem Kindsvater eine „Aufforderung zur Auskunftserteilung gemäß § 1605 BGB“ zugesandt und darin geschrieben, dass er „als Vater meiner Kinder lt. § 1601 BGB und § 1570 BGB zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet“ ist.
    Die genaue Bezeichnung „Kindesunterhalt“ und „Betreuungsunterhalt“ habe ich nicht verwendet. Der Kindesunterhalt ist strittig, da er die Auskunft verweigert und statt dessen den Mindestunterhalt bezahlt. Wir sind nicht verheiratet. Nun habe ich festgestellt, dass ich mich statt auf § 1570 BGB auf § 1613 l BGB hätte beziehen müssen.
    Es sollte doch in Bezug auf Betreuungsunterhalt unerheblich sein, ob es sich um ein eheliches oder ein uneheliches Kind handelt, oder? Durch § 1613 l BGB ist doch eine nichteheliche Mutter einer geschiedenen Mutter gleichgestellt.
    Wichtig wäre für mich zu wissen, ob ich aufgrund des falschen Paragraphen und der Nicht-Bezeichnung als Betreuungsunterhalt diesen für die Vergangenheit überhaupt noch verlangen kann?

    Ergänzung: gemeint war § 1615 Abs. 1 BGB… nicht § 1613 l BGB.

    Vielen Dank.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Nicole,

      da Sie eine Auskunft über die Vermögensverhältnisse verlangt haben, sollten Sie bis zu diesem Zeitpunkt auch rückwirkenden Unterhalt verlangen können. Der Betreuungsunterhalt steht auch nicht verheirateten Partnern zu und ist maßgeblich von dem Alter des Kindes abhängig. Wenden Sie sich am besten an einen Anwalt, der den Kindsvater kontaktiert und Ihre Ansprüche bzw. die Ihres Kinder überprüft.

      Ihr Scheidung.org-Team

  19. Hallo,

    ich wüsste gerne, ob der Vater in Verzug gerät, wenn ich ihn unter Fristsetzung zur Beteiligung an der Säuglingserstausstattung auffordere, er dies aber ablehnt. Beides erfolgte kurz vor dem 1. Geburtstag unseres Kindes. Ist mein Anspruch bzw. der unseres Kindes nun verjährt, da der Geburtstag vorüber ist? Danke im Voraus für Ihre Bemühungen.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Marina,

      inwiefern Sie einen dies als Sonderbedarf geltend machen können und welche Fristsetzungen dafür Beachtung finden, kann Ihnen ein Anwalt sagen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  20. hallo,
    ich habe seit der Scheidung 2013 Kindesunterhalt gezahlt. Eine Verpflichtungsurkunde vom Jugendamt liegt auch vor bzw. ich habe es beantragt und akzeptiert. Die Zahlung in Höhe von 200€ habe ich an die Unterhaltvorschußkasse entrichtet. Nun habe ich vom Anwalt ein Schreiben erhalten das ich keinen Unterhalt zahlen würde und dies sofort nachkommen soll. Da ich auch so lange in Verzug wäre solle ich auch einen höheren Bertrag zahlen als die Düsseldorfer Tabelle verlangt. Nachdem ich klar gemacht habe das ich doch zahle verlangt er von mir die Zahlungen bis 2013 aufzulisten.
    Meine Frage;
    1. bin ich verpflichtet solch eine Auflistung zu machen, letzten endes bekommt meine Ex doch die Zahlungen?
    2. Bin ich überhaupt verpflichtet die Differenz nach zu zahlen? Dies liegt nämlich vor (25€/Monat). Da aber nicht mehr verlangt wurde habe auch ich nicht mehr gezahlt.

    ein danke im Voraus

    • Scheidung.org says:

      Hallo Hans,

      wenden Sie sich bitte an einen Anwalt. Dieser kann Sie umfassend beraten und für Sie das Jugendamt kontaktieren.

      Ihr Scheidung.org-Team

  21. Bei der Scheidung vor 3 Jahren (überwiegendes Verschulden meines Mannes) ist im Gerichtsurteil nicht auf Unterhalt bzw. Unterhaltsverzicht eingegangen worden.
    Mittlerweile bin ich in Pension und mein Exmann hat seinen Job verloren.
    Seine Rechtsanwältin meint, dass dies mein Verschulden ist und kündigt Unterhaltsverwirkung an. Ich habe die Anschuldigungen zurückgewiesen möchte jedoch gerne wissen, ob es möglich ist,dass ich zu Unterhaltszahlungen verpflichtet werden kann

    • Scheidung.org says:

      Hallo Rosi,

      grundsätzlich können für die Geltendmachung von Unterhalt nur die ehelichen Bedingungen herangezogen werden. Bestand bereits zum Zeitpunkt der Trennung und Scheidung ein Bedarfsgrund, kann dieser mitunter auch nachgefordert werden – sofern dieser zum damaligen Zeitpunkt eingefordert wurde. Wenden Sie sich Ihrerseits an einen Anwalt, um die Ansprüche Ihres Exgatten zu prüfen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  22. Guten Tag,
    Ich habe jeden Monat meine Gehaltsabrechnung dem Jugendamt geschickt.
    Im Oktober bekam ich ein Schreiben in den Stand ich Zahle zu wenig und solle rückwirkend Nachzahlen. Das Änderungschreiben kam auch im Oktober.

    Darf das Jugendamt rückwirkend ab Mai den Unterhalt Verlangen?

    Die Neuberechnung kam wohl durch meine schwankendendes Einkommen, da ich nicht jeden Monat die gleiche Prämie bekomme.habe aber wie gesgat immer meine Abrechnung vorgelegt.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Alex,

      im Allgemeinen kann Kindesunterhalt auch rückwirkend eingefordert werden. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Rechtsanwalt, um die Neuberechnung des Jugendamtes prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  23. stephanie L. says:

    Halli, ich bin seit Jahren geschieden, es wurde vom Gericht damals pro Kind 45,50€ berechnet, weil mein exmann damals alle Kosten vom gemeinsamen Haus übernehmen wollt. Dieses Haus wurde ca.1 Jahr später Zwangsversteigert . Unterhalt erhielt ich fast 9 Jahre später zum ersten Mal, da er vorher angeblich nicht gearbeitet hat. Seit letztem jahr arbeitet er und Ich bekomme diese 45,50€ . Muss ich mich damit zufrieden geben, oder kann ich jetzt nach Düsseldorfer TabelLe den Unterhalt fordern?

    • scheidung.org says:

      Hallo Stephanie,

      Sie können die Höhe des Unterhalts neu berechnen lassen, wenn Ihr Ex-Mann ein anderes Einkommen hat als noch vor neun Jahren. Ein Anwalt kann Ihnen dabei helfen.

      Ihr Scheidung.org-Team

      • Stephanie L. R. says:

        Danke schon mal. Er hat erst seit 2016 ein Einkommen. Ich habe einen Titel gegen ihn, den ich an das Jugendamt abgetreten habe, über die laufen die Zahlungen. Können die das mit dem Unterhalt auch🤗 Regeln oder nur mein Rechtsanwalt?

  24. Sabrina says:

    Hallo, unsere Geschichte ist auch etwas länger! Mein Mann hat eine 7 jährige Tochter aus einer früheren Beziehung und hat sich von der Mutter getrennt als diese 6 Monate alt war! Seitdem zahlt er unterhal, dieser damals von einem Anwalt berechnet wurde!
    Die Mutter des Kindes hat vor 5 Jahren einen neuen Mann kennen gelernt und diesen vor 2 Jahren geheiratet! Da zwischen unserem und deren Wohnort 600km liegen ist der Kontakt teilweise etwas schwierig, da alles dafür getan wird uns aus deren neuer Familie raus zu halten! Letztes Jahr im Mai bekamen wir ein Schreiben das mein Mann seine Einkommenaverhältnisse offen legen solle, um den Unterhaltsanspruch neu zu berechnen, was er auch tat! Dabei kam raus das er anstatt der bisher knapp ca 250 euro monatlich, ca 350 euro zahlen müsse! Dies haben wir allerdings nur am Telefon durch die Mutter des Kindes erfahren! Seitdem zahlt mein Mann den höheren Unterhalt!
    Gestern abend am Telefon hat der neue Mann der Kindesmutter behauptet, daß mein Mann jahrelang untethaltsbetrug geleistet hat, das er dies vom Kreis … schriftlich hätte und das der jetzt eine gewaltige Nachzahlung leisten müsse!
    Wir können uns das nicht erklären, da mein Mann immer pünktlich und ohne Ausnahme den Unterhalt bezahlt hat und auch nach Aufforderung seine Bezüge offen gelegt und danach mehr Unterhalt gezahlt hat, trotzdem machen wir uns jetzt Gedanken was da kommen kann/wird?
    Kann es wirklich sein das mein Mann unwissentlich untethaltsbetrug behangen hat, obwohl er immer gezahlt hat? Und wenn ja was würde dann auf ihn zukommen? Vielen Dank schon mal im Voraus

    • Scheidung.org says:

      Hallo Sabrina,

      normalerweise muss der Unterhaltspflichtige auch nur den geforderten Unterhalt zahlen. Nachzahlungen können regelmäßig nur auf Ihren Mann zukommen, wenn der (höhere) Unterhalt auch eingefordert wurde und Ihr Mann es unterließ diesen zu zahlen. Insofern können wir Ihnen nur raten, sich einen Anwalt zu suchen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  25. Ahlborn says:

    Wir wurden 2012 geschieden. Wir haben 2 Kinder. Das 12-Jährige lebt bei mir, das 8 Jährige bei der Mutter. Laut notarieller Scheidungsfolge-Vereinbarung einigten wir uns darüber, dass wir beide jeweils dem nicht bei uns lebenden Kind zum Barunterhalt verpflichtet sind. Ich habe meine Frau von den höheren/weitergehenden Unterhaltsansprüchen für den bei mir lebenden 12-jährigen bis einschließlich April 2016 frei.
    Die Notsrin hat uns darauf hingeweisen, dass hierin kein Unerhaltsverzicht liegt.

    FRAGE: Kann ich Im Januar 2017 den Differenz-Unterhaltsbetrag ab Mai 2016 fordern? Denn Zahlungstermin und Betrag waren notariell vorgegeben. Oder kann ich erst den Unterhalt ab Januar 2017 fordern.

    • Scheidung.org says:

      Hallo,

      ob sie den Unterhalt rückwirkend für Ihr Kind fordern können, hängt u.A. davon ab, ob Sie diesen bereits im April 2016 eingefordert haben. Darüber hinaus kann auch Ihre Scheidungsfolgevereinbarung hierzu weiteres festhalten, wenden Sie sich daher bitte an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  26. Hallo,

    Mein jetzt geschiedener Ehemann hat Einspruch erhoben, wegen dem Trennungs Unterhalt. Vor dem Oberlandesgericht hat er (ein für mich besseres Urteil ) bekommen und die Klage zurück gezogen. Kann ich das Urteil anerkennen lassen?
    LG
    CARMEN

    • Scheidung.org says:

      Hallo Carmen,

      sofern das Urteil rechtskräftig ist, bedarf es in aller Regel keiner zusätzlichen Anerkennung. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um die nächsten Schritte zu erörtern.

      Ihr Scheidung.org-Team

  27. Christian says:

    Hallo liebes Scheidung.Org Team !

    Wann sollten die Kosten für einen Sonderbedarf beim Vater angemeldet werden, damit er sich auf eine eventuelle Mitfinanzierung vorbereiten kann? Die Mutter weiß die Höhe der anfallenden Kosten, diesen müssen nach 4 Monaten vollständig bezahlt sein. Nach weiteren 7,5 Monaten wird der Vater aufgefordert, einen großen Teil davon zu tragen.
    Reicht das aus, um die einjährige Frist der möglichen Geltendmachung einzuhalten, dass der Bedarf kurz vor Ende des Ablaufes des Jahres beim Vater angemeldet wird, obwohl die Kosten dafür schon vor 8 Monaten von der Mutter gezahlt worden sind und seit 11,5 Monaten bekannt waren?
    Es besteht kein gemeinsames Sorgerecht.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Christian,

      wenden Sie sich in Ihrem speziellen Fall an einen Anwalt. Wir sind nicht befugt, Rechtsberatung zu erteilen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  28. Hallo liebe community,
    bei uns ist es bisschen kompliziert.
    Im Jahre 2001 haben sich meine Eltern geschieden mein Vater hat mir bislang keinen Unterhalt bezahlt nur das Jugendamt und das nur 72 Monate seid dem bezahlt mein Vater mir keinen Cent.
    Meine Frage lautet kann ich die Jahre die er nicht bezahlt hat also ab dem Zeitpunkt an wo das Jugendamt aufgehört hat zu zahlen das Geld von ihm zurückfordern?

    Mit freundlichen Grüßen

    • Scheidung.org says:

      Hallo Can,

      Unterhalt für die Vergangenheit können Sie regelmäßig nur verlangen, wenn Sie Ihren Vater auch in Verzug gesetzt haben. Konkret bedeutet dies, Sie können erst ab dem Zeitpunkt rückwirkend Unterhalt verlangen, ab dem Sie den Unterhalt auch eingefordert haben (z. B. Auskunft über Einkommens- und Vermögensverhältnisse, Unterhaltstitel etc.). Werden die Ansprüche allerdings über drei Jahre nicht geltend gemacht, kann der Unterhaltsanspruch verwirkt sein. Lassen Sie sich am besten von einem Anwalt beraten.

      Ihr Scheidung.org-Team

  29. Hallo,
    hat ein Kind, dass 19 Jahre ist und ein Studium beginnt und bisher vom Vatter Unterhalt erhalten hat (Unterhalt wurde mit 14 Jahren das letzte mal beim Familiengereicht berechnet) automatisch weiter Anspruch oder muss er dieses explizit neu einfordern?
    Der Sohn lebt bei der Mutter und der Vatter hat das damals festgesetzte Unterhalt einfach weiter gezahlt.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Sabine,

      regelmäßig haben auch volljährige unverheiratete Kinder bis zum Abschluss der ersten Berufsausbildung einen Anspruch auf Unterhalt. Dennoch ist es ratsam, dass Ihr Sohn diesen nochmals schriftlich einfordert. Setzen Sie sich mit einem Anwalt zusammen, der Ihnen auch bei der Berechnung helfen kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

  30. Guten Tag,

    seit fast drei Jahren lebe ich getrennt von meiner Frau.
    Bis zur Schwangerschaft arbeitete sie in Vollzeit und verdiente seinerzeit auch auch mehr als ich in Vollzeit.
    Es kam die Babypause und danach arbeitete auf Halbzeit weiter, also eine halbe Stelle.
    Es kam zur Trennung vor drei Jahren, meine Ex schlug mir vorher vor:
    Kindesunterhalt 400 Euro, sie selber will keinen Unterhalt, wenn es für sie finanziell zu eng wird sucht sie sich einen Nebenjob oder wechselt auf eine 3/4 stelle bzw. arbeitet bei ihrem Arbeitgeber Vollzeit.
    (Stellenausschreibungen für Vollzeit hat ihr Arbeitgeber genug, lt. Tarifvertrag würde sie bei einer Bewerbung anderen Bewerbern gegenüber bevorzugt behandelt)
    Das Kind ist nun volljährig und lebt bei seit der Trennung bei seiner Mutter.
    Die Mutter arbeitet weiterhin 50 %, Anstalten in Vollzeit zu gehen macht sie nicht.
    Dafür fordert sie und rund 600 Euro Unterhalt für das volljährige Kind, da sie auf einmal das Schulgeld ins Spiel bringt, was sie eigentlich selber tragen wollte bzw. anteilig im Kindesunterhalt enthalten war.
    Auch ihr Einkommen rechnet sie sich schön, netto 1600 Euro, abzüglich 300 Euro Fahrgeld bei 10 Arbeitstagen mit je 2 x 15 km im Monat zzgl. eines abziehbaren Ratenkredites.
    Daraus resultiert nun eine Forderung von über 300 Euro monatlich von ihr.
    Würde meine Ex-Frau Vollzeit arbeiten käme sie auf weit über 2600 Euro netto und würde sogar mehr verdienen als ich.
    Im Bezug auf den Wechsel von einer halben Stelle auf ein Vollzeit lese ich: Dazu müsste ich sie auffordern, was ich ja selber versäumt hatte und dann hätte sie dafür ein Jahr Zeit und sie hat somit so lange bis zur Arbeitsfindung bzw. Ablauf der Frist ohne Mehrverdienst auch auf einen Anspruch auf ihren Unterhalt von mir.

    Ist das alles normal oder will mich da jemand testen, wann ich kapituliere?
    Es sind nicht viele, doch denen ich von dieser Geschichte erzählen, die meinen ich erzähle ein Märchen.

  31. Hallo liebes Scheidung.Org Team,
    ich lebe seit Mitte 2015 mit zwei Kindern getrennt vom Vater der Kinder. Er hat damals von sich aus beim Jugendamt eine Urkunde über die Verpflichtung zum Unterhalt erstellen lassen und unterschrieben, mit einem statischen Betrag, den er auch zahlt.
    Mir ist leider erst letzten Monat aufgefallen, dass er die Steigerungen entsprechend Düsseldorfer Tabelle in den zurückliegenden Jahren nicht berücksichtigt hat. Er erklärt nun, dass es ihm das auch nicht aufgefallen ist und er möchte nur ab sofort den richtigen Betrag zahlen, aber nicht die Differenzen in der Vergangenheit.
    Kann ich diese Differenzen nachträglich einfordern, auch wenn ich ihn jetzt erst in Verzug gesetzt habe?
    Viele Grüße
    Tine

    • Scheidung.org says:

      Hallo Tine,

      Sie können Unterhalt nur rückwirkend einfordern, wenn Sie den Vater der Kinder auch entsprechend in Verzug gesetzt haben. Teilen Sie ihm nun diesen Verzug mit, können Sie auch erst ab dem jetzigen Zeitpunkt entsprechend mehr Unterhalt einfordern.

      Ihr Scheidung.org-Team

  32. Kann man als Mann die Alimente zurückfordern wenn man sich Scheiden lässt.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Michl,

      (Rechtmäßig) gezahlte Alimente können nicht zurückgefordert werden.

      Ihr Scheidung.org-Team

  33. Hallo ….
    ich zahle seit 8 Monaten den von der Kindesmutter angegeben Betrag von 43,50 Euro für die KiTA, und noch denn nach der Düsseldorfertabelle errechneten Unterhalt.
    Jetzt ist ihr aufgefallen das ich 20 Euro mehr KITA Beitrag hätte zahlen müssen , und will dieses geld (160 Euro) rückwirkend gelten machen.
    ich hab sie, als sie den Anspruch vor 8 Monaten gelten gemacht hatte, um das offizielle schreiben gebeten, und dies hat sie mirbis gestern vorenthalten.
    Sie hat mir also Informationen vorenthalten.
    Bin ich verpflichtet diese Differenz rückwirkend zu zahlen?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe

    • Scheidung.org says:

      Hallo Saul,

      regelmäßig können solche Beträge nur rückwirkend gefordert werden, wenn Sie in der Vergangenheit bereits in Verzug gesetzt worden sind. Wenden Sie sich ggf. an einen Anwalt, der Ihr Recht überprüft.

      Ihr Scheidung.org-Team

  34. Alexandra S. says:

    Liebes Scheidung.org-Team,

    Ich habe mich im Mai 2016 scheiden lassen. Mein Exmann /Vater unseres Sohnes ( jetzt 16 Jahre) und ich hatten unss damals vor gGericht für das Wechselmodel entschieden und auch in einem Schreiben auf jegliche Geldzahlungen/ forderungen beiderseits verzichtet (also …z. B. ich fordere von ihm keinerlei gelder vom Sparvertrag…oder er von mir nichts vom verkauf eines gemeinschaftl. angeschafften Wertgegenstandes). Das Wechselmodell kam jedoch nie zu stande , weil mein Sohn dann doch nicht aller 14 Tage zum Vater wollte, um dort für 14 Tage zu wohnen. ( ich muss dazu sagen …der Vater wohnt 500 m !!!! weit entfernt und kümmerst sich kaum um seinen Sohn…er ist der Meinung …wenn sich sein Sohn nicht meldet , hat er Pech.)
    Nun meine Frage. Kann ich im Nachhinein noch Unterhalt verlangen…oder kann das mein Sohn sogar einklagen? . Der Vater hat seit letzten Jahr grad einmal 50 Euro zum Geburtstag für seinen Sohn übrig gehabt. Mein Sohn ist jetzt in der Ausbildung und verdient nur 400 Euro netto. Es reicht für ihn kaum hinten und vorn. Ich verdiene zwar gut, muss aber noch diverse Kredite abzahlen und habe eine Menge Unkosten ( normale Ausgaben eigentlich)- sodass ich meinen Sohn nicht immer unterstützen kann.Mein mann verweigert den Unterhalt, da er der Meinung ist, dass wir uns ja vor Gericht im letzten Jahr eindeutig geeinigt hätten. Hat mein Sohn trotz allem noch Anspruch auf Unterhalt vom Vater, vielleicht auch rückwirkend?? Danke im Voraus
    Alexandra

    • Scheidung.org says:

      Hallo Alexandra,

      da es sich beim Kindesunterhalt um einen Anspruch des Kindes handelt, können die Eltern in aller Regel nicht stellvertretend wirksam auf diesen verzichten. Ihr Sohn – vertreten von Ihnen – sollte sich an einen Anwalt wenden, um die Ansprüche auf Unterhalt gegenüber seinem Vater entsprechend prüfen zu lassen und ggf. einzufordern.

      Ihr Scheidung.org-Team

  35. Hallo, Scheidung org-Team,

    um meine Frage einfacher zu gestalten, gebe ich zunächst Eckdaten an:.

    Heirat 1986
    Trennung 2006
    Scheidung 2013
    drei erwachsene Kinder, davon
    zwei Kinder in Ausbildung, eines wird von mir finanziell vollständig unterstützt, das andere lebt im Haushalt meiner geschiedenen Ehefrau
    drittes Kind ist berufstätig mit eigener Familie

    meine Wiederverheiratung erfolgte 2015, kinderlos

    Meine erste Ehefrau hat von Anbeginn der Trennung gearbeitet. Ihr Arbeitseinkommen hat etwa 3/4 meines Arbeitseinkommens. Unsere gemeinsames Konto wurde bis heute aufrechterhalten und ich habe von diesem -ohne dass es eine gerichtlich geltend gemachte Unterhaltsverpflichtung für mich gibt – nur einen geringen Teil meines Arbeitsentgelts für mich beansprucht, da ich weitere laufende Einkünfte aus anderem Vermögen habe. Insofern fand eine abgesprochene, wenn auch nebulös weil nicht klar durch Zuordnung von Beträgen zu Personen „indirekte“ Unterhaltung meiner damals noch insgesamt unterhaltspflichtigen Kinder bzw. auch meiner damaligen Ehefrau durch mich statt. Diese war auch erforderlich war, da meine erste Ehefrau sonst das seinerzeitige gemeinsame Eigenheim, in welchem sie ja noch mit allen Kindern wohnte und welches ihr im Rahmen einer notariellen Vereinbarung zum alleinigen Eigentum und als Vermögensausgleich übertragen wurde, nicht hätte unterhalten können. Nun enden im nächsten Jahr die Zahlungsverpflichtungen aus diesem Eigenheim, so dass ich ein eigenes Konto für mein regelmäßiges Arbeitseinkommen einrichten werde. Dies wurde auch einvernehmlich erörtert. Ferner werde ich selbstverständlich für mein noch im Haushalt meiner ersten Ehefrau lebendes Kind solange Unterhalt zahlen, bis dieses eine Ausbildung beendet hat, auch wenn mein Kind vorübergehend ein eigenes nicht unerhebliches Einkommen hat. Auch werde ich mein zweites, nicht mehr im Haushalt meiner ersten Frau lebendes Kind bis zum Ausbildungsende weiterhin alleine vollständig finanziell unterhalten. Ich habe das alles nicht mitgeteilt um den Eindruck von unangebrachter Großherzigkeit zu erwecken, sondern um für die Beantwortung meiner folgenden Frage ein Gesamtbild der Umstände zu vermitteln.

    Frage:
    Trotz aller Unstreitigkeiten interessiert es mich, ob meine erste Frau noch heute nachehelichen Unterhalt für sich geltend machen könnte.

    • Scheidung.org says:

      Hallo Peter,

      um einen Anspruch auf nacheheliche Unterhalt zu haben, muss der Anspruchsberechtigte nachweisen, dass er bedürftig ist. Zudem gilt nach der Scheidung der Grundsatz, dass sich beide Partner selbst versorgen sollen. Dennoch kann ein Anspruch auf Unterhalt entstehen, dies hängt aber von verschiedenen Faktoren ab (Dauer der Ehe, Chancen auf dem Arbeitsmarkt, evtl. Auszeiten wegen Kinderbetreuung, etc), daher können wir Ihnen keine spezifische Antwort geben. Wenden Sie sich an einen Anwalt, der Ihren Fall einschätzen kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

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