Beim Finanzamt mittels Formular als dauernd getrennt lebend ausweisen – Was ist zu beachten?

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Entscheidet sich ein Ehepaar dafür, ihre eheliche Lebensgemeinschaft aufzugeben und die Scheidung einzureichen, müssen sie zunächst ein Jahr in Trennung leben. Dies bringt einige Konsequenzen mit sich, besonders für die Steuerklassen der beiden Ehegatten. Wichtig ist es, sich beim Finanzamt mittels Formular als dauernd getrennt lebend auszuweisen. Den Antrag zu stellen, beinhaltet jedoch ein paar Tücken. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen, was Sie beachten müssen, wenn Sie den Antrag beim zuständigen Finanzamt einreichen möchten.

Das Wichtigste in Kürze: Antrag stellen auf dauernd getrennt lebend

  • Ehepartner behalten im Kalenderjahr ihrer Trennung die zuvor gewählten Steuerklassen 3/5 oder 4/4. Ab dem 1. Januar des Folgejahres werden sie automatisch in die Steuerklassen 1 oder 2 (gilt für Alleinerziehende mit Kind) eingestuft.
  • Die Ehepartner können im Kalenderjahr ihrer Trennung einen Wechsel ihrer Steuerklasse von 3/5 zu 4/4 und umgekehrt beantragen. Dazu müssen sie die Erklärung zum dauernden Getrenntleben einreichen.
  • Der Steuerklassenwechsel muss im Kalenderjahr der Trennung bis zum 30. November beantragt werden.

Ausführliche Informationen zum Formular, um sich als getrennt lebend auszuweisen, erhalten Sie im Folgenden.

Formular für dauernd getrennt lebend: „Die Erklärung zum dauernden Getrenntleben“

Getrennt lebend: Allgemeines zum Antrag und zu den einzelnen Steuerklassen

Formular für dauernd getrennt lebend: So wechseln Sie die Steuerklasse.

Formular für dauernd getrennt lebend: So wechseln Sie die Steuerklasse.

Um die Lohnsteuer abzuziehen werden Arbeitnehmer in verschiedene Steuerklassen eingestuft. Diese erscheinen auf amtlichen Dokumenten für den Lohnsteuerabzug. Die meisten allein lebenden Menschen gehören der Steuerklasse 1 an.

Wenn ein Paar heiratet, erhalten beide Ehepartner nach der Hochzeit automatisch die Steuerklasse 4. Diese Einstufung lohnt sich für beide, wenn sie annähernd gleich verdienen. Eine Gehaltsdifferenz von bis zu 10 Prozent ist hier maßgeblich. Die Abzüge sind für beide Partner in dieser Variante gleich, die Vergünstigungen werden gleichmäßig aufgeteilt. Außerdem muss das Ehepaar nur eine Steuererklärung abgeben.

Ist die Differenz der Gehälter beider Ehegatten größer als 10 Prozent, sollten sie die Steuerklassen 3 und 5 wählen. Der schlechter verdienende Ehepartner wählt bei dieser Variante die Steuerklasse 5. Für den Besserverdienenden verdoppeln sich dadurch Freibetrag und Vorsorgepauschale, was dem Ehepaar letztendlich mehr Netto vom gemeinsamen Brutto lässt.

Die Steuerklasse kann einmal im Jahr durch einen schriftlichen Antrag gewechselt werden. Dieser muss dem Finanzamt bis zum 30. November vorliegen und von beiden Ehepartnern unterschrieben sein.

Hat das Paar Kinder, sollte es berücksichtigen, dass die Wahl der Steuerklasse Auswirkungen auf die Höhe des Kinderfreibetrages hat.

Entscheidet sich ein Ehepaar für die dauerhafte Trennung, bleiben bis zum Ende des Kalenderjahres die zuvor gewählten Steuerklassen bestehen. Ab dem 1. Januar des Folgejahres werden sie automatisch beide in die Steuerklasse 1 bzw. 2 eingestuft. Letztere gilt für Alleinerziehende mit Kind. Dabei ist unerheblich, wie viel Zeit von dem für die Scheidung vorausgesetzten Trennungsjahr bereits verstrichen ist.

Beispiel:

Die Ehepartner 1 beschließen, sich scheiden zu lassen, und trennen sich am 1. April 2017. Ihr Trennungsjahr, das vom Gericht für den Scheidungsantrag vorausgesetzt wird, dauert damit bis zum 31. März 2018. Am 1. Januar 2018 wird automatisch ihre Steuerklasse gewechselt – drei Monate vor Ende ihres Trennungsjahres.

Die Ehepartner 2 wollen sich ebenfalls scheiden lassen, trennen sich aber erst am 1. Oktober 2017. Ihr Trennungsjahr dauert bis zum 30. September 2018, der Wechsel der Steuerklassen erfolgt aber trotzdem am 1. Januar 2018 – 8 Monate vor Ablauf ihres Trennungsjahres.

Das Trennungsjahr ist also nicht gleichzusetzen mit dem (Kalender-)Jahr der Trennung.

Das Ehepaar kann bereits im Kalenderjahr ihrer Trennung einen Wechsel ihrer Steuerklassen beantragen. Dies ist allerdings nur von der Kombination 3/5 in 4/4 und umgekehrt möglich, und gilt auch, wenn die Steuerklassen in diesem Kalenderjahr bereits einmal gewechselt wurden. Bis zum 31. Dezember 2017 ist dafür die Zustimmung beider Ehegatten nötig. Ab 2018 genügt es, wenn nur ein Ehepartner den Antrag stellt. Dies gilt aber nur für den Wechsel der Variante 3/5 zu 4/4. Der andere Partner wird dann automatisch ebenfalls in die Klasse 4 eingestuft, unabhängig davon, ob er sich zuvor in Klasse 3 oder Klasse 5 befand.

Wie und bis wann ist das Formular für dauernd getrennt lebend einzureichen?

Dauerhaft getrennt lebend: Das Formular ist gemeinsam mit dem Antrag auf Steuerklassenwechsel einzureichen.

Dauerhaft getrennt lebend: Das Formular ist gemeinsam mit dem Antrag auf Steuerklassenwechsel einzureichen.

Um die Steuerklasse zu wechseln, muss das Ehepaar den Antrag auf dauernd getrennt lebend einreichen. Das Formular dazu ist die „Erklärung zum dauernden Getrenntleben“. Dieses muss zusammen mit dem Antrag auf Steuerklassenänderung bei Ehegatten ausgefüllt und unterschrieben werden. Die Formulare können per Post ans Finanzamt eingereicht oder persönlich abgegeben werden. Letzteres hat den Vorteil, dass der Antrag in der Regel sofort geprüft wird. Wichtig ist, dass der Antragsteller einen Identitätsnachweis wie den Personalausweis oder Reisepass mit sich führt.

In der Regel ist ein formloser Antrag ausreichend. Dabei ist zu beachten, dass der Antragsteller persönliche Daten wie Name und Anschrift sowie die Steuernummer und Steueridentifikationsnummer angibt. Im Internet gibt es auch zahlreiche Vordrucke für den Antrag auf Steuerklassenwechsel, derer sich die Ehepartner bedienen können.

Ehegatten, die ihre Steuerklassen im Jahr der Trennung wechseln möchten, müssen dies bis zum 30. November des entsprechenden Kalenderjahres beantragen.
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