Neue Düsseldorfer Tabelle 2021: Anpassungen bei Kinder­geld und Mindest­unterhalt

01. Dezember 2020 um 10:45 Uhr

Am heutigen Tag hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf die neue Düsseldorfer Tabelle für 2021 herausgegeben. Die Anpassung der Unterhaltstabelle zum kommenden Jahr war erforderlich geworden, weil nicht nur das Kindergeld ab Januar steigen wird, sondern auch der Mindestunterhalt. Welchen veränderten Unterhaltsanspruch haben Ihre Kinder damit ab 01.01.2021?

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Wie verändern sich Kindergeld und Mindestunterhalt?

Neue Düsseldorfer Tabelle 2021 veröffentlicht: Wie ändert sich der Kindesunterhalt?
Neue Düsseldorfer Tabelle 2021 veröffentlicht: Wie ändert sich der Kindesunterhalt?

Erst am vergangenen Freitag hat der Bundesrat der Erhöhung des Kindergeldes ab dem 01.01.2021 zugestimmt. Die Kindergeldsätze steigen demnach ab kommendem Januar auf

  • 219 Euro für das 1. und 2. Kind (bis 31.12.2020: 204 Euro),
  • 225 Euro für das 3. Kind (bis 31.12.2020: 210 Euro) und
  • 250 Euro für jedes weitere Kind (bis 31.12.2020: 235 Euro).

Da beim Kindesunterhalt auch das Kindergeld berücksichtig wird, macht das die Anpassung der Unterhaltstabelle erforderlich. Doch nicht nur das, denn: Außerdem steigt ab dem 01.01.2021 auch der Mindestunterhalt, der die Berechnungsgrundlage für die neue Düsseldorfer Tabelle 2021 darstellt.

Der neue Mindestunterhalt, der den Bedarfssätzen der 1. Einkommensgruppe entspricht, beträgt ab 2021:

  • 393 Euro für Kinder bis einschließlich 5 Jahren (bis 31.12.2020: 369 Euro)
  • 451 Euro für Kinder zwischen 6 bis einschließlich 11 Jahren (bis 31.12.2020: 424 Euro)
  • 528 Euro für Kinder zwischen 12 bis einschließlich 17 Jahren (bis 31.12.2020: 497 Euro)

Aus dem angepassten Mindestunterhalt ergibt sich mithin die folgende neue Düsseldorfer Tabelle für 2021:

Neue Düsseldorfer Tabelle 2021 (gültig ab 01.01.2021)

Net­to­ein­kom­men des
Bar­unter­halts­pflich­tigen
in Eu­ro pro Mo­nat
Al­ters­stu­fen in Jah­ren & Be­trä­ge in Eu­ro pro Mo­nat

Pro­zent­satz
Be­darfs­kon­troll­be­trag in Eu­ro pro Mo­nat

0-56-1112-17ab 18
1.bis 1.900393451528564100960 bzw. 1.160
2.1.901 - 2.3004134745555931051.400
3.2.301 - 2.7004334975816211101.500
4.2.701 - 3.1004525196086491151.600
5.3.101 - 3.5004725426346771201.700
6.3.501 - 3.9005045786767221281.800
7.3.901 - 4.3005356147197681361.900
8.4.301 - 4.7005666507618131442.000
9.4.701 - 5.1005986868038581522.100
10.5.101 - 5.5006297228459031602.200
ab 5.501 Berechnung je nach den Umständen des Einzelfalles

Neue Düsseldorfer Tabelle 2021: Zahlbeträge

Die Zahlbeträge ergeben sich aus dem Unterhaltsbedarf, den die neue Düsseldorfer Tabelle 2021 vorsieht, abzüglich des hälftigen Kindergeldes (bei volljährigen Kindern Abzug des gesamten Kindergeldsatzes). Grundsätzlich können aber auch weitere Einkünfte des Kindes bei der Berechnung des tatsächlichen Unterhaltsanspruches abgezogen werden.

Net­to­ein­kom­men des
Bar­unter­halts­pflich­tigen
in Eu­ro pro Mo­nat
Alters­stufen in Jah­ren & Beträge in Euro pro Monat

Prozentsatz
0-56-1112-17ab 18
1.bis 1.900393451528564100
1. und 2. Kind283,50341,50418,50345
3. Kind280,50338,50415,50339
ab dem 4. Kind268326403314
2.1.901 - 2.300413474555593105
1. und 2. Kind303,50364,50445,50374
3. Kind300,50361,50442,50368
ab dem 4. Kind288349430343
3.2.301 - 2.700433497581621110
1. und 2. Kind323,50387,50471,50402
3. Kind320,50384,50468,50396
ab dem 4. Kind308372456371
4.2.701 - 3.100452519608649115
1. und 2. Kind342,50409,50498,50430
3. Kind339,50406,50495,50424
ab dem 4. Kind327394483399
5.3.101 - 3.500472542634677120
1. und 2. Kind362,50432,50524,50458
3. Kind359,50429,50521,50452
ab dem 4. Kind347417509427
6.3.501 - 3.900504578676722128
1. und 2. Kind394,50468,50566,50503
3. Kind391,50465,50563,50497
ab dem 4. Kind379453551472
7.3.901 - 4.300535614719768136
1. und 2. Kind425,50504,50609,50549
3. Kind422,50501,50606,50543
ab dem 4. Kind410489594518
8.4.301 - 4.700566650761813144
1. und 2. Kind456,50540,50651,50594
3. Kind453,50537,50648,50588
ab dem 4. Kind441525636563
9.4.701 - 5.100598686803858152
1. und 2. Kind488,50576,50693,50639
3. Kind485,50573,50690,50633
ab dem 4. Kind473561678608
10.5.101 - 5.500629722845903160
1. und 2. Kind519,50612,50735,50684
3. Kind516,50609,50732,50678
ab dem 4. Kind504597720653

Weiterführende Ratgeber rund um den Kindesunterhalt:

Änderungen auch beim Unterhaltsvorschuss 2021

Durch die Anhebung von Mindestunterhalt und Kindergeld ergeben sich auch beim Unterhaltsvorschuss veränderte Maximalbeträge, denn dieser ergibt sich aus folgender Berechnung:

Mindestunterhalt – volles Kindergeld = max. Unterhaltsvorschuss

Kindergeld, Mindestunterhalt, Unterhaltsvorschuss: 2021 ist das Jahr der Veränderungen!
Kindergeld, Mindestunterhalt, Unterhaltsvorschuss: 2021 ist das Jahr der Veränderungen!

Ab 01.01.2021 können Sie für Ihr Kind demnach maximal folgenden Unterhaltsvorschuss geltend machen:

  • Kinder bis einschließlich 5 Jahren: bis 174 Euro
  • Kinder zwischen 6 bis einschließlich 11 Jahren: bis 232 Euro
  • Kinder zwischen 12 bis einschließlich 17 Jahren: bis 309 Euro

Neue Düsseldorfer Tabelle 2021: Selbstbehalt bleibt auf dem derzeitigen Stand

Keine Änderungen hingegen gibt es beim Selbstbehalt der Unterhaltspflichtigen. Dieser wurde zuletzt 2020 angehoben und soll auch im kommenden Jahr auf dem Stand bleiben. Der Selbstbehalt beträgt auch für die neue Düsseldorfer Tabelle 2021 demnach:

  • gegenüber minderjährigen oder volljährigen privilegierten Kindern 1.160 Euro (bei Erwerbslosigkeit 960 Euro)
  • gegenüber nicht privilegierten volljährigen Kindern 1.400 Euro
  • gegenüber Ehepartnern bzw. dem anderen Elternteil eines gemeinsamen Kindes 1.280 Euro (bei Erwerbslosigkeit 1.160 Euro)
  • gegenüber Eltern 2.000 Euro

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Neue Düsseldorfer Tabelle 2021: Anpassungen bei Kinder­geld und Mindest­unterhalt
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Kommentare

  1. micha sagt:

    es ist eine pure Frechheit … die erneute Anpassung der Düsseldorfer Tabelle.
    Ja … das Geld kommt den Kindern zugute … Ja die Nebenkosten haben sich erhöht …. meine aber auch. In meinem Fall bezahle ich für 2 Kinder jetzt 60€ im Monat mehr … Aufs Jahr gerechnet 720€ mehr als letztes Jahr … das ist ein schöner Jahresurlaub …. den hätte ich wie jedes Jahr gerne mit meinen Kindern gemacht …. wenn Mama jetzt das Geld spart … dann darf sie mit den Kindern in den Urlaub.
    Das nenne ich Entfremdung der Kinder … und wird noch von unserer Politik unterstützt.
    Was bedeutet das jetzt …. den Gürtel noch enger schnallen.
    Wir zahlende Väter werden ausgebeutet … Ich unternehme wirklich viel mit meinen Kinder …. was mir durch ständiger Erhöhung genommen wird …
    DANKE AN ALLE BETEILIGTEN !!!!!!
    UNTERHALTSPFLICHTIGTE WEHRT EUCH !!!!!
    Wer kontrolliert den … ob es richtig ankommt … das Geld.
    6% weniger im Monat … Ist schon eine Ansage …
    Bekommen die Kinder von der tollen Mama … jetzt auch 6% mehr Liebe????
    Ich bin enttäuscht …. In Gesellschaft und Politik ….
    Alles nur geblubber

  2. Hassoun sagt:

    Das ist wirklich eine pure Frechheit. Wie oft wird die Düsseldorfer Tabelle erhöht. Das steht nicht mal in Relation zu keiner Erhöhung. So viel Gehaltserhöhung bekommt man nicht mal pro Jahr durch die Inflation. Nur Betrunkene, die die Tabelle verändern. Ich zahle für ein Kind durch die Erhöhung 387,5 € (365 €). Zudem kommt noch hinzu, dass ich mich hälftig an die Kortkosten (93 €) beteiligen muss. Ich liebe mein Kind über alles. Habe sie überwiegend mehr. Muss aber trotzdem für Kleidung, Urlaub, Geschenke, Fahrtkosten. Ich bemühe mich als Vater sehr, zahl aber durchweit mehr als den Unterhalt, der oben genannt wird. Hinzu kommt noch, dass die Mutter noch das Kindergeld in Höhe von 219 € bekommt. Das sind insgesamt 699,5 €. Wer will uns hier verarschen. So viel braucht ein Kind monatlich nicht, um die Lebenshaltungskosten, Spiele ind Spaß etc. Es gibt auch Väter, die ihr Kind überall lieben, zahlen aber einen riesen Geld, weil sie vernachlässigt werden und scheinbar nur die Unterhaltszahler in Ihren Augen sind. Es gibt viele Beiträge über Entfremdung von Kindern gegenüber einem Elternteil. Das ist ein Grund für eine Entfremdung. Ich glaube keiner von denen, die die Düsseldorfer Tabelle beschließen haben ein Herz. Denn dann würde das ganze komplett anders aussehen. man weiß nicht mal, wofür das ganze Geld ausgegeben wird… Fremdscham. By the way: Letztes Jahr waren es 15 € Erhöhung für mich und dieses Jahr 22,5 €. Für das Kind ändert sich in Neujahr nichts. Am 31.12. benötigt das Kind genauso viel Geld, wie am 1.01. Ihr spinnt doch. AN ALLE UNTERHALTSPFLICHTIGEN WEHRT EUCH. DAS KANN SO NICHT WEITERGEHEN. WIR HABEN AUCH EINE EXISTENZ UND WIR LIEBEN UNSERE KINDER. ABER DAS IST NICHT MEHR FAIR.

  3. EffK. sagt:

    Die letzten 3 Jahren wurden die zahlenden Väter wirklich gebeutelt! Zuallererst steht auch für mich das Kindeswohl an erster Stelle! Aber es existiert wirklich ein Ungleichgewicht! Man(n) fühlt sich wirklich als Straftäter, ist zur Zahlung verpflichtet (was auch richtig ist!). ABER – wer kontrolliert die andere Seite? Der Elternteil welcher seinen Quasi-Unterhaltsanteil in Form von Präsenz (!) fürs Kind leisten soll?! Ich spreche aus Erfahrung – es wird nicht kontrolliert ob der andere Teil gar nicht wirklich fürs Kind da ist! Ob dieser Vollzeit arbeiten geht (was noch in Ordnung geht) und zusätzlich noch einen Nebenjob hat! In konkretem Fall war es monetär nicht zwingend erforderlich und nur einem Luxusleben geschuldet. Wer kontrolliert ob das Geld überhaupt bei den Kindern ankommt?! Ich beherrsche es mit meinem Geld zu haushalten. Wenn ich sehe wieviel Geld ich monatlich überweise und was mein Kind davon bekommt, da wächst der Zorn in mir. Wo das Jugendamt an der Stelle ist? Zahnlose Tiger! Einer Einladung zum Mediationsgespräch musste die Person nicht folgen – auf Nachfrage konnte der Beamte an der Stelle nix unternehmen. Da fühlt man sich als zahlender Vater verlassen vom System. Auf uns wird nur mit dem Finger gezeigt – ein demütigendes Gefühl!

  4. Betroffener sagt:

    Ich gönne es den Kindern, wenn es dort wirklich ankommen würde! Desweiteren haben wohl die Wenigsten, aufgrund der Corona-Pandemie, eine entsprechende Gehaltserhöhung bekommen.
    Die gestiegenen Energiepreise muss man auch bezahlen, somit bleibt immer weniger zum Leben. Wie soll man als Unterhaltspflichtiger noch etwas sparen können, damit man mit den Kinder mal was unternehmen kann? Wie soll man sich in der Autonation noch ein Auto leisten können? Arbeit muss sich im Vergleich zu Hartz 4 lohnen!
    Es bedarf dringend einer Reformation zum Wohle aller Beteiligten.

    Wir haben aktuell soviele Krisen, die die Menschen zurecht mobilisieren. Deshalb sollten wir auch auf die Straße gehen und für eine bessere Zukunft kämpfen!

  5. marcus sagt:

    leider haben in Deutschland Väter keine Lobby…..
    Väter sind nur zahlende Mitglieder ohne Rechte, erkennbar auch an den Entscheidungen der Gerichte im Hinblick auf Sorgerecht und Umgangsrecht….
    Wie wäre es mit einer Quotenregelung, so wie bei den leitenden Positionen in Betrieben !?
    Aufenthalt der Kinder bei 50% der Mütter und 50% bei den Vätern?!
    Gleichberechtigung?!
    ich wäre sofort dabei!
    Eigentlich müsste der Unterhaltsempfangende Elternteil nachweisen,
    dass der Unterhalt auch für die Kinder genutzt wird…
    und nicht für den Konsum des Elternteils ( Mutter trägt Markensachen Kinder verdreckte aufgetragene no-name Sachen, Mutter arbeitet nicht leistet sich aber zwei Pferde und ein großes neues Auto)
    leider traut sich in Deutschland an diese Thematik keiner ran….
    und solange wir Väter uns das gefallen lassen, wird sich nichts ändern!!!
    und alleine geht es nicht!!

  6. Richard sagt:

    Ist einfach unglaublich. Woher kommen den diese Unterhaltsberechnungen her? Sind für mich auch überhaupt nicht nachvollziehbar. Die Entscheider leben wohl hinter dem Mond. Vor allem sehe ich das auch so. Das Geld wird überwiesen und man hat keine Möglichkeit nachzuvollziehen ob das Geld auch beim Kind ankommt. Desweiteren ist ein Bedarf von 418,50 € bei Kindern von 12-17 Jahren auch überhaupt nicht nachvollziehbar. Dass muß man sich mal vorstellen. Da kommt ja das Kindergeld auch noch drauf. ca. insg. 630.- € pro Monat! Ich frage mich, was man da alles für das Kind kaufen soll, um das Geld jeden Monat zu verbraten. Einfach nur realitätsfremd! In meinem Fall hat meine Exfrau einen gutsituirten Mann geheiratet und fahren seit 10 Jahren jedes Jahr mind. 5 x in Urlaub (Kreuzfahrt, usw). Ich denke, dass mein Unterhalt sozusagen als kleines Taschengeld dann im Urlaub dient :-( . Da bekommt man nur einen groll auf die Entscheider und Politiker, dass hier nichts seit Jahrzenten geändert wird. => Falls jemand weiß, ob es eine Petition oder ähnliches in Arbeit ist, die diese Misstände anprangert, gebt mir gerne Bescheid.

  7. Frank sagt:

    Als Selbständiger, der privat fürs alter vorsorgen muss, das frühere gemeinsame Haus alleine abzahlt und mit einer Exfrau, die fast das gleiche Nettoeinkommen hat und keine private Vorsorge zahlen muss, kommt man mit den Unterhaltszahlungen für zwei Kinder gerade so über die Runden. Das Geld kommt nur zum kleinen Teil bei den Kids an und dazu verbringen sie fast 40% des Jahres bei mir. Das zählt aber nicht mal ansatzweise. Absolute Frechheit, diese Regelung. Vor allem, da die Kinder nur einen kleinen Teil davon haben.
    Bei Vollzeit arbeitenden Müttern sollte deren Gehalt auch zumindest zu einem Teil angerechnet werden.

  8. I sagt:

    Bye the way an die Herren:
    Es gibt auch Frauen die Kindesunterhalt zahlen müssen und kein Verständnis für die jährlichen Erhöhungen haben. In welchem Verhältnis steht es bitte wenn man fast 1/4 seinen Netto Gehaltes an Kindes Unterhalt zahlen muss? Obwohl man das Kind fast genauso viele Stunden im Monat hat wie der Vater? Und es zusätzlich einkleidet/versorgt.
    Aber “die Düsseldorfer Tabelle ist ja gesetzlich nicht bindend” … das ich nicht lache…

  9. Mario sagt:

    Gebe ich in allem Recht, man wir nur ausgebeutet…würde auch 1000€ Unterhalt zahlen wenn ich es mir leisten könnte!!! Alles wird ja auch für uns Männer teurer. Miete, Heizung, Strom, Sprit…Spar mir alles am Leib ab nur um ab und an auch den Kindern bei Papi was bieten zu können, und Mami fährt dickes Auto, leistet sich Pferd, mehrere Hunde und schöne Urlaube. Echt zum kotzen!!! Wo gibt es hier eine “Gleichbehandlung”??!!!

  10. Verärgerter sagt:

    So sieht es aus, und ich kann das ganze noch toppen.
    Meine Ex-Frau erhält für unseren Sohn pro Monat inkl. Kindergeld über 700 € der Unterhalt ist jedes Monat noch vor dem 1. auf ihrem Konto und es gab noch nie einen Rückstand. Kein Kind der Welt braucht im Monat über 700 € !
    Jetzt fällt der guten Dame ein “Mensch eigentlich ist mir das noch viel zu wenig ich schleppe den Deppen der eh zahlen muss im Rahmen der turnusgemäßen Überprüfung mal vor Gericht”. Ihr Anwalt rechnet jeden erdenklichen Geldeingang (Sogar eine Abgeltung von Urlaubstagen welche ich wegen einer enormen Arbeitslast nicht nehmen konnte und auf Erholung verzichten musste) auf mein zu berücksichtegendes Gehalt, sodass eine Unsumme an Unterhalt zu zahlen wäre. Selbst Urlaube welche ich mit meinem Sohn unternommen habe werden mir entsprechend negativ ausgelegt. Und jetzt kommt der Knaller:
    Die Gute (es sei Ihr gegönnt) lebt mit Ihrem neuen Lebensgefährten in einer über 200 qm großen Loft Wohnung, die den Eltern des Lebensgefährten gehört und keine Miete gezahlt werden muss. Sie selbst verdient um die 2.000 € netto.
    Somit sollte ja, sofern man es, wie sie selbst anstrebt vor Gericht zugehen, auch genügend Geld vorhanden sein um den Anwalt selbst zu bezahlen, oder ? Also, hat sich Ihr Anwalt und Sie überlegt wir können doch Verfahrenskostenhilfe beantragen. Weil, selbst zahlen, möchte die Gute ja nicht. Also wurde ein Antrag eingereicht in welchen plötzlich 1.000 € miete gezahlt wird ohne einen Nachweis sprich Mietvertrag, es wurde kurz vor Antragsstellung, ein Auto für über 30.000 € finanziert mit einer Raten von knapp 400 € im Monat, sodass man rechnerisch nach allen Abzügen eben unter die 15 € Einkommensgrenze fällt. Also die Absicht das Gehalt entsprechend absichtlich zu reduzieren, war somit klar erkennbar. Und jetzt die Frage an euch, denkt Ihr der Antrag wurde genehmigt. Klar wurde er genehmigt! Die arme welche im puren Luxus lebt 2-3 Mal in den Urlaub fährt, den Unterhalt immer pünktlich erhält hat natürlich kein Geld und muss unterstützt werden. Aber Hauptsache wir Väter dürfen immer mehr zahlen, ob wir noch genügend auf der hohen Kante haben um mit unsern Kinden entsprechende Unternehmungen / Urlaube / mal ein Geschenk z.B. für gute Noten etc. machen können, ist völlig egal. Papa muss schauen wie er über die Runden kommt. Meiner Meinung nach eine riesen Frechheit und eine völlig veraltete Rechtssprechung. Hier sollt man vielmehr auf eine Verhältnismäßigkeit achten. Aber leider wird sich nichts ändern, deshalb Durchhalten und trotz des ganzen Ärgers nicht den Kopf in den Sand stecken. Dafür geben uns die Lütten vielmehr zurück als man in Geld aufwiegen kann.

  11. A. sagt:

    Mir fehlen einfach die Worte ich könnte kotzen

  12. A. sagt:

    Wir Männer was können wir dagegen machen?
    ich bin bereit für alles ich zahle für meine Tochter 15j. 446 Euro und ab kommenden Jahr weil der Verdienst jedes Jahr steigt ca 500 Euro ich habe geheiratet und ein weiteres Kind bekommen frage ist jetzt nur lohnt es sich das alles neu berechnen zu lassen ? nächstes Jahr werde ich eh herangezogen

  13. Mark sagt:

    Ich kann meine Tochter auch nicht mehr sehen weil der Selbstbehalt ja nun mal Harz 4 ist. Und damit kann ich die Wochenenden nicht zahlen. So war das. Also habe ich angefangen, zu Ärzten zu rennen. Wenn sich Arbeit nicht lohnt, geh ich nicht. Und dann heißt es, die Väter würden nicht zahlen. Das aber ist die einzige logische Folge. Verkauft was ihr habt, lasst das Geld verschwinden. Nebenbei was machen. Dann hat man sogar Geld für ein Eis. Dieses System ist abzulehnen.

  14. Micha sagt:

    Wir alle ungerecht behandelte Väter müssen uns wehren…..
    Mein Fall wurde erst gestern von der Richterin entschieden. Seit Januar 2018 habe ich mtl. 302,00 € Kindesunterhalt gezahlt, was mit der Kindesmutter nur mündlich abgesprochen hatte. Als diese letztes Frühjahr noch mehr Geld wollte habe ich mich geweigert, da ich meinen Sohn zu 47% betreue und er einen kompletten Haushalt bei mir hat, ich alle Kosten zusätzlich trage (Kleidung, Verpflegung, etc.). Meiner Meinung nach existierte ein Wechselmodell, was meine Anwältin bestätigte. Natürlich hat diese mir gleich den Anwalt auf den Hals gehetzt. Das ging jetzt 1 Jahr hin und her bis die Richterin gestern entschied: Kein Wechselmodell, Unterhaltszahlungen laut Düsseldorfer Tabelle….
    Leider ist es wirklich so, das es den Mütter nicht um das Wohl der Kinder geht, sondern sie ihren Konsum damit bereichern wollen. Die Mutter meines Kindes ist genauso. Verdient etwas weniger wie ich und arbeitet nur 50%. Ist auch nicht bereit mehr zu arbeiten. Es müsste jeder einzelne Fall geprüft werden. Mütter, welche zu faul sind mehr zu arbeiten und sich ein schönes Leben auf Kosten des dummen Vaters machen, welcher ja eh zahlen muss, gehören dazu verdonnert ihre Arbeit aufzustocken.
    Mein Appel an euch Väter hier draußen denen es genauso geht…. wir müssen für unsere Gerechtigkeit kämpfen.

  15. Florian sagt:

    Mir geht es wie euch. Aber hier wird nur gejammert! Wie kann man was dagegen machen? Es kann doch nicht sein, dass die Betroffen Männer wie sicher auch Frauen garnichts tun können. Es muss doch ein Stelle geben, die diesen wahnsinn auch gerade in Corona Zeiten ansprechen oder ändern kann. Das bedeutet ein aus der Existenz. Wie schon erwähnt, kein Kind der Welt kostet soviel wie hier veranschlagt wird, egal wo in Deutschland und dazu kommen noch viele andere Faktoren. Ich bitte um Infos. Ich möchte mich wehren im Namen aller Unterhaltszahler Deutschlands.

  16. Uma sagt:

    Ich möchte mir nicht anmaßen jeden Einzelfall hier zu beurteilen. Im Zweifelsfall bedauerlich, natürlich. Möchte mich aber auch mal als Kindesunterhalt empfangende Mutter zu Wort melden und meine Sicht schildern. Ja, mein Ex-Mann zahlt den Höchstsatz Kindesunterhalt für zwei Kinder. Richtlinie ist die Düsseldorfer Tabelle. Fakt ist, aber dass der bereinigte Nettoverdienst meines Ex-Mannes weit über dem Höchsteinkommen der Düsseldorfer Tabelle liegt. Meine heranwachsende 13-jährige und mein 18-jähriger Sohn haben einen guten Appetit. Ich gebe fast 1.000 Euro für Lebensmittel jeden Monat aus. Ich für mich alleine kann sehr bescheiden leben, bin auch kein großer Esser. Meine Kinder aber haben viel Hunger. Teile ich diese 1.000 Euro durch drei, so geht knapp die Hälfte des Kindesunterhaltes für Lebensmittel drauf. Zudem müssen Miete, Heizkosten, Strom etc. gezahlt werden, die ich natürlich auf den Kindesunterhalt umlegen muss. Mit Wohnen und Lebensmitteln ist der Kinderunterhalt der beiden aufgebraucht. Ich für mich alleine brauche selbstverständlich den Wohnraum nicht, den ich zwangsläufig der Kinder wegen haben muss.
    Benzinkosten für Kinderfahrten, Ausgaben für Kleidung, Freizeitaktivitäten etc. kommen oben drauf, vom zusätzlichen Kindergeld alleine lässt sich das nicht bestreiten.

    Mein Ex- Mann sieht die Kinder höchstens alle sechs Wochen für ein Wochenende. Er ist nämlich nach der Scheidung 500 Kilometer vom Wohnort seiner Kinder weggezogen. Das heißt, mit Alltagskram, Hausaufgaben, schulischen und sonstigen Problemen, Fahrten zu Freizeitaktivitäten, Elternabenden, Arztbesuchen, Haushalt, Kochen und pubertären Wutausbrüchen muss ich mich komplett alleine auseinandersetzen. Wenn ich Glück habe, erreiche ich den Vater im Notfall telefonisch, oft auch nicht. – Ich hatte das Glück mit Mitte 50, nach zwölf Jahren Teilzeit und acht Jahren kompletter beruflicher Auszeit (als Akademikerin), die wir GEMEINSAM zugunsten der Kinder beschlossen hatten, nach der Scheidung eine unbefristete Stelle zu finden, die in etwa meiner Qualifikation entspricht. Auf dem Papier ist es etwas mehr als eine halbe Stelle, faktisch arbeite ich aber wesentlich mehr. Aufstocken geht nicht. Zudem war und bin ich seit Jahren nachmittags im Einsatz meine Kinder hin- und
    herzukutschieren, zum Fussball, zum Turnen, zum Musikunterricht und zu Freunden. So ist das auf dem Land.

    Das Leben mit Kindern könnte ich mit meinem jetzigen Gehalt nicht annähernd finanzieren. Mein Ex- Mann konnte Karriere machen, weil ich während der Ehe entweder Teilzeit oder gar nicht gearbeitet habe. So hatten wir es gemeinsam beschlossen. Nach der Scheidung wurde mir bewusst, dass ich mit diesem Ehemodell, das wir im Sinne der Kinder gewählt hatten, ein großes Risiko eingegangen bin. Trotz 20-jähriger Ehe. Eine lebenslange Versorgung war nicht vorgesehen, obwohl es ja kein Geheimnis ist, dass sich eine berufliche Auszeit in Bezug auf Karriere und Gehalt nie wieder aufholen lässt. Ist das gerecht?

    Glücklicherweise haben mein Ex- Mann und ich uns nach fünf Jahren Scheidung außergerichtlich auf weitere fünf Jahre Ehegattenunterhalt einigen können. Ohne diese Vereinbarung hätte ich es mir nicht leisten können, die Kinder weiter zu versorgen. Nur mal so aus Sicht einer “Empfangenden”. Wenn es so wäre, dass Frauen und Mütter sich, wie hier teilweise behauptet, nur am Kinderunterhalt bereichern wollten, gäbe es wohl kaum so viele Alleinerziehende, die um ihre Existenz kämpften.

    Die gesetzlichen Regelungen zum Schutz des betreuenden Elternteils sind schwammig und unzureichend. Auch ich hätte Lust mich gegen diese Ungerechtigkeit zu wehren. Und mal ehrlich, Kinder kosten Geld, darüber sollte sich jeder im klaren sein, bevor er/sie diese in die Welt setzt.

  17. h. sagt:

    Aufstocken geht nicht. Zudem war und bin ich seit Jahren nachmittags im Einsatz meine Kinder hin- und
    herzukutschieren, zum Fussball, zum Turnen, zum Musikunterricht und zu Freunden. So ist das auf dem Land.
    Wenn ich das lese dann wird es mir echt schlecht…..Hast die Fahrten zum Kino, Yoga Stunde und Klavierunterricht…

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