Antrag auf Namensänderung – Wo können Sie den Namenswechsel beantragen?

Antrag auf NAmensänderung nach der Scheidung

Nach einer Scheidung wollen viele Ehegatten den gemeinsamen Ehenamen ablegen und zu ihrem Geburtsnamen oder einem anderen zuvor getragenen Familiennamen zurückkehren. Um dies zu bewerkstelligen bedarf es eines entsprechenden Antrages, dem unterschiedlichste Nachweise beizufügen sind. Erfahren Sie im Folgenden, wo Sie einen Antrag auf Namensänderung stellen und welche Kosten dabei auf Sie zukommen können.

Das Wichtigste in Kürze: Antrag auf Namensänderung

  • Eine Namensänderung kann normalerweise beim Standesamt beantragt werden, ist jedoch nur in bestimmten Fällen überhaupt möglich.
  • Zusammen mit dem Antrag müssen weitere Unterlagen, beispielsweise ein Lichtbildausweis, vorgelegt werden.
  • Die Namensänderung ist in der Regel unwiderruflich, sofern sich keine anderen Umstände ergeben, die eine erneute Änderung rechtfertigen würden.

Ausführliche Informationen zum Antrag auf Namensänderung erhalten Sie im Folgenden.

So können Sie einen Antrag auf Änderung des Familiennamens stellen

Namensänderung gewünscht, aber wo beantragen Sie diese?

wo-namensaenderung-beantragen.jpg Wo Sie die Namensänderung beantragen können? Beim örtlichen Standesamt.

wo-namensaenderung-beantragen.jpg
Wo Sie die Namensänderung beantragen können? Beim örtlichen Standesamt.

Liegen triftige Gründe oder eine grundsätzliche Berechtigung vor, den Nachnamen zu ändern, so können Sie stets bei dem örtlich zuständigen Standesamt die Namensänderung beantragen. Für den Antrag auf Namensänderung werden weder Vorlage noch Muster benötigt. In aller Regel stellen die einzelnen Standesämter eigene Antragsformulare bereit, zum Teil auch online, die einen geordneteren Ablauf ermöglichen.

Grundsätzlich bestimmt das Namensänderungsgesetz (NamÄndG) jedoch lediglich, dass die Namensänderung per schriftlichem Antrag oder aber über die Abgabe zu Protokoll vor dem zuständigen Standesamt abgegeben werden kann.

Zuständig ist dasjenige Standesamt, in dessen Bezirk der Antragsteller seinen Wohnsitz oder zumindest seinen dauerhaften Aufenthalt hat. Zu beachten ist dabei, dass im Rahmen von einem Antrag auf Namensänderung bei einem Kind dieses selbst Antragsteller wird – auch dann wenn die Eltern oder nur ein Elternteil den Vorgang einleiten.

Wie lange dauert es vom Antrag bis zur Namensänderung? Je nach Auslastung, Inhalt und Umfang des Antrags kann die Bearbeitung von dem Antrag auf Namensänderung auch schon einmal drei Monate und mehr in Anspruch nehmen. Dies liegt darin begründet, dass unterschiedlichste Behörden Hand in Hand arbeiten müssen.

 

 

Antrag auf Namensänderung: Die Vorlage dieser Unterlagen kann nötig sein!

Antrag auf Namensänderung: Das passende Formular erhalten Sie beim örtlichen Standesamt.

Antrag auf Namensänderung: Das passende Formular erhalten Sie beim örtlichen Standesamt.

Auch wenn Sie den für den Antrag auf Namensänderung kein vorgegebenes Muster im Netz finden werden: Die meisten Standesämter bieten ein entsprechendes Antragsformular für die Namensänderung an – zum Teil getrennte Formulare für Nachnamen- und Vornamenänderung, zum Teil kombinierte.

Der Vorteil dieses Service: Der Antragsteller erfährt auf einen Blick, welche Angaben für die Namensänderung vonnöten sind und vor allem, welche Nachweise er erbringen muss. Sie benötigen für den Antrag auf Namensänderung neben dem Formular folgende Unterlagen:

  • aktueller und gültiger Lichtbildausweis (Pass oder Personalausweis)
  • ggf. Geburtsurkunde des Antragstellers (etwa bei Antrag auf Rückkehr zum Geburtsnamen)
  • ggf. Eheurkunde (auch bei neuer Ehe der Kindesmutter)
  • ggf. Scheidungsurkunde
  • ggf. Sorgerklärung der unverheirateten Eltern des betroffenen Kindes

Im Einzelfall können auch weitere Bescheinigungen benötigt werden. Der Sachbearbeiter wird bei Antragstellung auf weitere ggf. vorzulegende Nachweise hinweisen.

Welche Kosten verursacht der Antrag auf Namensänderung? Die entstehenden Kosten für den Verwaltungsakt der öffentlich rechtlichen Namensänderung richten sich nach dem jeweiligen Einzelfall und können zwischen 2,50 und 1.022 Euro liegen. Eine fallspezifische Einschätzung kann Ihnen der zuständige Standesbeamte geben. Beachten Sie jedoch auch, dass zusätzliche Kosten für die Erneuerung von Ausweisen, Kranken-, Bankkarten usf. entstehen können.

 

Namensänderung nur bei triftigem Grund zulässig!

Für den Antrag auf Namensänderung müssen triftige Gründe vorliegen.

Für den Antrag auf Namensänderung müssen triftige Gründe vorliegen.

In dem Antrag auf Namensänderung ist eine Begründung für den Wunsch anzugeben. Das Namensänderungsgesetz bestimmt, dass die Änderung eines Vor- oder Familiennamens stets nur bei Vorhandensein wichtiger Gründe zulässig ist. Ein solcher kann etwa vorliegen, wenn ein Ehegatte nach der Scheidung den gemeinsamen Ehenamen wieder ablegen will.

Dieser kann dann einen früher getragenen Nachnamen oder seinen Geburtsnamen wieder annehmen, das gilt für die gemeinsamen Kinder jedoch regelmäßig nicht.

Nutzen Sie für die Namensänderung ein entsprechendes Antragsformular, werden Sie in diesem in aller Regel ein eigenes Feld vorfinden, in dem Sie die Ihren Wunsch entsprechend begründen müssen. Allein das Nichtgefallen des derzeitigen Namens genügt nicht. Vor Änderung des Geburtsnamens des Kindes bei Trennung und Scheidung ist nur in seltenen Extremfällen möglichen, etwa im Falle von Kindesmissbrauch oder anderen Traumata, die mit dem derzeitigen Namen verbunden werden.

Streben Sie die Namensänderung Ihres Kindes an, etwa im Zuge einer neuen Eheschließung, berücksichtigen Sie bitte, dass dieser Vorgang nicht rückgängig gemacht werden kann. Die Änderung des Nachnamens eines Kindes ist in aller Regel unwiderruflich!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (48 Bewertungen, Durchschnitt: 3,71 von 5)
Loading...