Nachehelicher Unterhalt – Hat eine neue Ehe Einfluss auf die Ansprüche?

Headerbild neue Ehe nach Scheidung

Auch nach rechtskräftiger Scheidung können grundsätzlich Unterhaltsansprüche eines geschiedenen Ehegatten gegenüber dem anderen bestehen. Doch was geschieht eigentlich mit dem nachehelichen Unterhalt, wenn bspw. der Ex-Mann wieder heiratet? Muss der Unterhalt auch weiterhin gezahlt werden? Fließt das Einkommen des neuen Partners in die Berechnung mit ein?

Das Wichtigste zum Unterhalt nach einer neuen Ehe

  • Eine neue Ehe nach der Scheidung bedeutet nicht immer, dass Unterhaltsansprüche zwischen den ehemaligen Gatten wegfallen.
  • Ist eine Partei unterhaltsberechtigt und heiratet wieder, dann erlischt das Recht auf Unterhalt.
  • Heiratet hingegen der Unterhaltsschuldner, bleiben dessen Verpflichtungen im Regelfall weiterhin bestehen.

Mehr zum Unterhalt nach einer neuen Ehe lesen Sie im Nachfolgenden.

Entfällt der nacheheliche Unterhalt bei Wiederverheiratung?

Ex-Mann oder Ex-Frau heiratet wieder = Änderungen beim Unterhalt?

Was passiert mit dem nachehelichen Unterhalt, wenn eine neue Ehe eingegangen wird?

Was passiert mit dem nachehelichen Unterhalt, wenn eine neue Ehe eingegangen wird?

Nicht jeder Geschiedene nimmt automatisch an, dass eine Ehe immer schiefgehen muss. Der ein oder andere traut sich bald auch ein weiteres Mal, in der Hoffnung, dass es diesmal hält. Bei der Hochzeitsplanung müssen jedoch finanzielle Fragen geklärt werden.

Haben aus der vorangegangenen Ehe noch Ansprüche auf Ehegattenunterhalt Bestand, stellt sich schnell die Frage, ob dieser weiterhin gezahlt werden muss. Denn nicht selten beeinflussen entsprechende Altlasten auch den finanziellen Stand der neuen Ehegemeinschaft.

Nachehelicher Unterhalt entfällt durch neue Ehe aber nicht in jedem Fall. Grundsätzlich ist hierbei zu unterscheiden zwischen dem unterhaltspflichtigen und dem unterhaltsberechtigten Ehegatten.

Unterhalt bei Wiederheirat des berechtigten Ehegatten

Geht der unterhaltsberechtigte Ehegatte eine neue Ehegemeinschaft ein, so entfällt sein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt nach der Wiederheirat gegenüber dem Unterhaltsschuldner – dem Ex-Ehepartner. Die gesetzliche Grundlage hierfür findet sich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). § 1586 Absatz 1 BGB bestimmt:

Der Unterhaltsanspruch erlischt mit der Wiederheirat, der Begründung einer Lebenspartnerschaft oder dem Tode des Berechtigten.

 

Das bedeutet: Der Ehegatte hat bei Wiederheirat nach der Scheidung auf Unterhalt keinen Anspruch mehr, wenn eine neue Ehe eingegangen bzw. eine eingetragene Lebenspartnerschaft begründet wird. Der neue Ehegatte ist nunmehr zum Unterhalt verpflichtet (§ 1360 BGB). Eine normale Partnerschaft ohne eheliche Verpflichtung ist hierbei also kein Ausschlusskriterium.

Wie sieht es nun aber mit dem Unterhaltsschuldner aus: Darf auch dieser bei Wiederheirat einfach den Unterhalt verweigern?

Unterhalt nach Wiederheirat des Unterhaltspflichtigen

Der Unterhaltsschuldner darf den Unterhalt bei Wiederverheiratung nicht einfach verweigern.

Der Unterhaltsschuldner darf den Unterhalt bei Wiederverheiratung nicht einfach verweigern.

Anders als beim Unterhaltsempfänger, für den das Recht auf Unterhaltsleistung mit Wiederverheiratung erlischt, kann der Unterhaltsschuldner die Zahlungen nicht einfach einstellen, wenn er selbst eine neue Ehe eingeht. Grundlegend bleibt die Unterhaltsverpflichtung gegenüber dem Ex trotz der Verantwortung für eine neue Beziehung bestehen.

Die Ansprüche des ehemaligen sollen und können nicht einfach durch die des neuen Ehegatten aufgehoben werden. Vielmehr treten neuer und alter Partner einander gegenüber. Mal kann der neue, mal der ehemalige Partner eine Vorrangstellung vor dem anderen einnehmen.

Die Rangfolge, die beim Unterhalt durch die neue Ehe einsetzt, verdankt sich den Bestimmungen in § 1609 BGB. Hiernach haben Ex-Ehepartner im Besonderen dann Vorrang vor dem neuen Gatten, wenn sie Kinder betreuen und Betreuungsunterhalt beziehen oder länger als 15 Jahre mit dem Schuldner verheiratet waren.

Darüber hinaus ist der unterhaltsberechtigte ehemalige Ehegatte auch dann vorrangig gegenüber dem neuen Partner zu behandeln, wenn letzterer im Falle einer Scheidung nicht ebenfalls unterhaltsberechtigt wäre. Wenn dies jedoch der Fall ist, gilt für beide Ehepartner – neuen und ehemaligen: Bei Wiederverheiratung nach der Scheidung gelten beim Unterhalt beide als gleichrangig.

In aller Regel hat im Familienrecht der Unterhaltsanspruch des unterhaltsberechtigten Geschiedenen Vorrang. Durch diese Bestimmung soll vor allem vermieden werden, dass Unterhaltsschuldner wieder heiraten, um sich den Unterhaltszahlungen an den Ex-Partner so schnell wie möglich zu entziehen.

Aber was ist eigentlich mit dem Einkommen des neuen Partners? Wird dieses wenn die Ex-Frau oder der Ex-Mann wieder heiratet beim Unterhalt herangezogen, sodass ein erhöhter Anspruch entsteht?

Neuberechnung vom Unterhalt durch neue Ehe?

Die Neuberechnung der Ansprüche auf Unterhalt ist nach Wiederheirat meist nicht nötig.

Die Neuberechnung der Ansprüche auf Unterhalt ist nach Wiederheirat meist nicht nötig.

Heiratet der Unterhaltsschuldner erneut, so erfolgt in aller Regel keine Nachberechnung des Ehegattenunterhalts. Das Einkommen des neuen Partners kann keine erhöhten Ansprüche des Ex-Gatten begründen, da hier nur die Voraussetzungen von Bedeutung sind, die während der Ehe und zum Zeitpunkt der Scheidung bestanden.

Ähnliches gilt im Übrigen auch für den Kindesunterhalt bei Wiederverheiratung: Der Kindesunterhalt wird dann nicht einfach auf Grundlage aller drei Parteien – Schuldner, neuer und Ex-Ehegatte – berechnet. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) beschloss in einem Urteil vom 25. Januar 2011 (Aktenzeichen: 1 BvR 918/10), dass die Anrechnung des dritten, hinzugetreten Einkommens gegen das Grundgesetz verstoße.

Egal also, ob beim Kindesunterhalt oder dem nachehelichen Unterhalt: Eine neue Ehe des Schuldners begründet keinen erhöhten Anspruch des Unterhaltsberechtigten. Das Einkommen des neuen Partners bleibt unangetastet.
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Kommentare

  1. Heinz S. sagt:

    Bleibt auch die Rente (=Einkommen?) des neuen Partners unberücksichtigt?

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Heinz,

      Lebt der Bedürftige in einer gefestigten Partnerschaft, kann die Rente ggf. angerechnet werden. Beachten Sie allerdings, dass auch dem neuen Partner ein gewisser Selbstbehalt zu steht. Hat der Schuldner allerdings einen neuen Partner, bleibt die Rente unbeachtet.

      Ihr Scheidung.org-Team

  2. Sandra sagt:

    Hallo!

    Wenn der Unterhaltspflichtigen durch die Wiederheirat aber Steuerklasse 3 erhält und dadurch mehr Netto hat als vorher mit Steuerklasse 1, muss er dann auch mehr Unterhalt an die 2 Kinder aus erster Ehe zahlen? Für die Exfrau zahlt er nichts, nur den Kindsunterhalt.

    Vielen Dank!

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Sandra,

      das ist abhängig davon, ob sich durch die Steuerklassenwahl das Einkommen erheblich ändert und so aus der bisherigen Eingruppierung nach Düsseldorfer Tabelle herausfällt. Wenden Sie ggf. an einen Anwalt oder das Jugendamt, um den Unterhaltsanspruch Ihrer Kinder neu berechnen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  3. Hans-Gerd sagt:

    Hallo,

    wenn meine Ex-Frau wieder heiratet, kann ich die Unterhaltszahlungen einstellen. Muss ich das von meinem Anwalt begründet angezeigt werden, oder kann ich die Zahlung kommentarlos einstellen?

    Vorab vielen Dank

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Hans-Gerd,

      in aller Regel erlischt der Anspruch bei Wiederverheiratung automatisch. Welche Formalien hierbei zu beachten sind (gerade auch dann, wenn ein Titel vorhanden ist), können Sie bei Ihrem Anwalt in Erfahrung bringen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  4. Natalie K. sagt:

    Mein Ex mann bezahlt für die beiden gemeinsamen Kinder Kindesunterhalt…hat jetzt neu geheiratet und mit der neuen Frau ebenfalls mittlerweile zwei Kinder….wird mein Kindesunterhalt jetzt weniger? Dazu kommt noch durch die Heirat verdient er mehr wegen Steuerklasse 3 statt 1….dafür verdient die neue Ehefrau aber weniger wegen Steuerklasse 5. Wird das auch berücksichtigt? Und muss ich seine Abrechnung mit einem Anwalt anfordern oder macht es das Jugendamt selbständig?
    Wie ist es Gesetzlich geregelt?

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Natalie,

      auch die Kinder aus der zweiten Ehe haben einen Anspruch auf Unterhalt, weswegen Ihre Kinder unter Umständen weniger erhalten. Sie können für eine Neuberechnung das Jugendamt kontaktieren oder einen Anwalt beauftragen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  5. arnold sagt:

    erlischt der Unterhalt für meine ex frau auch wenn sie nur Kirchlich heiratet und nicht Standesamtmäßig.

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Arnold,

      sofern Ihre Ex-Frau in einer verfestigten Lebensgemeinschaft lebt, kann der Unterhaltsanspruch versagt sein. Eine verfestigte Lebensgemeinschaft besteht beispielsweise dann, wenn das Paar in einem gemeinsamen Haushalt lebt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  6. n. sagt:

    Mein Ex mann bezahlt für unser gemeinsamens Kind Kindesunterhal jetzt hat neu geheiratet und mit der neuen Frau kommen 3 Kinder (12j+12j+18j) welche er apoptiert hat …. dazu wird mein Kindesunterhalt jetzt weniger? Dazu kommt noch durch die Heirat verdient er mehr wegen Steuerklasse 3 statt 1….dafür verdient die neue Ehefrau aber weniger wegen Steuerklasse 5. Wird das einkommen der Frau berücksichtigt?
    Wie ist es Gesetzlich geregelt?

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo,

      1. adoptierte minderjährige Kinder stehen in der Rangfolge neben leiblichen Minderjährigen. Auch privilegierte Volljährige stehen auf derselben Stufe. Damit kann sich der Unterhaltsanspruch für alle Kinder ändern.

      2. Das Einkommen des neuen Partners wird bei einseitigen Unterhaltsverpflichtungen in aller Regel nicht angerechnet.

      Wenden Sie sich an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  7. Martin sagt:

    Hallo,

    kann meine „neue“ Frau in irgendweiner Form auch Zahlungspflichtig werden, wenn ich meinen Unterhaltszahlungen nicht nachkomme?
    Welches finazielle Risiko geht meine neue Frau in Bezug auf meine geschiedene Frau und Kinder ein? Kann Ihr Vermögen durch irgendeine Situation auch „angegriffen“ werden. Und könnte man sie durch einen Ehe-Vertrag dagegen schützen?
    Gruß
    Martin

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Martin,

      in aller Regel kann der neue Partner nicht für die Unterhaltsverpflichtungen seines Ehegatten in Haftung genommen werden. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um Ihren Fall genau zu prüfen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  8. Ingrid sagt:

    Hallo ,
    muss Geschiedenenunterhalt gezahlt werden , wenn das Gehalt gleich ist ,aber der Ex Unterhalt an Kinder aus vorheriger Partnerschaft zahlen muss

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Ingrid,

      als Bemessungsgrundlage für die Unterhaltsberechnung wird das bereinigte Nettoeinkommen herangezogen. Von diesem können unzählige regelmäßige Belastungen abgezogen werden – vor allem auch Unterhaltszahlungen für ranghöhere Anspruchsteller. Das steuerliche Netto ist also nicht gleich das bereinigte Netto. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um eine erste Berechnung von möglichen Unterhaltsforderungen gegen Sie zu erhalten.

      Ihr Scheidung.org-Team

  9. Moni sagt:

    Mein Ex-Mann hat sich neu verheiratet. Zahlte mal Unterhalt dann wieder doch, aber jetzt gar nicht mehr. Eine angekündigte Neuberechnung, nahm er auch nicht vor. Wir waren 35 Jahre verheiratet und haben eine behinderte Tochter, die ich pflege. Sie hatte laut seiner Auskunft eine Witwenrente, die weggefallen ist. Da Job_Center ist in Vorleistung gegangen, allerdings widerwillig. Welche Chancen auf Unterhalt bestehen für mich noch?

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Moni,

      wenden Sie sich an einen Anwalt, um Ihre Ansprüche prüfen und ggf. durchsetzen zu lassen. An dieser Stelle kann Ihnen keine Einschätzung zum Einzelfall gegeben werden.

      Ihr Scheidung.org-Team

  10. Mosaik sagt:

    Hallo,

    ist meine Ex (6 Jahre Ehe) auch Unterhaltsprlichtig wenn das zweite Kind bei mir gemeldet ist? Bin ich außerdem ihr gegenüber auch zahlungspflichtig obwohl die Ex Geld vom Jobcenter erhält.

    Vielen lieben Dank für die Rückmeldung.

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo,

      1. Zur Zahlung von Kindesunterhalt verpflichtet ist immer der familienferne Elternteil, also der, bei dem das Kind nicht lebt – allerdings nur sofern er leistungsfähig ist.
      2. Nachehelicher Unterhalt kann durch Erwerbslosigkeit begründet sein. Dieser ist als Einkommen des Bedürftigen anzurechnen – auch auf Sozialleistungen.

      Wenden Sie sich an einen Anwalt, um die gegenseitigen Ansprüche prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  11. Klee Hexe sagt:

    Wenn Ich seid 1.9.2016 geschieden bin und kein einkommen mehr habe… wie soll ich für exmann und Kind der bei ihn lebt Unterhalt zahlen?
    Ich bekomme seid 1.12.nicht mal mehr Geld von Amt.

    Und wie wird es gemacht wenn ich neu heirate…
    MUSS dann mein neuer Partner für mein expartner aufkommen?

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo,

      sofern Unterhaltszahlungen vereinbart worden sind, müssen Sie diese auch zahlen. Ist Ihnen dies nicht möglich, müssen Sie einen Änderungsantrag stellen.
      Das Einkommen eines neuen Partners wird bei dieser Berechnung nicht beachtet.

      Ihr Scheidung.org-Team

  12. Marlene sagt:

    Hallo, wie sieht das mit den Betreuungskosten aus? Müssen diese für die Kinder noch gezahlt werden wenn ich und mein Freund bald endlich heiraten?

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Marlene,

      der Betreuungsunterhalt kann entfallen, wenn ein neuer Ehepartner vorhanden ist. Wenden Sie sich für die Prüfung des jeweiligen Einzelfalls ggf. an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  13. Jasmin sagt:

    Hallo,
    Mein Freund und ich möchten heiraten. Er zahlt Unterhalt an seine Ex. Ich bekomme leider von keiner Stelle Geld. Kein ALG 1, kein ALG 2, kein Gehalt. Nur Unterhalt für meine Tochter und Kindergeld. Dazu habe ich eine Behinderung von 100%. Wird der Unterhalt von meinem Zukünftigen gegenüber seiner Ex jetzt weniger, wenn wir heiraten? Er hat kein leibliches Kind. LG

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Jasmin,

      die neue Ehe kann sich auf die Höhe des Ehegattenunterhalts auswirken. Wenden Sie sich ggf. an einen Anwalt, um dies genau prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  14. H. sagt:

    Hallo,
    mein Lebensgefährte zahlt Unterhalt an seine Exfrau. Wenn wir heiraten ändert sich seine Steuerklasse wieder in 3. Dadurch erhöht sich automatisch sein Einkommen. Hat seine Exfrau dadurch einen höheren Unterhaltsanspruch?

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo,

      eine nachträgliche Änderung der Einkommensverhältnisse kann sich im Einzelfall auf die Unterhaltshöhe auswirken. Raten Sie Ihrem Lebensgefährten zum Besuch bei einem Anwalt, um mögliche Konsequenzen aus dem Steuerklassenwechsel prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  15. Dominik sagt:

    Hallo,
    derzeit zahle ich für meine beiden Kinder (12J. und 9J. alt) 789.-€ Unterhalt, also Stufe 4 in der DDT. Bei der Berechnung des Unterhalts hatte ich damals noch StKl 1.
    Meine Exfrau bekommt keinen Unterhalt.

    Mittlerweile habe ich wieder geheiratet und mit meiner neuen Frau einen gemeinsamen Sohn (7 Monate alt), sowie die StKl 3.
    Außerdem hat meine neue Frau einen 12jährigen Sohn mit in die Ehe gebracht, welcher (noch) nicht von mir adaptiert wurde.

    Ändert sich durch diese Konstellation etwas an dem zu zahlenden Kindesunterhalt?

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Dominik,

      es liegt nahe, den Unterhalt neu zu berechnen, da mit Ihrem jüngsten Sohn und der Heirat weitere Anspruchsberechtigte hinzugekommen sind. Das Jugendamt oder ein Anwalt kann Ihnen in dieser Sache weiterhelfen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  16. Sandra sagt:

    Hallo, mein Lebendsgefährte zahlt Unterhalt für 2 Kinder, aufgrund einer Erkrankung darf er am Tag nur noch 5-6 Stunden arbeiten und zahlt daher nur den Mindestunterhalt.
    Ich habe eine Vollzeitanstellung als Fachkraft und einen 10 jährigen Sohn
    Wenn wir heiraten, müsste mein Partner dann wieder den vollen Kindesunterhalt zahlen?

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Sandra,

      das Einkommen des neuen Lebenspartners findet auf den Kindesunterhalt in der Regel keine Anrechnung, da die Unterhaltspflicht nur leiblichen/adoptierten Kindern gegenüber besteht. Wenden Sie sich bei weiteren Fragen an einen Anwalt, um Ihren vorliegenden Fall genauer prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  17. Claudia sagt:

    Hallo,

    Mein Partner steht kurz vor seiner Scheidung. Sein 10 jähriger Sohn lebt seit der Trennung bei ihm, sie beteiligt sich nicht am Unterhalt. 1. müsste sie nicht auch vor der Scheidung für den Sohn bezahlen? Seine Ex war im Trennungsjahr berufstätig, verdiente mehr als er. Sie hat nun ihre Arbeit verloren bzw. wurde ihr Vertrag nicht verlängert, da sie zu oft krank war. Zudem wartet sie gerade auf Bewilligung des Krankengeldes. Ist nach der Scheidung nun mein Partner ihr gegenüber Unterhaltspflichtig? Er verdient gerade genug für sich und seinen Sohn.

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Claudia,

      1) Ihrem Partner steht Unterhalt für das Kind zu.
      2) Ist das Trennungsjahr bereits vorüber, steht regelmäßig keinem Partner mehr Unterhalt zu. Ansonsten ist wohl nun Ihr Partner gegenüber seiner Frau unterhaltspflichtig. Nach der Scheidung muss dann ggf. nachehelicher Unterhalt gezahlt werden. Ob dies auch bei Ihnen der Fall ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab und kann nicht pauschal beantwortet werden. Zudem ist es möglich, Unterhaltsansprüche (Kindesunterhalt und nachehelicher Unterhalt) im Innenverhältnis zu verrechnen.

      Wenden Sie sich an einen Anwalt, der Sie umfassend beraten kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

  18. Aline sagt:

    Hallo,

    mein Partner und ich möchten heiraten.Aus seiner 1. Ehe gibt es 2 Kinder denen er mit 120% Unterhaltspflichtig/Unterhaltstitel ist und auch immer bezahlt. Seiner Ex-Frau gegenüber ist er nicht Unterhaltspflichtig und sie ist auch seit Jahren neu verheiratet. Ich verdiene mein eigenes Geld und mein Partner wäre mir nach der Ehe somit auch nicht Unterhaltspflichtig. Gemeinsam haben wir eine Tochter von 6 Jahren. Nun meine Frage:

    Ist mein Partner nach der neuen Ehe zahlungskräftiger gegenüber dem Kindesunterhalt der 2 Kinder aus 1. Ehe als jetzt?

    Er behauptet, dass die Berechnung nach der Eheschließung neu berechnet werden würde, da z.b. die pauschalen Mieteabzüge sich zum negativen für ihn ändern da ich mit angerechnet werde. Dazu ist kurz angemerkt, dass der pauschale Mietabzug viel geringer ist als die tatsächliche Miete. Nicht mal ein drittel werden bei der Unterhaltsberechnung einbezogen.

    Was ist zu beachten bzw. kommt auf den unterhaltspflichtigen Vater zu, wenn er neu heiratet und seine neue Frau nicht Unterhaltspflichtig ist?

    Danke

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Aline,

      in der Tat ist der Unterhalt neu zu berechnen. Allerdings schuldet Ihr Mann Ihrer Familien Unterhalt, weswegen mehr (potentielle) Berechtigte bei der Unterhaltsberechnung zu beachten sind. Wenden Sie sich im Vorhinein an einen Anwalt, der die Berechnung schon mal anstellen kann.

      Ihr Scheidung.org-Team

  19. Sascha sagt:

    Hallo,
    ich bin geschieden und habe mit meiner Ex-Frau ein gemeinsames Kind. Ich bezahle für meine Tochter ganz normal nach Düsseldorfer Tabelle und einen nachehelichen Betreuungsunterhalt für meine Ex-Frau.
    Wenn ich jetzt mit meiner neuen Lebenspartnerin ein gemeinsames Kind bekomme, muss ich dann trotzdem den nachehelichen Unterhalt in vollem Umfang für meine Ex-Frau weiter bezahlen?
    Viele Grüße Sascha.

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Sascha,

      dies lässt sich so nicht beurteilen. In jedem Fall kommt ein Anspruchsberechtigter hinzu, weswegen der Unterhalt neu zu berechnen ist.

      Ihr Scheidung.org-Team

  20. Anja sagt:

    Hallo!… mein Partner ist wärend seiner Scheidung Pensioner geworden. Seine Ex Frau verlangt jetzt nach der Scheidung …Nachehelichen Unterhalt ..obwohl sie einen dreiviertel Job hat und noch einen Job hat wo sie 336,36 brutto dazu verdient … Ca.1100 netto im ganzen. Er hat als Pensioner ein Einkommen jetzt nur noch von 1560 netto. In dem Jahr der Silberhochzeit ist sie aus dem Gemeinsamen Haus ausgezogen und hat auch keine Minderjährigen Kinder zu versorgen.Das Haus wurde zu gleichen Teilen verkauft. Die Kinder sind beide über 23 Jahre und stehen im Berufsleben. Meine Frage nun.. muss er noch an seine Ex Frau Nachehelichen Unterhalt zahlen ?Wenn ja….wo kann ich darüber etwas nachlesen. Das Scheidungsurteil ist vom Feb.. 2017 Liebe Grüße Anja

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Anja,

      Sie können auf der folgenden Seite nachlesen, unter welchen Voraussetzungen Nachehelichenunterhalt zu zahlen ist: https://www.scheidung.org/ehegattenunterhalt/ Raten Sie Ihrem Partner zum Besuch bei einem Anwalt, um die Ansprüche seiner Frau genauer prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  21. Maximilian sagt:

    Hallo zusammen,
    meine neue Partnerin und ich verdienen relativ gut und ich zahle nur noch den Kindesunterhalt an meinen Sohn (10 Jahre) aus der ersten Ehe.
    Würde für die Berechnung des Kindesunterhaltes zukünftig das Gehalt bzw. die Einkünfte meiner neuen Ehefrau vom Jugendamt mit einberechnet? Das heisst…werden unsere gemeinsamen Einkünfte als Berechnungsgrundlage für den Unterhalt genommen oder darf ihr Einkommen nicht mit einberechnet werden? Gibt es hierfür eine rechtliche Grundlage (Urteile, Paragrafen).

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Maximilian,

      anrechenbar beim Kindesunterhalt ist stets nur das Einkommen des Unterhaltspflichtigen. Die Unterhaltspflicht geht bei Verheiratung nicht automatisch auf den neuen Partner über. Wenden Sie sich für eine dezidierte rechtliche Betrachtung des Sachverhaltes bitte an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  22. babsi sagt:

    Lebt der Unterhaltsanspruch aus erster Ehe wieder auf, wenn auch die nachfolgende Ehe in die Brüche geht und geschieden wird? Kann das JobCenter in dem Fall sich an die erste Ehefrau halten und Gehaltsauskünfte von ihr verlangen? Aus beiden Ehen sind Kinder vorhanden, 2 aus der ersten (eins, 16, lebt beim Vater, weil der keinen Unterhalt zahlen wollte, das zweite, 15, bei der Mutter), 1 , ca. 2, aus der zweiten Ehe (lebt bei der Mutter). Der Ex-Mann und Vater ist nun arbeitslos und das JobCenter hält sich an die erste Ex-Frau und verlangt nachehelichen Unterhalt.
    M.M nach ist der Anspruch durch die zweite Ehe verwirkt (gem. §1586 BGB)?

    Danke.

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Babsi,

      in der Regel haftet der letzte Ehegatte für den Ausgleich des Trennungs- sowie nachehelichen Unterhalts. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt, um die Ansprüche des Jobcenters prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  23. Ines sagt:

    Hallo ich bekomme für 3 Kinder aus erster Ehe 376Euro unterhalt. u bin mit meinem neuen Partner erneut Mütter geworden u derzeit zu hause. wir wollen heiraten . verliere ich den anspruch auf den kindes unterhalt ? Mfg Ines

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Ines,

      der Unterhaltspflicht besteht regelmäßig gegenüber leiblichen und adoptierten Kindern. Die Neuheirat des Sorgereberechtigten hat damit nur Auswirkungen auf die Ansprüche der Kinder, wenn der neue Ehepartner diese adoptiert. Andernfalls bleibt der andere Elternteil unterhaltsverpflichtet. Wenden Sie sich für eine Beratung bitte an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  24. Patrick sagt:

    Hallo, ich bin geschieden und habe mot meiner exfrau 1 Sohn der nun 15 Jahre alt ist. Für meinen Sohn wurde damals unterhaltsvorschuss gezahlt bis die zeot erschöpft war. Ich selber habe neu geheiratet und habe einen stiefsohn 9 Jahre alt, sowie eine leibliche Tochter im alter von 6 Jahren. Ich bin alleinverdiener und wir bekommen zusätzlich Wohngeld, Kindergeld und Kindergeldzuschuss. Nun soll ich nach dem neuen unterhaltsvorschussgesetz erneut Unterhalt zahlen. Wie sieht es dort aus, was muss ich zahlen. im gegenzug weiss icj das meine ex Frau mit einem partner zusammen lebt, aber nicht verheiratet ist. Über Ihr einkommen usw. weiss ich gar nichts….

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Patrick,

      die Höhe des Kindesunterhalts richtet sich in der Regel nach den Angaben in der Düsseldorfer Tabelle. Gegenüber minderjährigen Kindern ist regelmäßig nur der familienferne Elternteil zur Leistung von Barunterhalt verpflichtet, sodass das Einkommen des Alleinerziehenden nicht automatisch für die Berechnung relevant ist. Nutzen Sie zur Orientierung gerne unseren Kindesunterhaltsrechner und wenden Sie sich für eine exakte Berechnung der Ansprüche Ihres Sohnes an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  25. Ignatz sagt:

    Hallo, ich bin geschieden – meine Tochter wird nun 18 Jahre alt. Letzes Jahr hat meine Ex-Frau neu geheiratet. Ab dem 18 Lebensjahr des Kindes sind beide Elternteile unterhaltspflichtig. Meine Ex lebt nun in erneut in einer Zugewinngemeinschaft und der neue Ehemann ist wohl vermögend. Wie sieht das bei der Unterhaltsberechnung ab dem 18. Lebensjahr aus? Wird hier nur das Einkommen der Mutter berücksichtigt? (anteilige Unterhaltszahlung) Was ist, wenn die Mutter aufgrund der Neuheirat weniger Stunden arbeitet und entsprechend weniger verdient, da sie auf das Geld nicht mehr angewiesen ist? Die Tochter möchte wohl studieren und die Unterhaltszahlungen werden wohl noch länger weitergehen. Wäre es nicht fair, wenn die nun in vermögenden Verhältnissen lebende Mutter einen größeren Anteil übernimmt. Schließlich muss ich weiterhin auch regelmäßig die 600 Kilometer fahren, um die Tochter sehen zu können. Vielen Dank für eine Antwort.

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Ignatz,

      die Unterhaltsverpflichtung geht bei Wiederverheiratung nicht automatisch auch auf den neuen Stiefelternteil über. Lediglich die leiblichen bzw. Adoptiveltern sind gegenüber den eigenen Kindern zum Unterhalt verpflichtet, sodass eine Anrechnung von Vermögen seitens des neuen Ehepartners regelmäßig nicht erfolgt. Wenden Sie sich für eine Prüfung des Einzelfalls bitte an einen Anwalt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  26. b. sagt:

    Hallo..ich bin geschieden und neu verheiratetund habe zwei kinder 15 und 17 aus erster Ehe und ein mit meinem jetztigen Mann. Mein Mann hat ein Kind 17 aus einer Beziehung.
    Da wir jetzt verheiratet sind und mein Mann mehr verdient soll er jetzt mehr bezahlen,was wir nicht können. Muss mein Mann zahlen weil er auch noch einen Titel hat. Ich verdiene nichts.Muss mein Mann nicht auch für mich aufkommen ??

    LG

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo,

      minderjährige Kinder sind im Unterhaltsrecht in der Rangfolge allen anderen Unterhaltsberechtigten vorangestellt, da diese regelmäßig noch nicht für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen können. Da sich der Kindesunterhalt nach dem Einkommen des Zahlungspflichtigen richtet, kann sich eine hierbei bestehende Änderung sich auf die Höhe des zu zahlenden Unterhalts auswirken.

      Ihr Scheidung.org-Team

  27. Okrim sagt:

    Hallo.
    Habe 2 Kinder aus erster Ehe.Meine
    Ex -Frau verdient 50% mehr als ich.Müsste sie sich am Unterhalt beteiligen?
    LG

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Okrim,

      bei minderjährigen Kindern ist regelmäßig zunächst nur der familienferne Elternteil zur Leistung von Barunterhalt verpflichtet, der Alleinerziehende leistet anderweitig seinen Beitrag zur Unterhaltung der Kinder.

      Ihr Scheidung.org-Team

  28. Jochen sagt:

    Hallo liebes Scheidung.org-Team,

    meine Freundin bekommt derzeit Unterhalt für ihre Kinder vom Ex-Partner, mit dem sie allerdings nicht verheiratet war. Die Kinder leben bei ihr bzw. demnächst, wenn wir zusammenziehen, bei uns. Vom Jugendamt wurde meiner Freundin jetzt gesagt, die Unterhaltspflicht des Vaters entfällt, falls meine Freundin und ich irgendwann heiraten. Kann das stimmen? Eine Adoption der Kinder durch mich ist nicht geplant.

    Vielen Dank,
    Jochen

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Jochen,

      die Hochzeit hat per se in aller Regel keinen Einfluss auf die Unterhaltspflicht des Kindesvaters. Zum Unterhalt sind regelmäßig nur rechtliche Elternteile verpflichtet (leibliche Eltern, Adoptiveltern, Ehemann zum Zeitpunkt der Geburt usf.). Raten Sie Ihrer Partnerin zum Besuch bei einem Anwalt, um die Aussage des Jugendamtes entsprechend prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  29. Yusuf sagt:

    Hallo,
    zurzeit befinde ich mich im Trennungjahr. Aus meiner ersten Ehe, die 23 Jahre andauerte, sind drei Kinder hervorgegangen, die zum Zeitpunkt der Scheidung volljährig sein werden, und die ich auch noch weiter versorgen werde. Ich plane demnächst meine Partnerin (Nicht-EU-Ausländerin) zu heiraten, die selbst fünf Kinder in die neue Ehe bringen wird, welche noch nicht volljährig sind. Muss ich meiner Ex-Ehefrau nachehelichen Unterhalt zahlen? Wer nimmt Vorrangstellung ein, meine Ex oder die Kinder meiner neuen Partnerin?

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Yusuf,

      die Eheschließung allein begründet in aller Regel keine Unterhaltsverpflichtung gegenüber den nicht leiblichen/nicht adoptierten Kindern. Zum Unterhalt verpflichtet ist immer nur der rechtliche Vater der Kinder. Wenden Sie sich ggf. an einen Anwalt, um mögliche Änderungen bei der Unterhaltsbemessung zu klären.

      Ihr Scheidung.org-Team

  30. Johnny sagt:

    Hallo,
    Bin seit knapp 2 Jahren nach ca.20 Ehejahren geschieden und habe nun erneut geheiratet. Erst jetzt ist meiner Ex-Frau eingefallen, sie könne nun noch nachehelichen unterhalt fordern. Geht das nun noch, und falls ja, ändert sich nun bei der Berechnung mein Einbehalt (bin in der neuen Ehe Alleinverdiener)
    Danke vorab!

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Johnny,

      bitte wenden Sie sich für die Prüfung der gestellten Ansprüche an einen Anwalt. Wir dürfen an dieser Stelle keine Rechtsberatung erteilen und können deshalb keine Antwort zu Ihrem Sonderfall geben.

      Ihr Scheidung.org-Team

  31. Murat sagt:

    Hallo. Habe sämtliche Foren durch gesucht aber nichts gefunden.

    Was ist wenn der neue Ehepartner des Unterhaltspflichtgen weniger Verdient?
    Wird dann das Einkommen zusammen berechnet und dann die Hälfte als Grundlage genommen? Oder wie verhält sich das?

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Murat,

      die Unterhaltspflicht für den ehemaligen Ehegatten geht in aller Regel nicht auf neue Ehepartner über. Berechnungsgrundlage bleibt das Einkommen des Zahlungspflichtigen. Im Einzelfall kann sich dessen Selbstbehalt jedoch aufgrund der neuen Ehe verändern. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um die Ansprüche prüfen zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  32. Michael sagt:

    Hallo,
    Momentan zahle ich für meine 2 Kinder (beide volljährig) Unterhalt.
    Für ein Kind welches bei meine Exfrau lebt geht der Unterhalt direkt an die Exfrau.
    Meine Exfrau arbeitet vollzeit und zahle nur einen sehr geringen Teil (<100€).
    Meine Frage ist nun:
    Ändert sich das bereinigte Nettoeinkommen meiner Exfrau wenn sie neu Heirat?
    z. B. durch das wechseln der Steuerklasse oder ändert sich die höhe des Selbsterhaltes?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Michael,

      das Einkommen kann sich durch einen Steuerklassenwechsel ändern. Auch der Selbstbehalt kann im Einzelfall bei neuer Ehe angepasst werden. Das Einkommen des neuen Ehegatten findet beim Kindesunterhalt hingegen regelmäßig keine Betrachtung. Wie sich dies nun in Ihrem Einzelfall genau verhält, kann Ihnen einen Anwalt verraten. Wir sind an dieser Stelle nicht befugt, Rechtsberatung zu erteilen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  33. L.h sagt:

    Ich bin seit langem geschieden. Sie hat einen an Spruch auf einen teil meiner rente .
    Leider habe ich erfahren das das sie seit ein paar Jahre Gestorben ist .
    muss ich eine neu Berechnung machen lassen oder geht das Auto Matisch ich bitte um eine Antwort .

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo,

      der durchgeführte Versorgungsausgleich kann ggf. auch noch rückgängig gemacht werden, wenn einer der Ehegatten vor Renteneintritt verstirbt oder zum Zeitpunkt seines Todes nicht länger als drei Jahre Rente bezogen hat. Wenden Sie sich an Ihren Versicherungsträger, um dies in Ihrem Fall klären zu lassen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  34. jenny sagt:

    Hallo, also ich bin seid 2013 geschieden, habe 3 Kinder aus der Ehe.
    Der Vater war bis heute nicht in der Lage selber Unterhalt an mich zu zahlen und hat sich geweigert zu zahlen wodurch eine Pfändung folgte die bis heute besteht.
    Ich und mein neuer Partner wollen nun heiraten, haben seid 2014 ein gemeinsames Kind und er zahlt noch für 2 weitere Kinder Unterhalt. Wir erhalten Unterhaltsvorschuss für die 3 Kinder. Was passiert wenn wir heirarten ? Fällt der Unterhaltsvorschuss weg ? Müssen wir das dann einklagen ? Wir müssen ja regelmäßig für 6 Kinder aufkommen. Mein Ältester Sohn ( 9) ist schwer Rheuma krank und muss ständig zum Arzt, wo ich auch selber nicht arbeiten kann. Alleine kann mein Partner als Geringverdiener das nicht aufbringen.

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Jenny,

      die Unterhaltspflicht besteht regelmäßig gegenüber leiblichen bzw. rechtlichen Kindern, nicht aber gegenüber Stiefkindern. Aus diesem Grund bleibt das Einkommen des neuen Ehegattens zumeist unbetrachtet, wenn es um den Kindesunterhalt für nicht verwandte Kinder geht. Ob und inwieweit die Unterhaltsvorschusskasse die Einkünfte dennoch anrechnnen könnte, können Sie dort in Erfahrung bringen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  35. Katharina sagt:

    Hallo,

    mein Lebensgefährte hat einen 9 jährigen Sohn (kein Sorgerecht). Der Sohn lebt bei seiner Ex-Patnerin (nie verheiratet gewesen). Er zahlt den Regelsatz bzw. wurde nun eine Stufe höher eingestuft, da er nur ein Kind hat. Ist dies rechtens?

    Weiterhin wollen wir nächstes Jahr heiraten. Nun wurde mir gesagt, dass mein Gehalt ebenfalls in die Unterhaltsberechnung mit einbezogen wird. Das hieße mein zukünftiger Mann müsste, wenn wir verheiratet sind noch mehr Unterhalt zahlen im Endeffekt zahle ich es ja, da ich ja dann die Kosten übernehmen muss, die er dann durch den höheren Unterhalt nicht mehr begleichen kann.

    Ist das richtig? Kann ich mich dagegen absichern? z.b. mit einem Ehevertrag? Oder ist Gütertrennung dann die einzigste Möglichkeit?

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Katharina,

      da die Düsseldorfer Tabelle auf zwei Leistungsberechigte ausgelegt ist, kann im Einzelfall eine Höhergruppierung erfolgen. In der Regel findet das Einkommen des Ehegatten nicht direkt Betrachtung beim Unterhalt, kann sich jedoch indirekt auf Selbstbehalt und bereinigtes Nettoeinkommen auswirken. Bitte wenden Sie sich für eine rechtliche Beratung an einen Anwalt. Wir dürfen an dieser Stelle keine Rechtsberatung erteilen.

      Ihr Scheidung.org-Team

  36. Beate sagt:

    Hallo, Ich bin geschieden, habe 2 Kinder, einen 12 jährigen Sohn und eine 14 Jahre alte Tochter. Seit 5 Jahren bin ich wieder verheiratet. Die Kinder lebten bisher bei mir, jetzt hat mein Ex-Mann, der allein lebt, die kleinere Tochter zu sich genommen und hat die Hälfte der Kinderunterhaltszahlung eingestellt. Ich verdiene 652 Euro, mein Ex – noch immer alleinstehend – mindestens das Dreifache. Ist es da wirklich in Ordnung, wenn er ausschließlich Mindestsatz für unsere Tochter zahlt? Mein neuer Ehemann verdient auch sehr wenig und hat noch Unterhaltspflichten aus erster Ehe.

    1. Scheidung.org sagt:

      Hallo Beate,

      bitte wenden Sie sich ggf. zur Berechnung des angemessenen Unterhaltes für Ihre Tochter an einen Anwalt oder das zuständige Jugendamt.

      Ihr Scheidung.org-Team

  37. Sanny sagt:

    Ich habe vor 2 Monaten wieder geheiratet.
    Gemäss unserer Konvention von 2012, entfällt der Ehegattenunterhalt bei Wiederverheiratung meinerseits nicht!
    Nun behauptet aber mein Exmann das Gegenteil!
    Was stimmt nun?

  38. Judith sagt:

    Hallo, mein Freund muss nachehelichen Unterhalt an seine Ex-Frau bezahlen. Nun überlegten wir zu heiraten. Bleibt mein Gehalt unangetastet wenn mein Freund z.b. Arbeit verliert ? Hat die Ex-Frau Anspruch auf Erhöhung durch die neue Lebenssituation? Zahlung auch nach Renteneintritt Ex und Mann?

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